Wenn es um den Handel mit gebrauchten Spielen geht, dann wollen die meisten Publisher lieber Mittel und Wege finden, ihn zu unterbinden. Klar: Wird ein Spiel gebraucht weiterverkauft, so kann man schließlich kein zweites Mal Geld damit verdienen. Zwei Kunden bezahlen nur ein einziges Mal.

Codemasters - Gebrauchte Spiele führen zu Softwarepriaterie

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Spiele gebraucht kaufen ebnet den Weg zur Piraterie.
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Jetzt hat Rod Cousens, CEO von Codemasters, gesagt, dass das Verkaufen von gebrauchten Spielen den Weg zur Softwarepiraterie ebnet. Genau begründet hat er diese Aussage allerdings nicht.

Dabei gibt Cousens zu, dass der Handel mit gebrauchten Spielen keineswegs neu ist. Es gibt ihn sogar seit den Achtzigern, als es das „Try an Buy“-Verfahren aufkam. Aber es wäre damals nicht all zu verbreitet gewesen. Heutzutage wird es allerdings deutlich aggressiver beworben und es gibt eine ganze Gemeinschaft von Wiederverkäufern, die sich für den Handel mit gebrauchten Spielen einsetzt.

Durch dieses Vorgehen würde das Potenzial für Softwarepiraterie ausgeweitet. Immerhin müsste man die Spiele dann immer mehr ausnutzen und Platinum-Versionen oder Classic-Versionen auf den Markt bringen.

Warum nun genau der Handel mit gebrauchten Spielen zu Softwarepiraterie führt, wird allerdings nicht deutlich. Hier einen Zusammenhang herzustellen, fällt indes schwer, zumal auch der zweite Käufer das Spiel im Laden bezahlt - selbst wenn dafür nichts an den Publisher abgeführt wird, handelt es sich um eine legal erworbene Originalversion.

Es ist somit schwer vorstellbar, dass das legale Kaufen von gebrauchten Spielen einen Zusammenhang mit dem illegalen Aneignen von Spielen haben könnte - oder auch nur eine Hemmschwelle zum Softwarediebstahl senken könnte.