Civilization 4: Colonization – Test

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Kaum zu glauben: 14 Jahre alt und gut wie eh und je

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von Björn Schick, 24. September 2008 15:33 Uhr

Vermehrt euch!

Die zweite Möglichkeit neue Anwohner in die Siedlung zu holen, ist der Bau von Missionen in den umliegenden Eingeborenendörfern. Mit der Zeit erhält man so immer wieder konvertierte Ureinwohner, die dann frei auf die eigenen Städte verteilt werden können. Die letzte Möglichkeit zum Städtewachstum ist eine florierende Nahrungsmittelproduktion. Denn mit der überschüssigen Energie können sich die Immigranten rasch vermehren und schaffen so neue willige Arbeitskräfte.

Screenshot zu: Kaum zu glauben: 14 Jahre alt und gut wie eh und jeVon Zeit zu Zeit melden sich die Ureinwohner und helfen einem mit Geschenken bei der Entwicklung der Kolonie.

Hat man schließlich genügend Arbeiter zur Verfügung, kann man diese auf die verschiedenen Produktions- und Rohstoffbetriebe verteilen. Durch Bildungseinrichtungen oder durch das Anwerben von Fachkräften in Europa lassen sich zudem Spezialisten gewinnen, die die Produktivität deutlich steigern. Versteht man sich mit den Ureinwohnern gut, bieten einem diese außerdem ihre eigenen Kenntnisse an, woraufhin man seine Einheiten in den Dörfern der Eingeborenen schulen lassen kann.

Ist die Produktionskette schließlich in Gang gesetzt, gilt es die erstellten Produkte unters Volk zu bringen. Dieses sitzt zu Beginn des Spiels zumeist noch in Europa, denn da man zu diesem Zeitpunkt noch keine oder nur wenig Steuern an den gierigen König zahlen muss, lohnt sich der Transport der Waren zum Mutterland noch. Spätestens mit der Unabhängigkeitserklärung sollte man jedoch seine Neukundengewinnung auf dem amerikanischen Kontinent abgeschlossen haben, so dass man nicht mehr von den einstigen Verbündeten in Europa abhängig ist.

Screenshot zu: Kaum zu glauben: 14 Jahre alt und gut wie eh und jeImmer wieder meldet sich der gierige König und verlangt Tributzahlungen oder erhöht gar die Steuersätze.

Leider lassen sich derartige Grundsatzentscheidungen kaum über komfortable Handelsmenüs festlegen, denn die Ein- und Verkäufe von und an andere Parteien müssen allesamt von Hand durchgeführt werden. Innerhalb der eigenen Siedlungen lassen sich Import- und Exportmengen zwar für jedes einzelne Gut festlegen, woraufhin die entsprechenden Einheiten auf Wunsch automatisch von Schiffen und Kutschen hin und her transportiert werden; das gemütliche Anlegen von Handelsrouten zwischen den verschiedenen Völkern sieht „Civilization IV – Colonization“ jedoch nicht vor.

Doch auch die angesprochenen Transporte innerhalb der neuen Kolonie hätte man anno 2008 besser lösen können. Zwar lassen sich neben den ausgewählten Transportgütern auch Minimalbestände festlegen, einen automatisierten globalen Austausch gibt es aber nicht. Fehlen etwa in einer Ortschaft Werkzeuge für den Bau eines bestimmten Gebäudes, müssen diese entweder dort hergestellt oder aber als Importgut ausgewählt werden.

Erst dann sucht die Kutsche einen Ort, der die Werkzeuge als Exportware führt und bringt die begehrten Güter dann zum Zielort. Benötigt man die Werkzeuge später nicht mehr, muss das Häkchen bei Import wieder entfernt werden. Hier wäre eine Bedarfsoption sinnvoll gewesen, die abseits der eigentlich Import- und Exportmengen automatisch überschüssige Güter dorthin bringt, wo sie für Konstruktionen dringend benötigt werden.