




DAS ist alles was euch nach 15 Jahren Command & Conquer eingefallen ist? Man kann schon von einer gewissen Fassungslosigkeit sprechen, wenn die ersten Zeilen der Credits nach gerade einmal fünf Stunden Spielzeit über den Bildschirm flimmern. 15 Jahre. Ein gigantisches Erbe. Ein noch größerer Pool an Geschichten. An Möglichkeiten und Potenzial. Und DAS ist euer Beitrag zu einer der legendärsten Strategiereihe unserer Zeit?
Das völlige Zerwürfnis des ursprünglichen Gameplays ist an sich schon eine fragwürdige Entscheidung, die man mit gelungenen Ideen aber durchaus hätte rechtfertigen können. Doch das „neue“ C&C-Spielprinzip entpuppt sich als wenig durchdachte, halbgare Verzweiflungstat, die eher wirkt, als hätte man im Eilverfahren versucht, ein paar clevere Ideen der direkten Konkurrenten unter die verrostete Haube des „C&C“-Motors zu zwängen.
Das Schlimmste: Unter der polierten Oberfläche wuchert derselbe Unfug wie eh und je. Eine gerade noch zurechnungsfähige KI, grobe Wegfindungsmacken, mäßige Kollisionsabfrage. Die im Vorfeld versprochenen filmreifen Cut-Scenes konnten wir ebenfalls nicht entdecken – stattdessen werden die langjährigen Fans mit völlig nichtssagendem Palaver in den Schlaf gegähnt, an deren Ende ein beispiellos ernüchterndes Ende steht. Keine der großen Fragen wird beantwortet, ja nicht einmal angesprochen. Deutlicher kann man gar nicht auf seine Community mit Fingern deuten und sagen: „Haha, ausgetrickst!“
Vielleicht sollen die fehlenden Antworten aber auch per DLC nachgeliefert werden - das würde zumindest aktuellen Trends entsprechen. Aber dazu müsste EA noch ein paar Mitarbeiter nach der angedrohten Massenentlassung übrig lassen. Wie viel Wahrheit in diesem unschönen Gerücht auch stecken mag – ein motiviertes Team wäre zu diesem zutiefst unwürdigen Abschluss wohl kaum fähig gewesen.
Was bleibt uns also nach 15 Jahren Command & Conquer zu dieser (angeblich) letzten Episode eines der coolsten Echteitstrategiespiele aller Zeiten zu sagen? Eigentlich gar nichts. Wir wären gern traurig gewesen, aber nach diesem finalen Kapitel lässt sich nur erleichtert durchatmen – danke EA, dass ihr dieser gebeutelten Reihe endlich den Gnadenschuss erteilt. Macht’s gut, Kane und Co. – ihr habt es jetzt überstanden.
Command & Conquer 4: Tiberian Twilight - Auf Wiedersehen Kane! Unser Video Review zum letzten Teil der Serie12 weitere Videos
Technisch nagt der Zahn der Zeit deutlich an der betagten Engine, auch wenn die Maps sehr detailverliebt gestaltet wurden. Die gefallen uns dafür besser als im Vorgänger.
Großes Getöse in Form von episch angelegten Orchesterstücken. Den Wiedererkennungswert der legendären C&C-Themes hat der Score leider nicht. Dafür kracht es auf dem Schlachtfeld sehr ordentlich.
Kein Basisbau, keine Ressourcen – C&C 4 kehrt dem klassischen Prinzip (fast) den Rücken zu, weiß aber nur in Teilen zu überzeugen. Im Solomodus funktioniert das Konzept überhaupt nicht.
Die Multiplayer-Partien spielen sich flott und actiongeladen, aber auch deutlich taktikbefreiter. Erinnerungen an aktuelle Online-Shooter werden wach.
von Electronic Arts, EA GamesGenre: Echtzeitstrategie, StrategiePC: 18.3.2010USK: Noch nicht geprüft
Max Payne 3PS3, XBox 360: 18.5.2012
Risen 2: Dark WatersPC: 27.4.2012
Dragon's DogmaPS3, XBox 360: 25.5.2012 Test lesen
The Elder Scrolls 5: Skyrim
Diablo 3 TestJetzt endlich: unser finaler Test mit Wertung
Diablo 3 KomplettlösungKomplettlösung: Alle Quests, Klassenguides, Tipps
Risen 2: Dark Waters KomplettlösungMit der Komplettlösung die Meere befreienMit der derzeitigen und auch weiteren Benutzung dieser Seite stimmen Sie unseren Nutzungsbestimmungen zu.
Copyright 2003-2012, Webguidez Entertainment GmbH
Impressum | Team | Jobs | Netzwerk | Get Hosted | FAQ | Kontakt
gamona Server und Datenbanken werden professionell gewartet von der Comtrance GmbH