Egal, welchen Film man schaut oder in welchem Spiel man sich den Herausforderungen stellt: Ist das Thema der Zweite Weltkrieg, fanden die heftigsten Schlachten scheinbar immer am D-Day und rund um die Normandie statt. Doch die wirklich blutigen Auseinandersetzungen hatte Nazi-Deutschland an der Ostfront. Dem Ort, an den uns Company of Heroes 2 schickt.

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Krieg. Krieg ist immer gleich

Diese Erfahrung hat ein ehemaliger russischer Soldat gemacht, der nach seiner Zeit in der Armee als Kriegskorrespondent unterwegs ist. Nun ist er gefangen zwischen seiner Anerkennung für den Heldenmut der Frontsoldaten und der Ablehnung gegenüber den Fehlentscheidungen seiner Regierung.

Das Spiel und damit auch der Protagonist der Serie verfolgt die Geschichte der Ostfrontkämpfe und umfasst insgesamt vier Jahre: vom Überfall der Deutschen im Juni 1941 bis zum Einmarsch der Roten Armee in Berlin im Mai 1945. "Dreizehn der fünfzehn blutigsten Schlachten aller Zeiten fanden an der Ostfront statt", so Quinn Duffy, Game Director bei Relic Entertainment.

Company of Heroes 2 - Bericht von der Front: Es ist kalt

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Die Stimmung ist eisig. CoH 2 wird an der kalten Ostfront spielen.
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Ein grafischer Meilenstein?

Company of Heroes 2 wird mit Relics Essence-Engine 3.0 entwickelt. Die Vorzüge liegen laut Produzent Greg Wilson klar auf der Hand und nach der ersten Präsentation muss man schon zugeben: Es sieht verdammt nett aus.

Wilson geht sogar so weit zu behaupten, dass sich die Technologie des Spiels auf Augenhöhe mit modernen Shootern wie Call of Duty und Battlefield befinde. Und allzu weit lehnt er sich mit dieser Aussage auch gar nicht aus dem Fenster. Essence 3.0 bietet viel, was der Vorgänger noch nicht hatte.

So könnt ihr euch auf die so genannte „Screen Space Ambient Occlusion“ (SSAO) freuen, im Grunde eine "hochtrabende Bezeichnung für Objekte, die sich basierend auf dynamischem Licht in einem Level selbst schattieren", so Wilson. "Während sich Objekte umherbewegen, fangen sie Licht von verschiedenen Quellen auf, zum Beispiel Mündungsfeuer oder Flammen".

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Außerdem gibt es einen neuen Wasser-Renderer, Lichtberechnung via High-Dynamic-Range (HDR) und die Engine unterstützt nun DirectX 11, womit die Grafik vor allem auf High-End-Rechnern atemberaubend aussehen soll. Wir sind gespannt, was es in der Hinsicht noch zu sehen gibt.

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Was man bisher zu sehen bekam, war sehr beeindruckend.
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Alles neu / True Sight

Abgesehen von der Geschichte und den langweiligen technischen Details gibt es auch einige spielerische Änderungen. Zum Beispiel der Fog of War. Während im ersten Teil jede Einheit noch ihren festen Sichtradius hatte und stets einen runden Bereich im Nebel aufdecken konnte, ganz nach Größe der Einheit/des Trupps, unterstützt CoH 2 die sogenannte "True Sight".

Mit diesem System werden nun "echte" Sichtlinien berechnet und aufgedeckt. Dabei wird der Blickwinkel einer jeden Einheit automatisch berechnet und ausgewertet. Der Spieler sieht also nichts, was seine Einheiten nicht auch sehen können. Und das meinen die Entwickler so, wie sie es sagen.

Heiße Action im kalten Schnee: wieder Zweiter Weltkrieg. Aber diesmal vielleicht authentischer als je zuvor.Ausblick lesen

Zum Beweis gab es bei der Präsentation ein kleines Video, das zeigt, wie die Landschaft vor dem Spieler aufgedeckt wird, jedoch vor gewissen Objekten haltmacht. Wenn ein normaler Mensch nicht einfach hinter eine Absperrung blicken kann oder durch dichte Baumgruppen und Büsche, dann kann man das hier auch nicht. Jede Menge Platz für feindliche Truppen, sich zu verstecken und ihren Gegnern aufzulauern, ohne Gefahr zu laufen, entdeckt zu werden.

Eine echte Herausforderung

In der Singleplayer-Kampagne folgt ihr erneut dem Handlungsverlauf der russischen Streitmacht. Wie im ersten Teil sind eure Soldaten auch hier wieder in der Lage, Deckungen und andere Objekte zu zerstören, um sich einen taktischen Vorteil zu verschaffen. Dieses Prinzip soll im zweiten Teil noch weiter ausgebaut werden.

Auch der Unterschied zwischen den beiden Armeen soll stärker zum Ausdruck kommen. So ist die Armee der Sowjetunion zahlreicher und hoch motiviert, hat dafür aber mit dem Befehl 227 zu kämpfen, der besagt, dass Soldaten, die den Rückzug antreten, sofort erschossen werden.

Auf der anderen Seite die deutlich kleinere Armee der Nazis, technisch jedoch viel weiter entwickelt und sehr defensivstark.

Was andere taktische Raffinessen angeht, Wettereffekte und dergleichen, wollte Quinn Duffy noch nicht viel verraten. Was er aber durchblicken ließ: dass sich das Studio Gedanken darüber macht, welche Einflüsse das Wetter sowie die Umgebung auf die Schlachten haben können und werden.

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Den Flammenwerfer ins Gesicht: hält schön warm und spendet Licht.
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Soldaten, die im Schneesturm eine schlechte Sicht haben? Panzer, die im dünnen Eis einbrechen und versinken? Was es davon geben wird und was nicht, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Wir können aber davon ausgehen, dass dieses Thema den Entwicklern noch viele harte Arbeitsstunden beschert.

Künstliche Intelligenz

"Wir haben unsere Anstrengungen verdoppelt und eine viel glaubwürdigere KI entwickelt, welche dieselben dynamischen Kampftaktiken einsetzen kann wie der Spieler, zum Beispiel Rauch, Granaten oder Flankenangriffe. Das sorgt für ein forderndes Erlebnis", so Duffy.

Dem Entwickler zufolge war der erste Teil viel zu stark geskriptet, und so setzt man in der Fortsetzung mehr auf "allgegenwärtige künstliche Intelligenz".

Gleichzeitig wird aber auch sehr darauf geachtet, dass der Mehrspielermodus nicht zu kurz kommt. Doch liegt hier das Augenmerk ganz deutlich auf dem Koop-Modus. Man sei sich bewusst, dass die Möglichkeit, zu zweit gegen die KI zu Felde zu ziehen, eine erhebliche Anzahl an Fans gewonnen hätte, und diese wolle man im zweiten Teil nicht enttäuschen.