“Wir freuen uns natürlich auch auf Starcraft 2 – das wird schließlich ein Hammerspiel. Aber Starcraft 2 ist eher ein traditioneller Echtzeitstrategietitel, Command & Conquer 4 nicht.“ Hätte uns jemand diese Worte vor einem Jahr während eines C&C-Interviews an den Kopf geworfen - wir hätten uns wahrscheinlich vor Lachen glatt ins Koma geschüttelt.

Command & Conquer, die Mutter der kreativen Stagnation und seit jeher legendär für seine vehemente Resistenz gegen Veränderung und Fortschritt, tritt schließlich seit dem Ursprungsjahr 1995 auf der Stelle. Und doch: Nachdem uns Jim Vesella, Lead Producer von C&C 4, den neuesten Teil der Reihe gezeigt und das vorgestellte Zitat ausgesprochen hat, haben wir keine Miene verzogen…

Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Auf Wiedersehen Kane! Unser Video Review zum letzten Teil der Serie12 weitere Videos

Das Ende!

Der Grund kam eben auch für uns völlig überraschend. Denn „Command & Conquer 4“ wird so richtig schön anders und neu und überhaupt. Und nein, dabei handelt es sich ausnahmsweise mal nicht um zweifelhaftes Entwickler-Blabla: Schon nach den ersten Spielminuten wird klar, dass im Land der Tiberiumkristalle und glatzköpfigen Weltherrscher nichts mehr ist, wie es war.

Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Aufgedeckt: So spielt sich das finale C&C-Kapitel

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 30/391/39
GDI gegen Nod: Das Finale konzentriert sich auf den zentralen Ur-Konflikt.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Um etwaigen Fragen vorzubeugen: „Command & Conquer 4“ hat nicht auf halber Strecke den Untertitel vergessen. Nach „Tiberian Dawn“ (aka Tiberiumkonflikt), „Tiberian Sun“ und zuletzt „Tiberium Wars“ soll nun die Community den Namen für das finale Kapitel der Tiberiumsaga wählen. Auf der offiziellen Seite darf jeder Fan seinen Vorschlag einreichen, als Belohnung verspricht der Werbetext „ewigen Ruhm in der Community“.

Die erste große Überraschung haben wir übrigens gerade vorweg gegriffen. Denn obwohl es nach den vergangenen Teilen und deren Schnellschuss-Addons so schien, als würde EA die Marke „C&C“ bis in alle Ewigkeit ausquetschen, sprechen die Entwickler vom „Grande Finale“, dem Schlussakt in Sachen Tiberiumsammler, Global Defense Forces und Ionenkanonen.

Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Aufgedeckt: So spielt sich das finale C&C-Kapitel

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 30/391/39
In unserer Vorschaumission gilt es dieses abgestürzte GDI-Frachtschiff zu beschützen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Dem Hardcore-Fan wird angesichts des nahenden Abschieds wahrscheinlich ein Tränchen aus dem Äuglein kullern. Doch Grund zur Freude gibt es im gleichen Maße. Im Klartext heißt das nämlich auch: Endlich werden sämtliche Geheimnisse gelöst, die Entwickler versprechen sogar längst verloren geglaubte Story-Fragmente wie den Tacitus oder die Vergessenen zu einem würdigen Ende zu führen.

Die Zwischensequenzen

Dafür möchte man sich erstmals einer neuen Erzählweise bedienen. Statt wie bisher auf möglichst augenzwinkernde – manch böse Zunge mag sogar „eher trashige“ sagen – Zwischensequenzen zu setzen, heißt die neue Maxime: seriös und glaubwürdig. Die Pappkulissen und Greenscreen-Tricksereien der Vorgänger – so putzig sie auch gewesen sein mögen – fallen damit endlich weg.

Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Aufgedeckt: So spielt sich das finale C&C-Kapitel

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 30/391/39
C&C 4 wird nicht nur Wüstensettings bieten - auch im Schnee geht es heiß her.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Der erste Trailer, der vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, gibt die Richtung vor wie Jim Vesella erklärt: „Auch wenn dies nur ein früher Trailer ist, nimmt er im Grunde schon die Art vorweg, wie wir unsere Geschichte dieses Mal inszenieren wollen.“ Und die ist deutlich dynamischer, actionbetonter und spannungsgeladener als vorher. Wunderbar, die C&C-Zwischensequenzen werden damit endlich erwachsen.

Das Stilmittel ist denkbar simpel: Statt wie bisher die Schauspieler in die Kamera faseln zu lassen, soll nun mit wechselnden Perspektiven und Schnitten eher Kinoatmosphäre aufkommen. Apropos Darsteller: Ob es dementsprechend auch jemanden gibt, der die Rolle des Spielers übernimmt, wollen wir wissen. Jim Vesella weicht aus: „Noch möchten wir dazu nichts sagen, aber wer genau überlegt, wird sich die Antwort denken können.“

Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Aufgedeckt: So spielt sich das finale C&C-Kapitel

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 30/391/39
Das gezeigte Interface ist noch nicht 100%ig final - die Grafik hingegen schon.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Gut. Wir überlegen genau und schlussfolgern: Hollywood-Schauspieler Michael Biehn (Terminator, Aliens), der in Tiberian Sun den Commander McNeil spielte, dürfte als Avatar des Spielers sein Comeback feiern. Wie wir darauf kommen? Die Kampagnennamen von GDI und Nod geben Aufschluss: Während die Nod-Kampagne mit „Alles muss enden“ eher unspektakulär betitelt ist, heißt der GDI-Feldzug „Der Mann, der Kane tötete“ – und genau dies erledigte McNeil in Tiberian Sun.

Die Story

Wer es gerade nicht mitbekommen hat: Wir haben noch ein neues Detail verraten. Eines, das sehr wahrscheinlich bei manchem Fan zu Kopfschütteln führen dürfte. Wie bei uns. Denn neben Nod und GDI wird es keine weitere Fraktion im Spiel geben – die Scrin fallen als spielbare Rasse weg. „Ja, das wirkt im ersten Moment sicher komisch. Aber wir wollen uns im Finale einfach auf den Kern der Geschichte konzentrieren, also den Konflikt der beiden Supermächte“, kommentiert Jim Vesella unsere erschrockene Geste.

Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Aufgedeckt: So spielt sich das finale C&C-Kapitel

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 30/391/39
Der Crawler ist das zentrale Gebäude in euerer Armee - wird es zerstört bekommt hier allerdings Nachschub.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Dennoch bekommen die Scrin ihren verdienten Auftritt. Der gigantische Alien-Turm, der am Ende von „Tiberium Wars“ fertig gestellt wurde, ist sogar eines der zentralen Themen. Denn niemand weiß, wofür er gebaut wurde. In „C&C 4“ ist die Bedrohung durch die außerirdischen Invasoren allerdings weitaus weniger problematisch. Ganz im Gegenteil zu einem anderen, sehr viel gefährlicheren Aggressor: dem Tiberium.

Endlich: Nach Jahren der Stagnation beweist "Command & Conquer", dass es noch für Überraschungen gut ist. Jetzt müssen die Ideen nur noch zünden.Ausblick lesen

Das grüne Kristall hat die Erde seit dem ersten Tiberiumkrieg nämlich beinahe unbewohnbar gemacht. Die Luft ist giftig geworden, das Wasser radioaktiv verseucht. Doch als die Menschheit ihrem nahenden Ende entgegen sieht, erscheint ein edler Retter: Kane. Der Anführer der eigentlich bösen Bruderschaft von Nod unterbreitet der GDI ein Angebot, das sie nicht ablehnen können.

Warum sich der selbsternannte Messias plötzlich so kooperativ und vor allem friedlich zeigt, ist eine der großen Fragen von „Command & Conquer 4“. Wie auf alle gestellten Fragen soll es aber auch auf diese eine Antwort geben – offene Storyfäden sind ausgeschlossen. „Wenn die Spieler am Ende der letzten Cutscene immer noch mit einem Fragezeichen über dem Kopf vor dem Rechner sitzen, haben wir etwas falsch gemacht“, so Vesella.

Kein Basisbau

Die unverhoffte Zusammenkunft der beiden Erzfeinde stößt aber nicht ausschließlich auf Gegenliebe. Ein paar Splittergruppen von Nod und GDI erteilen dem neuen Bündnis eine Kampfansage – und treten somit den vierten und letzten Tiberiumkrieg los. Das große Ringen um die absolute Macht auf der Erde beginnt erneut, allerdings – wieder eine Neuerung – in bisher nie gekannter Art und Weise.

Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Aufgedeckt: So spielt sich das finale C&C-Kapitel

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 30/391/39
Hinten im Bild: Der Mastodon-Walker, der geistige Nachfolger des mächtigen Mammut MK-II.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Das größte Novum im vierten „Command & Conquer“ ist dabei sicherlich der fehlende Basisbau. Die Kernkomponente von C&C, also jenes Feature, das die Reihe einst groß und beliebt gemacht hat, wird ersetzt. „Wir wollen C&C in eine neue Richtung führen und glauben, dass sich auch all jene Fans, die zunächst schockiert reagiert haben, zufrieden sein werden, wenn sie das Endergebnis spielen dürfen“, beschwichtigt Vesella.

Der Ansatz ist freilich auch nicht absolut neu – schon der Echtzeit-Klassiker „Z“ von 1996 verzichtete auf die Bauphase. Jim Vesella und sein Team haben dennoch ein paar Ideen, die frisch und stimmig erscheinen. So verfügt jeder C&C-General nun über einen sogenannten Crawler, den man sich am besten als laufendes Fabrikgebäude vorstellt. Eine Basis gibt es also im Prinzip schon – nur watschelt die jetzt durch die Gegend.

Dadurch ergibt sich eine ganze Palette an taktischen Variationen und strategischen Umwälzungen: Ein früher Rush ist somit unmöglich, denn wer seinen Crawler unbedacht in des Gegners Arme schickt, riskiert den Verlust des Marsch-Gebäudes. Auch das – vor allem bei C&C-Spielern – äußerst beliebte Einmauern fällt mangels Abwehrtürmen oder Energiebarrieren flach.

Die Alternative

Eine typische Mission sieht nun eher wie folgt aus: In einem vorgegebenen Radius setzt der Spieler seinen Crawler ab, der dort mit einem tosenden Krachen in den Boden donnert. Anschließend aktiviert er den Bau-Modus – wie in den Fahrzeugfabriken der Vorgänger könnt ihr nun erste Aufklärungseinheiten bauen oder eine schlagkräftige Einsatztruppe aufstellen.

Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Aufgedeckt: So spielt sich das finale C&C-Kapitel

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 30/391/39
Elefantenrennen: Wenn zwei Crawler aufeinandertreffen wird es brenzlig.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Eine andere Option wäre es, im Bauch des mächtigen Crawlers ein paar Einheiten zu verstauen und gen Feind zu marschieren. Mit entsprechenden Upgrades und einigen Raketenbuggys unter der Haube ist der riesige Walker nämlich durchaus wehrhaft. Nicht einmal besonders vorsichtig müsst ihr dabei vorgehen: Wird der Crawler zerstört, dürft ihr einen neuen anfordern.

„Wird dadurch nicht die Spannung geschmälert, wenn ich jederzeit ein neues Hauptgebäude anfordern kann und somit beinahe unbezwingbar bin?“, fragen wir uns während der Präsentation. Jim lenkt ein: „Nein, die bleibt erhalten – denn wenn ihr eines der Missionsziele verpatzt, ist auch der Auftrag endgültig verloren. Aber wir glauben, dass es unsinnig ist, den Spieler zu bestrafen, wenn er kleine Fehlentscheidungen trifft.“

Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Aufgedeckt: So spielt sich das finale C&C-Kapitel

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 30/391/39
Auch wenn das Ressourcenmodell noch nicht geklärt ist, läuft es wohl auf die roberung von Knotenpunkten hinaus.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zum neuen Weg der Reduktion gehört übrigens auch eine weitere umstrittene Entscheidung: Mit dem Tiberium wird nämlich ein weiteres Markenzeichen der Reihe wegrationalisiert. Sowohl die grünen Kristalle als auch Strom werden nun nicht mehr als Ressourcen benötigt. „Auch hier wollten wir weg von den klassischen Mustern“, erklärt Jim und beschwichtigt: „Aber das Tiberium wird weiterhin ein essentieller Bestandteil der Geschichte bleiben.“

Der Ersatz klingt indes weit weniger spektakulär: Ähnlich wie in „Dawn of War“ oder „Company of Heroes“ gibt es nun wichtige Knotenpunkte, die euch – sofern ihr sie einnehmt – mit Geld versorgen und höhere Ausbaustufen des Crawlers ermöglichen. Nur dann dürft ihr nämlich auch in die tieferen Äste des Einheiten-Techtrees eintauchen, der im Laufe einer Mission erst Stück für Stück freigeschaltet werden muss.

Die Einheiten

Unter den Einheiten befinden sich freilich jede Menge alter Bekannter: Die Titan-Mechs aus Tiberian Sun sind zurück, die Flammenpanzer von Nod ebenfalls. Dazu kommen Nod-Mods, Scorpion-Panzer und Stealth-Tanks – manche in gewohnter, manche in abgewandelter Form. Der MK-II-Supermech aus „Tiberian Sun“ kehrt zum Beispiel in Gestalt des mächtigen Mastodon-Walkers zurück. Jim Vesella verspricht übrigens, dass C&C 4 mehr Einheiten als je zuvor bieten wird.

Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Aufgedeckt: So spielt sich das finale C&C-Kapitel

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 30/391/39
In die neuen Einheiten sind manche Technologien der außerirdischen Scrin verbaut.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Wie in den Vorgängern sammeln sämtliche Einheiten Erfahrungspunkte und steigen so im Laufe eines Gefechtes zur kampfstarken Veteraneneinheit auf. Dadurch und eine weitere Neuerung werden die Kämpfe in „Command & Conquer 4“ zeitlich gestrafft. Jim Vesella klärt uns auf: „Uns fiel auf, dass die Gefechte in C&C3 viel zu schnell abliefen. Wenige Schüsse reichten aus, um einen Panzer zu sprengen. Neueinsteiger hat das überfordert.“

Ein kleiner Kniff soll die Gefechte nun verständlicher machen: Sämtliche Einheiten bekommen höhere Lebenspunkte spendiert – so halten die Fahrzeuge und Fußtruppen mehr aus, der Spieler kann auf eventuelle Aktionen seines Gegenübers besser reagieren. „C&C 4 soll sich wieder wie ein Strategiespiel mit taktischer Tiefe anfühlen. Zuletzt hatten wir uns zu sehr auf die Action konzentriert“, gibt Jim zu.

Übrigens: Nicht jede Mission werden wir mit denselben Einheiten bestreiten. Neu ist nämlich auch, dass wir vor einem Gefecht aus einer von drei Klassen wählen. Ob Offensiv, Defensiv oder Unterstützung – die Wahl der Kampfstrategie wirkt sich direkt auf den Einheitenpool aus. So darf die Defensiv-Klasse etwa vereinzelte Abwehrtürme bauen, nur als Offensiv-Spieler kann man hingegen die stärksten Panzer im Spiel bauen.

Im Grunde ist dieses Feature vergleichbar mit den Unterfraktionen, bekannt aus „Command & Conquer 3: Kanes Rache“. Dort veränderte die Wahl der Fraktion ebenfalls die Spielweise, wenn auch nur minimal. „Das wollen wir ändern: In C&C 4 soll sich jede Klasse anders spielen“, erklärt Jim. So kann sich jeder Spieler seinen Lieblingsspielstil herauspicken und mit der entsprechenden Armee zu Felde ziehen. Wird euer Crawler zerstört dürft ihr die Klasse übrigens erneut wählen – angeblich, so Jim, ohne Auswirkungen auf die Balance.

Balancing und Mehrspieler

Kurz vor Ende unserer Präsentation überrascht uns Jim noch mit einer weiteren Enthüllung. “Die Spieler leveln nun mit jedem Gefecht auf, wie in einem Rollenspiel. So kann jeder Commander immer neue Einheiten und Spezialfunktionen freischalten. Und das Beste ist: Erfahrungspunkte gibt es für einen Sieg oder eine Niederlage – sowohl im Einzelspieler- als auch Mehrspieler-Modus.“

Das Prinzip ist nicht neu – zuletzt machte etwa „Dawn of War 2“ von der Level-Up-Komponente Gebrauch. Die Vergangenheit zeigt aber, welche Balancing-Probleme dadurch entstehen können. Etwa wenn zwei Spieler mit unterschiedlichen Stufen miteinander spielen. Denn: Im Mehrspieler-Modus sollen vor allem kooperative 5vs5-Gefechte ausgetragen werden.

Jim dazu: „Wenn du ein höheres Level hast, bekommst du einfach einen größeren Pool an Einheiten und Fähigkeiten aus dem du wählen kannst. Das heißt aber nicht, dass du schneller baust oder mehr Ressourcen hast – ein guter Low-Level-Spieler kann dich also immer noch besiegen.“ Außerdem soll ein ausgereiftes Matchmaking-System vor allzu unausgewogenen Konstellationen bewahren.

Der Status

„Command & Conquer 4“ befand sich bei unserer Präsentation in einem sehr frühen Zustand. „Irgendwann 2010“, kommentierte Jim Vesella unsere Frage nach dem Release und fügte hinzu, dass man sich für das Finale alle Zeit der Welt nehmen würde, wenn die Gefahr bestünde, es könnte in die Hose gehen. Eine Beispiel-Mission zeigte man uns – selbst Hand anlegen durften wir aber noch nicht.

Grafisch hat sich in Tiberiumhausen beinahe gar nichts getan. Die Engine dürfte auf demselben Gerüst fußen wie „Tiberium Wars“, lediglich die Texturen erscheinen minimal hochauflösender. Unser Probelevel wirkte zudem reichlich trist – zusätzlich zum kargen Wüstensetting versprach uns Jim aber weitere Levelareale. So konnten wir bereits erste Screenshots mit schönen Winterlandschaften bestaunen.

Überrascht hat uns der Soundtrack. Auch der ist noch nicht final, klingt aber schon jetzt wie eine satte Referenz an den legendären „Aliens“-Score von James Horner. „Wir können noch nicht verraten, wer den Soundtrack komponiert“, grinst Jim Vesella und fügt an, „aber wir wollen definitiv mehr orchestralen Bombast. Die technoiden Industrialsounds der Vorgänger gehören ebenfalls der Vergangenheit an.“ Wie so vieles in „Command & Conquer 4“.