Colin McRae Rally 2005 (PC-Test)
(von Virgel)

Schlammschlacht: Wenn Autos eingesaut, Motorhauben zerbeult werden und Kratzer an allen Ecken und Kanten am eigenen Auto erscheinen, würde jeder der sein Auto lieber schiebt als fährt sofort verzweifeln und den Notarzt rufen.

Aber nicht in Colin McRae Rally 2005, den hier macht es richtig Spaß das Auto zu verdrecken und zu verbeulen.

Karrierehai

Sieben Monate nach dem letzten Teil kommt »Colin McRae Rally 2005« auf uns zu und bietet einige große und auch kleine Verbesserungen.

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Colin McRae Rally 2005 - Schlammschlacht im Auto! Was will man mehr?

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Eine große Verbesserung im Spiel ist der Karrieremodus. Dieser kommt in »Colin McRae Rally 2005« zu seinem ersten und gelungenem Einsatz. In 23 Meisterschaften kann der Spieler jetzt sein Können unter Beweis stellen und sich mit anderen Rallymeisterschafts Teilnehmern messen. Mit Siegen verbessert man die Fahrereinstufung und schaltet so neue Rallyveranstaltungen frei. Teilweise benötigt man auch einen speziellen Wagen in der Garage, um an einer Meisterschaft teilnehmen zu können. Neue Fahrzeuge schaltet man frei, indem man sich einfach einen Platz unter den ersten Fahrern die das Ziel erreichen, sichert. Die Rallyveranstaltungen führen durch insgesamt 9 Länder wie England, Finnland, USA, Schweden, Japan, Griechenland, Spanien, Australien und zum ersten Mal dabei ist auch Deutschland. Leider werden nur Fans der Reihe wirklich grobe Unterschiede auf den Strecken erkennen, denn diese unterscheiden sich nicht wirklich voneinander.

Geniales Fahrgefühl
Die Steuerung ist sehr gut gelungen und reagiert perfekt auf alle Eingaben über Tastatur, Gamepad oder Lenkrad. Die Fahrphysik wirkt realistisch und läßt jeden Fehler nachvollziehbar wirken. So wundert man sich nicht über einen langen Bremsweg, wenn man vor einer Kurve schnell abbremsen muß und dann in die Büsche rauscht.

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Jedem Fahrzeug wurde eine eigene Fahrphysik verpaßt und das bringt viel Abwechslung ins Spiel, denn hat man sich an ein Fahrzeug gewöhnt und beherrscht dieses perfekt, kann das andere bei so manch einem Fahrmanöver schon so seine Zicken machen. So muß man sich immer wieder neu auf jedes Fahrzeug eingewöhnen und vertreibt sich so auch etwas die Zeit ;).

Leicht veraltet
Hat Codemasters bei der Fahrphysik auch viel Zeit investiert, so wurde die Grafik anscheinend fast gar nicht angefaßt. So erinnert das Aussehen der Strecken sehr an den Vorgängerund macht einen etwas sterilen Eindruck. Die Texturen der Umgebung und die der Zuschauer wirken etwas veraltet und nicht mehr zeitgemäß, zumindest wenn man sie im Vergleich mit Spielen anderer Genres vergleicht. Allerdings sind Umgebungsgrafiken bei einem Autorennspiel zwar nicht gänzlich unwichtig, aber entscheidend sollten sie auch nicht sein.

Da helfen auch Kleinigkeiten, wie das Laub das vom Baum herabfällt wenn man mit diesem kollidiert, nicht das Spiel grafisch zu verbessern. Dafür läuft das Spiel aber auf einem System ab 1000Mhz, 256 MB Ram und GiForce Ti 4200 sehr flüssig. Auch das herunter-/hochsetzen der grafischen Einstellungen verändert wenig am grafischen Umfeld, sondern lediglich an den Fahrzeugen. Die "Fernsicht" sollte man auf jeden Fall auf Maximum stellen, da dies nur wenig Performance vom Rechner benutzt, aber InGame relativ sinnvoll ist.

Positiv zu bewerten sind die Feinheiten, die an den Fahrzeugen

vorgenommen worden sind. So wirken die Vehikel fast fotorealistisch, wenn diese über die Strecken donnern. Berührt das Fahrzeug eine Mauer oder Leitplanke, wirkt sich das in Form von exakt plazierten Kratzern an der Karosserie aus. Auch das Schadensmodel wurde in einigen Bereichen gegenüber alten Spielversionen stark verbessert. So sind die Auswirkungen von Unfällen, wie zum Beispiel zersplitternde Scheiben und zerbeulte Motorhauben, gegenüber dem Vorgänger detaillierter zu begutachten.

Runder Sound
Bei einem Rennspiel darf ein guter Sound natürlich nicht fehlen und so ist es auch in »Colin McRae Rally 2005« glücklicherweise nicht. Die Musik und Sound vermitteln den Eindruck als sitze man mitten im Auto und nicht vor dem PC. Die Strecke wird uns permanent von einem imaginären Beifahrer vorausgesagt und das in gut plazierten Abständen. Der restliche Sound wirft sich dem Spieler nicht

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brutal entgegen, sondern rieselt sanft in gutem Surroundsound aus den Lautsprechern und vermittelt eine angenehme Kulisse. So hat man während eines Rennens das im Regen stattfindet, direkt das angenehme Gefühl im trockenen zu sitzen und auf die bedauernswerten, weil nassen, Zuschauer zu sehen beim Blick aus dem Fenster.Einsteiger Willkommen
Ist man zum ersten Mal in der Welt von »Colin McRae Rally 2005« und startet ein Rennen, sollte man sich für den leichten Schwierigkeitsgrad entscheiden, den im schwierigen wird einem jeder grobe Fehler, wenn auch nachvollziehbar, zur Last gelegt und man landet schnell dort wo man nicht hin wollte.

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Im Karrieremodus kann man leider nur zu Beginn einen Schwierigkeitsgrad wählen und wenn man als Neuling zu Beginn den leichten wählt, hat man im späteren Verlauf, keine größeren Probleme zu fürchten. Trotzdem sollte man sich erst an das komplette Spiel gewöhnen, bevor man sich in seinen Fahrfähigkeiten überschätzt.

Die Gegner passen sich weitgehend dem fahrerischen Geschick des Spielers an und lassen diesen nicht allzu weit davon fahren oder hinten liegen. Unrealistische Fahrzeiten sind nicht vorhanden und so kommt nie wirklich Frust auf. Es besteht immer die Chance selbst im hohen Schwierigkeitsgrad, noch einmal alles zu geben und zu gewinnen.Streckenwahn
Seine Fähigkeiten kann man in 75 Strecken beweisen (22 mehr als im Vorgänger), die in einem recht großen Umfang variieren. So fährt man abwechselnd über asphaltierte Strassen, Kopfsteinpflaster und Waldwege, welche jeweils ein anderes Fahrverhalten vom Spieler erfordern. Trotzdem hat man leider schnell alles gesehen und wartet vergebens auf neue und abwechslungsreiche Strecken.

Nichtsdestotrotz ist die Streckenführung vorbildlich designt und fordert das höchste an Konzentration ab. Neu ist auch, daß man jetzt einstellen kann, ob es regnen oder zu welcher Tageszeit ein Rennen stattfinden soll.

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Leider sucht man dynamische Wetterwechsel vergeblich in »Colin McRae Rally 2005«. Über die einzelnen Strecken fährt man mit einem von 34 Autos wie zum Beispiel Volkswagen Golf V, Toyota Celica VVTLi, Alfa Romeo 147 GTA, Alfetta GTV Turbodelta, Mitsubishi Lancer Evo VIII, Peugeot 206 und dem 205 T16 Evo2. Einige der Fahrzeuge müssen erst durch Siege freigeschaltet werden.

Neulich in der Garage
Wer will, bastelt an seinem Auto herum. Dazu stehen sieben Tuning Optionen wie zum Beispiel die veränderbare Rahmenhöhe des Fahrzeugs zur Verfügung. Diese Veränderungen wirken sich auch auf

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die Fahrphysik aus und so sollte an sich genau überlegen was man tut oder läßt. Außerdem gibt es im Spiel die Möglichkeit, andere Fahrzeuge in kleinen Spielen zu testen und ein vorgegebenes Ziel zu erreichen. Gelingt dies, bekommt man nette Utensilien für sein Fahrzeug freigeschaltet.

Zusammenspiel
Der Multiplayermodus bietet Platz für 8 Spieler. Diese haben die Möglichkeit über Netwerk und Internet gegeneinander anzutreten.

Alle Fahrzeuge der Gegner werden hierbei durchsichtig dargestellt, also der Ghostmodus, der auch aus anderen Spielen bekannt ist, wird genutzt.

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Dies verhindert Unfälle mit anderen Spielern, nimmt aber auch bestimmte taktische Möglichkeiten weg. Wer nicht über ein Netzwerk verfügt, kann auch an einem PC nacheinander spielen oder via Splitscreen sein Glück versuchen.Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pros:
+ hochdetaillierte Fahrzeuge + Realistisches Schadensmodell + 75 Strecken, 34 Fahrzeuge + deutliche Tuningauswirkungen + präzise Steuerung + wunderschöner Surroundsound

Cons:
- nur für Fans - unspektakuläre Strecken - veraltete Streckengrafik - unausgewogener KarrieremodusPro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pros:
+ hochdetaillierte Fahrzeuge + Realistisches Schadensmodell + 75 Strecken, 34 Fahrzeuge + deutliche Tuningauswirkungen + präzise Steuerung + wunderschöner Surroundsound

Cons:
- nur für Fans - unspektakuläre Strecken - veraltete Streckengrafik - unausgewogener Karrieremodus