Civilizations 4 Warlords Preview Von Thomas Bayer

E
s soll Civilization-IV-Strategen geben, denen das Spielprinzip einfach viel zu friedlich geworden ist. Nichts mehr mit großen Schlachten, in denen die feindliche Zivilisation mit Hilfe militärischer Übermacht dem Erdboden gleichgemacht werden konnte.

Dennoch war der Titel ein großer Erfolg - gleich zwei Gründe, ein Add-On nachzuschieben. In Warlords, so der Name der Erweiterung, liegt der Fokus im Vergleich zum Basisspiel ganz klar auf der kriegerischen Komponente.

Civilization 4: Warlords - E3 2006 Trailer

Civilization 4: Warlords - Eher neues Spiel als Add-On: Warlords glänzt mit riesigem Umfang.

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 21/241/24
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Wichtigste Neuerung sind - der Name lässt es bereits vermuten - die so genannten Warlords. Das Add-On bietet aber wesentlich mehr als die kampferprobten Superhelden. Neue Weltwunder (Beispiel: die chinesische Mauer), Völker, Szenarien und zusätzliche Einheiten verleihen dem Spiel neuen Schwung.

Doch zurück zu den "Kriegshelden": Zehn an der Zahl stehen zum Einsatz bereit, darunter Promis wie Kaiser Augustus und der russische Diktator Stalin. Jeder Obermacker verschafft euch spezielle Boni, wie zum Beispiel schnelleren Erfahrungsgewinn für angeschlossene Einheiten oder günstigere Baukosten für Mauern.Von Lords und Generälen
Trotz erheblichen Vorteilen in Sachen Trefferpunkten gegenüber gewöhnlichen Einheiten können auch die Warlords verwundet werden. Werden die Verletzungen zu schwer, ist eine Runde Pause angesagt. Ohne ein wachsames Auge werdet ihr also nur begrenzt Freude an Chruchill & Co haben. Große Armeen brauchen fähige Kommandanten, und so spendierte Firaxis eine weitere Neuerung: Generäle. Diese Jungs unterstützen wahlweise eure Truppen oder stampfen an einem Ort eurer Wahl eine Akademie aus dem Boden.

Wer keinen Bock auf die bekannten Völker hat, kann nun auch in der Rolle von Osmanen, Koreanern, Karthagern, Kelten, Wikingern und Zulus in den Kampf ziehen. Jedes Volk hat dabei ein neues Spezialgebäude spendiert bekommen, das individuelle Vorteile mit sich bringt.

Civilization 4: Warlords - Eher neues Spiel als Add-On: Warlords glänzt mit riesigem Umfang.

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 21/241/24
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Dsching, Dsching, Dschingis Kaaaahn! Auf Kampagnenseite stehen sechs historisch korrekte Szenarien bereit. So zieht ihr beispielsweise als Alexander der Große nach Persien, raubt und brandschatzt als Dschingis Kahn oder stürzt euch in den peloponnesischen Krieg. Die neuen Szenarien spielen sich dabei grundverschieden: Das Nomadenvolk von Dschingis Kahn beispielsweise kann keine eigenen Gebäude errichten. Ihr seid also darauf angewiesen, fremde Territorien und Städte zu erobern. Während des peloponnesischen Krieges sitzt euch ein Zeitlimit im Nacken, nach dessen Ablauf das Szenario unwiederbringlich verloren ist.

Civilization 4: Warlords - Eher neues Spiel als Add-On: Warlords glänzt mit riesigem Umfang.

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 21/241/24
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Für faule Spiele implementierte Firaxis das Vasallentum. Besiegte Staaten bieten sich dabei als eure Vasallen an, ihr Land gehört dann euch und muss lediglich verteidigt werden. Alles andere machen eure einstigen Gegner unter sich aus. Ebenfalls für Ruhe im eigenen Land sorgt die chinesische Mauer. Das neue Weltwunder ist ein wahres Abwehrbollwerk und schreckt umherziehende Räuber und Nomaden derart ab, dass die schweren Jungs sich nicht mehr an euch herantrauen.Ausblick
Sehr löblich von Firaxis, Warlords derart umfangreich zu gestalten. Sechs Nationen, zehn Staatsoberhäupter, drei Weltwunder, sechs Szenarien, Generäle, Vasallen und vieles mehr haben die Entwickler in das Add-On gepackt und machen Warlords damit fast schon zu einem komplett neuen Spiel.

Vor allem kriegerisch orientierte Spieler werden ihre wahre Freude haben. Wenn Firaxis jetzt nicht in letzter Minute den Gold-Mastern vertauscht, sollte eigentlich nichts mehr schief gehen.