Der Tiberiumkrieg geht weiter! Bevor Kane demnächst auf dem Computer seinen Rachefeldzug antritt, führt Panini Books die Saga in Buchform fort. Seit Kurzem steht der erste Band von "Command & Conquer: Tiberium Wars" in den Händlerregalen. Wir haben für euch eine Leseprobe ergattern können. Viel Spaß!

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Command & Conquer 3: Tiberium Wars - Der Krieg beginnt. Wir präsentieren eine Leseprobe aus dem Roman zum Spiel.

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"Das zusätzliche Gewicht des Kampfanzugs, des Gewehrs, der Nighthawk, der Ersatzmunition und des Helms wurde von der verstärkenden Wirkung des Kampfanzugs mehr als ausgeglichen."
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Vega dachte, dass er, könnte er diesen Kampfanzug ständig tragen, nie wieder zu rennen aufhören würde.
Seit seiner Teenagerzeit war er die sechshundert Meter dutzende, nein, hunderte Male gelaufen, darunter viele Male im Wettbewerb, als er das Braun von Fordham getragen hatte. Aber nie hatte er sich so frisch gefühlt wie am Ende dieses Laufes, und zwar weil er einfach nicht müde wurde. Das lag an diesen schwarzen Riemen, die Brodeur ihm gezeigt hatte; sie verstärkten seine ohnedies schon gut trainierte Beinmuskulatur. Das zusätzliche Gewicht des Kampfanzugs, des Gewehrs, der Nighthawk, der Ersatzmunition und des Helms wurde von der verstärkenden Wirkung des Kampfanzugs mehr als ausgeglichen.
Ihr Trupp bestand nur noch aus den Kompanien Sechs und Sieben, als sie die nach oben führende Einfahrt eines der Hotels erreichten, in denen die Besucher des Convention Centers abzusteigen pflegten. Der Harbor Drive war eine breite Straße, ausgelegt auf den starken Fahrzeugverkehr, der in dieser Gegend an der Tagesordnung war. Dennoch war der blaue Himmel kaum zu sehen, denn ringsum ragten Wolkenkratzer auf. Dabei war dies ein Erdbebengebiet, eine Gefahr, die mit dem Tiberium noch zugenommen hatte, und deshalb fand man außerhalb der Stadtzentren auch nicht mehr viele hohe Gebäude, und diejenigen, die es gab, waren wie verrückt verstärkt worden.

Die Lieutenants Anderson und Lemish waren zuvor mit der Ersten und der Zweiten Kompanie nach rechts in Richtung der Marina abgebogen, um sich von hinten zu nähern. Unmittelbar bevor sie das Hotel erreichten, hatten die Lieutenants d'Agostino, Giughan und Demitrijian die Dritte, Vierte und Fünfte nach links geführt, um einen Bogen zur rückwärtigen Seite des Convention Centers zu schlagen.
Captain Henry war bei der Sechsten und Siebten geblieben. Die Befehlskette in der 22. folgte den Nummern der Kompanien. Sollte Henry etwas zustoßen, würde Lieutenant Lipinski übernehmen, und nur wenn auch ihr etwas passierte, würde das Kommando an Opahle gehen.

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"Perimeter bis zum Ziel frei."
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Vega fiel auf, dass sie nicht von Sanitätern begleitet wurden; das bewies, dass man in die Erste-Hilfe-Fähigkeiten der Kampfanzüge großes Vertrauen setzte, das hoffentlich auch gerechtfertigt war.
Über Vegas Helm kam eine Meldung herein. "Perimeter bis zum Ziel frei." Das war eine gute Nachricht. Sie bedeutete, dass mit einem Nod-Angriff nicht zu rechnen war, bis sie das SDCC erreicht hatten, denn die Nachricht besagte außerdem, dass mitten in der Innenstadt von San Diego, normalerweise eine ziemlich belebte Metropole, niemand auf den Straßen war.
Aber natürlich handelte es sich in erster Linie um ein Geschäftsviertel, in dem, außer in den Hotels, kaum jemand wohnte; es war mehr als wahrscheinlich, dass man nach der Zerstörung der Philadelphia und der Invasion der Nods alle Läden geschlossen hatte. Trotzdem fand Vega es unheimlich, dass sie sich in einer Art Geisterstadt bewegten.

Die Zufahrt des Hotels war zweispurig und führte in einem Bogen aufwärts. Zwischen den beiden Spuren wuchsen üppige Pflanzen. Henry befahl ihnen, diesseits des Vegetationsstreifens zu bleiben. Sie mussten warten, bis die anderen Kompanien ihre Positionen bezogen hatten, bevor sie ihren Angriff starten konnten.
Henry nickte Lipinski und Opahle zu, und die beiden Lieutenants gaben je zwei Scharfschützenteams ein Zeichen. Die acht Mann – ein Schütze und ein Späher pro Team – rannten den Rest der Zufahrt hinauf und drangen durch den Vordereingang ins Hotel ein; von dort aus würden sie sich in die oberen Etagen begeben, wo sie freie Sicht auf das SDCC und dort postierte Wachen hatten.
Während sie warteten, überprüfte Vega rasch sein Helmsystem. Die Kamera funktionierte einwandfrei und übertrug ihre Bilder an den GDI-Satelliten, der sich gerade über B-11 befand; es würde eine umfassende Aufzeichnung von allem geben, was jeder einzelne Soldat tat. Das mochte sich als nützlich erweisen, sowohl als historisches Dokument als auch für etwaige Kriegsgerichtsprozesse, denn Kameras lieferten sehr viel zuverlässigere Zeugenaussagen als Soldaten, die im Kampf unter Stress oder sogar Schock standen.
Die Nachtsichtvorrichtung allerdings funktionierte nicht.
"Mein Infra geht nicht", sagte er, nachdem er einmal seitlich gegen seinen Helm geklopft hatte, jedoch ohne Erfolg.
Momoa schüttelte den Kopf. "Scheiße. Da brauchst du wohl Geek, den Griechen."
"Sie haben geläutet?" Ein Corporal trat auf Vega zu. Er trug einen Standard-Kampfanzug, war aber nur mit einer Pistole bewaffnet und hatte keinen Helm überm Kopf. Eine Hand ausstreckend sagte er: "Jason Popadopoulus, Technisches Korps. Man nennt mich Geek, den Griechen, weil die meisten dieser Tibköpfe 'Popadopoulus' nicht aussprechen können. Lassen Sie den Helm mal sehen."

Vega drückte Popadopoulus' Hand, dann löste er die Verriegelung des Helms und nahm ihn ab. Bevor er aber Popadopoulus den Helm reichen konnte, nahm ihm dieser das Ding bereits aus der Hand.
"Ah, ich seh schon, der Veeblefetzer ist nicht richtig ans Frammistan angeschlossen, da brauch ich also einen Potrezebie, um das wieder hinzukriegen."
"Komm schon, Geek", sagte Momoa, "du hast's dir ja noch nicht mal angeschaut."

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"Der Veeblefetzer ist nicht richtig ans Frammistan angeschlossen."
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"Außerdem hat er sich das alles aus den Fingern gesogen", sagte Vega grinsend. Auf Popadopoulus' überraschten Blick hin ergänzte Vega: "Mein Zimmergenosse auf dem College hatte eine riesige Sammlung alter MAD-Hefte."
Grinsend griff Popadopoulus in eine seiner Taschen, holte ein Werkzeug hervor und tat damit irgendetwas im Innern von Vegas Helm.
"Ist das der Potrezebie?", fragte Vega.
"Nur ein Schraubenzieher. Die Verbindung hat sich gelockert." Ein letzter Grunzlaut, dann steckte er den Schraubenzieher wieder ein. "Bitteschön. Bringen Sie ihn noch mal vorbei, wenn die Operation gelaufen ist. Die Helme für Rüben Ihrer Größe verstellen sich schon, wenn nur eine Pinzette drauf fällt. Also wird er's wahrscheinlich gar nicht mehr tun, wenn Sie hier fertig sind. Wenn ein System ausfällt, dann …"
"… schlag ich mal dagegen, ich weiß."
"Guter Mann. Sonst noch was?"
Bevor Vega noch mal den Mund aufmachen konnte, sagte Momoa: "Das heißt also, Veeblefetzer gibt's gar nicht? Was soll der Quatsch, ey? Was, zum Teufel, hast du dann die ganze Zeit repariert?" Die anderen gaben sich alle Mühe, nicht laut zu lachen, da sie nur ein paar Meter von dem von den Nods besetzten Convention Center entfernt waren, aber Momoas gequälter Ausdruck machte es ihnen nicht leicht.

Vega, der Popadopoulus anschaute, sagte: "Tut mir leid, dass ich Ihnen den Witz ruiniert habe."
"Keine Sorge, mir fällt schon ein neuer ein. Mit dem guten Private Momoa ist das so einfach, wie auf Fische in einem Schnapsglas schießen."
Jemand von Alpha rief: "Hey, Geek, das verdammte GD2 klemmt schon wieder."
Mit einem Blick auf Vega sagte Popadopoulus: "Von wegen klemmt nie. Verdammte Ingenieure. Komme gleich, Bennett!"

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"Kompanien Eins und Zwei auf Position."
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Als der Techniker davontrabte, hob Henry eine Hand ans Ohr, dann sagte er: "Kompanien Eins und Zwei auf Position. Vega, Helm aufsetzen!"
Das hatte Vega ohnehin gerade tun wollen. Er ließ den Helm einrasten und hörte Stimmengewirr über die Lautsprecher.
"Scharfschütze eins auf Position."
"Scharfschütze zwei auf Position."
"Scharfschütze vier bereit."
Dann erklang Opahles Stimme, die Vega sowohl über den Helm als auch direkt vor sich hörte: "Scharfschütze drei, was ist los, verdammt?"
"Verzeihung, Ma'am, die Scheißmunition lässt sich nicht laden."
Popadopoulus rannte zu Opahle. "Soll ich …?"
"Nein", antwortete Opahle. "Emmanuelli, ich schwöre bei Gott, Buddha, Allah, Jahwe und meiner Großtante Fanny, wenn Sie nicht endlich lernen, wie man ein GLS 70 lädt, mach ich es mir zur Lebensaufgabe, dafür zu sorgen, dass man Sie versetzt, und zwar …"
"Scharfschütze drei bereit!", kam eine hastige Meldung. Vega nahm an, dass Emmanuelli nicht wissen wollte, wohin sie versetzt werden würde, wenn sie Opahle enttäuschte.

"Faur, mussten wieder Sie die Waffe laden?"
"Nein, Ma'am."
"Lügen Sie mich an, Faur?"
"Ja, Ma'am."
"Wir drei werden uns mal unterhalten, wenn diese Sache vorbei ist. Das heißt, eigentlich wird es ein Monolog sein, und ich stelle Ihnen schon einmal viele Flüche in Aussicht. Ende." Sie wandte sich an Henry. "Tut mir leid, Captain."

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"Ein schlechter Scharfschütze ist noch schlimmer als gar keiner."
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"Darüber reden wir später", sagte Henry abschätzig. Dann berührte er wieder seinen Helm. "Kompanien Drei, Vier und Fünf auf Position."
Vega zog das GD2 von seiner Brust und machte sich bereit. Sie warteten darauf, dass das Dritte Bataillon mit den Luftangriff begann, dann würden sie vorrücken.
"Scharfschütze eins", sagte Henry, "wie sieht's aus?"
"Patrouillen an allen Eingängen. Vier an jeder Tür."
"Was ist mit dem Dach?"
"Nichts, Sir."
Das entlockte Henry tatsächlich ein Lächeln, doch das war ein Ausdruck, für den sein Gesicht nicht geschaffen war, und Vega ertappte sich bei dem Wunsch, Henry nie wieder lächeln zu sehen.
"Die dämlichen Tibköpfe haben keine Scharfschützen?", sagte Momoa verwundert. "Schick!"
"Wenn sie keine guten Schützen haben", erklärte Gallagher, "dann bringt's ja auch nichts. Ein schlechter Scharfschütze ist noch schlimmer als gar keiner."
"Ja, aber wenn sie keine haben", sagte Vega, "dann gleichen sie das wahrscheinlich anderweitig irgendwie aus und …"

Eine Explosion dröhnte rechts von und über ihnen. Vega schaute instinktiv auf und sah, dass die oberen Stockwerke des Hotels von einer Feuerwolke verschluckt wurden; dann duckte er sich, als Glas und Stahl vom Himmel herabregneten.
"Scheiße!" Das war Momoa. Seine nackten Armen waren von mehreren Glasscherben zerschnitten worden.
"Alle Kompanien, los, los, los!", schrie Henry, und augenblicklich rannten die Kompanien Sechs und Sieben auf das SDCC zu. Auf den Luftangriff zu warten kam nicht länger in Frage.

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"Eine Explosion dröhnte rechts von und über ihnen."
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Lipinski übernahm mit zwei von ihren Leuten, die mit Railguns bewaffnet waren, die Führung. Rasch bezogen sie auf der anderen Seite des Buschwerks Stellung und fingen an zu schießen. Die übrigen Angehörigen der Kompanien Sechs und Sieben rannten alle auf das SDCC zu, und die Vorderen nahmen den Bürgersteig vor den Eingängen unter Beschuss, wo die Wachen, die Scharfschütze eins erwähnt hatte, postiert waren.
Vega gab sich alle Mühe, nicht daran zu denken, dass Scharfschütze eins – wie auch die anderen Scharfschützen, darunter Faur und Emmanuelli – tot waren.
"Verdammte Nods!" Bowles rannte neben Vega. "Für diese verfluchte Scheiße werden sie sterben!"
Die Railguns machten kurzen Prozess mit der am nächsten stehenden Wache, aber der zweite Posten, der niederging, schaffte es noch, sich am Boden zu drehen und abzudrücken.
Grüne Energiestrahlen stachen aus der Mündung seiner Waffe. Einer der Strahlen traf Lipinski direkt in die linke Schulter, brannte sich hindurch, und ihr Arm fiel zu Boden. Eine Sekunde später folgte Lipinski selbst.

"Ich glaub, ich spinne! Wo, zum Teufel, haben die …?" Bowles' verschluckte den Rest seiner Frage, als Momoa mit blutenden Armen an ihnen vorbeirannte und alle vier verbliebenen Wachen mit seinem GD2 niedermähte.
Da Lipinski tot war, musste Henry ― wie Vega wusste ―, eine Entscheidung treffen, sobald sie im SDCC waren. Vega nahm an, dass Henry mit dieser Gruppe gegangen war, weil er zu denen gehören wollte, die Takeda retten würden. Das war im Grunde keine Überraschung, da dies das oberste Ziel dieses Teils der Operation war. Das hieß aber, dass Henry die Siebte Kompanie nach oben begleiten würde.

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"Das Dritte Bataillon kommt zu spät."
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Doch nun war die Befehlshaberin der Sechsten Kompanie tot. Henry musste sie also ersetzen und die Sechste in die Ausstellungshalle führen. Aber würde er das tun?
Während Vega darüber nachdachte, erklang über ihnen eine Reihe von Überschallknallen, gefolgt von kleinen Explosionen. Das Dritte Bataillon kommt zu spät, dachte Vega vorwurfsvoll, rügte sich dann aber im Stillen dafür. Sie können ja nichts dafür, dass die Nods im Hotel diese Sprengfallen installiert hatten. Er hörte außerdem, wie im SDCC eine Railgun abgefeuert wurde.
Die Kompanien Sechs und Sieben drangen durch die Glastüren, immer drei auf einmal, sich gegenseitig deckend. Vega versuchte die Leichen der GDI-Kameraden zu übersehen, deren Körper von den Energiewaffen der Nods fürchterlich zugerichtet waren. In den meisten klafften Löcher, einige davon so groß, dass Vega bis auf den Asphalt, auf dem sie lagen, hindurchschauen konnte.

Wie haben sie das überhaupt fertiggebracht? Vegas Vater hatte ihm erzählt, dass die GDI seit Jahren versuchte, Energiewaffen zu entwickeln, aber man bekam den Energieverbrauch nicht in den Griff. Um effektiv zu sein, brauchten sie eine gewaltige Energiequelle, eine, die mehr Energie verbrauchte, als es für die Massenproduktion rentabel war. Tiberium war die einzige Energie erzeugende Substanz, die da in Frage kam, aber niemand wusste, wie es sich als Energiequelle verwenden ließ, ohne dass es die Waffe selbst verseuchte, und viele Leute wollten es aus Prinzip nicht, weil sie das Tiberium ausschließlich als Geißel der Welt betrachteten. Soweit Vega wusste, war die GDI weit davon entfernt, dieses Problem zu lösen. Sieht so aus, als hätten Kane und seine Leute es geschafft.

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Auftritt Kane.
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Kane. Auf der Huron waren die Nachrichten über die Zerstörung der Philadelphia abgespielt worden – wohl um sie alle aufzupeitschen, wie Vega annahm, was allerdings gar nicht nötig gewesen wäre –, darunter auch Kanes Botschaft. Die Überraschung war, dass Kane noch lebte, da jedermann dachte, es hätte ihn vor zwölf Jahren in Kenia erwischt. Vegas Vater hatte es nie recht glauben wollen – "Man hat keine Leiche gefunden, mein Sohn", hatte er gesagt, "und dieser Tibkopf hat mehr Leben als drei Katzen zusammen" –, und wie üblich hatte Dad recht gehabt.
Während sie vorrückten, um den Bereich zu sichern, in dem sie sich befanden, fragte sich Vega, warum so viel zerbrochenes Glas auf dem Boden lag. Die Türen selbst waren unversehrt.
Als beide Kompanien im Gebäude und in Sicherheit waren – Vega ging davon aus, dass die übrigen GDI-Kompanien die anderen Nod-Patrouillen angriffen –, wandte sich Henry an Opahle. "Lieutenant, holen Sie Takeda!"

Opahle wirkte überrascht, dass Henry diesen Teil der Operation abgab, dann nickte sie. "Ja, Sir."
Vegas Respekt für Henry stieg um eine Stufe höher. Er tat, was für das Bataillon am besten war, nicht, was für ihn – für seine Karriere - das Beste gewesen wäre.
"Sechste Kompanie, vorwärts!", rief Henry, dann warf er Opahle einen Blick zu. "Vermasseln Sie's nicht, Lieutenant."
"Nicht im Traum, Sir." Sie wandte sich an ihre Soldaten. "Siebte Kompanie, gehen wir. Kim, Momoa, McAvoy, an die Spitze."

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"Bevor er abdrücken konnte, wurde der Soldat von Kugeln durchsiebt. "
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Um die zweite Ebene zu erreichen, wo Takeda angeblich festgehalten wurde, mussten sie die Rolltreppe hinaufrennen. Die drei, die Opahle als Erste losschickte, waren, wie Vega auffiel, die drei Größten der Kompanie. Vega nahm an, dass sie als große Ziele jegliches Feuer auf sich lenken sollten.
Auf einmal fiel Vega das Atmen schwer. Sechshundert Meter zu rennen hatte ihn in keiner Weise beeinträchtigt, aber der Anblick all dieser Toten, zu wissen, dass auch die Scharfschützen umgekommen waren …
Reiß dich zusammen, Greenhorn!, tadelte er sich.
Er schaute auf …
… und sah den Noddie, der sich unter der Rolltreppe versteckte und die drei Mann an der Spitze anvisierte. Vega hob sein GD2 zum Schuss.
Bevor er abdrücken konnte, wurde der Soldat von Kugeln durchsiebt. Vega drehte den Kopf und sah, dass es Gallagher gewesen war, die ihn ausgeschaltet hatte.
"Netter Schuss, Gallagher", sagte Goodier.
"Scheiße", brummte Vega. Das hätte mein Schuss sein sollen, nicht der von diesem blöden Weibsstück.
Momoa fing an zu schießen, als sie die Treppe zu drei Vierteln hinter sich gelassen hatten, und feuerte in mehrere Richtungen.

"Verdammt, was soll das, Pinscher?", rief entweder Kim oder McAvoy; Vega konnte ihre Brustpanzer nicht sehen.
Die breiten Schultern hebend, sagte Momoa: "Wollte nur sichergehen. Ist ja keiner von uns dort oben."
"Sieht aus, als hättest du einen erwischt", meldete entweder McAvoy oder Kim.
Als Vega zusammen mit Gallagher, Brodeur und Bowles das obere Ende der Rolltreppe erreichte, sah er einen Nod-Soldaten, der über einer Railgun zusammengesackt war. Deren Mündung zielte auf das große Fenster – oder besser gesagt, auf das große Loch im Fenster. Daher also das zerbrochene Glas. Und all das Railgun-Feuer.
"Gut gemacht, Pinscher", sagte Opahle. "Lasst uns nach Plan vorgehen, Leute!"
Während sie diese Worte sagte, erwachte eines der kleineren Displays in Vegas Helm zum Leben und zeigte die gleiche schematische Darstellung, die sie zuvor auf dem Holo gesehen hatten und die er sich nach dem Briefing noch einmal angeschaut hatte.
Dann erlosch das Bild.
Vega versuchte, es wieder aufzurufen, und als das nicht funktionierte, hieb er seitlich gegen seinen Helm. Immer noch nichts.
"Scheiße", grummelte er.

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"Daher also das zerbrochene Glas. Und all das Railgun-Feuer."
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Goodier führte sie durch einen der breiten Gänge der ersten Etage. Die anderen Einheiten entfernten sich in andere Richtungen. Vega hielt sich an Brodeur und ging ihm hinterher. Bislang schien die 22. der "Standardmäßigen Operationsvorgehensweise" zu folgen. Und mitten in einer Operation war auch nicht der richtige Augenblick, um herausfinden zu wollen, ob Goodier, Opahle, Henry, Hastings oder McNeil vielleicht doch irgendeine andere SOV-Variante hatten, von der ihm niemand erzählt hatte in den dreieinhalb Sekunden, die er bei der Division war. Außerdem wackelte sein HUD, und es war keine Zeit, dass Geek, der Grieche, es mit seinem Potrezebie reparierte.

Als sie den Korridor hinuntergingen, fühlte sich Vega von dem Grau ringsum beinahe erschlagen. Die Wände waren hellgrau, der Teppich von einem dunkleren Grau und die Farbe der Decke sowie der Türen zu den Konferenzräumen lag irgendwo dazwischen. Das alles brauchte wohl auch nicht allzu bunt zu sein, aber Vega fragte sich, warum man sich nicht wenigstens darum bemüht hatte.
Einheit Epsilon überprüfte der Reihe nach jeden Konferenzraum entlang des Korridors, aber sie waren alle leer bis auf Stühle und ein Podium.
Golden und zwei andere, die Vega nicht kannte, waren im Begriff, den letzten Raum am Ende des Korridors zu überprüfen, und gerade als sich Golden der Tür näherte, während ihm die anderen beiden Deckung gaben, schaltete Vegas Helm um auf Nachtsicht.
Er wollte schon ein weiteres Mal gegen den Helm schlagen, als ihm etwas Merkwürdiges auffiel: eine Wärmesignatur in der Decke, die sich nicht auf Höhe einer der Lampen befand. Es war nur ein kleiner Kreis.
Wie die Mündung einer Energiewaffe.
Vega schoss augenblicklich auf die Signatur.

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Keith R. A. DeCandido: COMMAND & CONQUER 3: Tiberium Wars, Band 1
Panini Books
ISBN 978-3-8332-1644-2
Im Buchhandel erhältlich