Semi Essessi, ehemaliger Mitarbeiter des inzwischen geschlossenen Codemaster-Studios in Guildford, wirft dem Unternehmen schlechte Arbeitsbedingungen vor. Gemeinsam mit dem Team arbeitete er an dem Multiplayer-Shooter Bodycount.

In seinem eigenen Blog macht er darauf aufmerksam, dass die Überstunden enorm waren. Rund 400 davon habe er davon innerhalb von 8 Monaten während der Arbeit an Bodycount geleistet.

Für diese Überstunden bekam er keine Entschädigung - ursprünglich sollte er statt Geld mit Urlaubstagen vergütet werden. Da das Studio aber geschlossen wurde, wurde aus diesen Urlaubstagen nichts.

Einige Monat später erhielten er und weitere Mitarbeiter plötzlich Geld von Codemasters, was anfangs als eine finanzielle Entschädigung für die Überstunden angesehen wurde. Doch kurze Zeit später wollte Codemasters das Geld innerhalb von 5 Tagen zurückhaben und merkte an, es hätte sich bei der Überweisung um einen Fehler gehandelt.

Würde man das Geld nicht an Codemasters zurückzahlen, so riskiere man laut Essessi viel Ärger mit dem Unternehmen. Für ihn war das ein Problem, immerhin musste er die Schulden zurückzahlen, die durch den Verlust der Arbeitsstelle entstanden sind. Codemasters befindet sich aktuell im "Dialog" mit den Mitarbeitern und rechtliche Schritte wurden noch nicht eingeleitet.

Es ist nicht das erste Mal, dass einem Entwickler bzw. Publisher schlechte Arbeitsbedingungen vorgeworfen wird. Das letzte prominente Beispiel war 'L.A. Noire'-Entwickler Team Bondi. Zudem ist es nicht unüblich in der Branche, dass zur sogenannten Crunch Time die Mitarbeiter länger und mehr arbeiten müssen.