Bevor man aber im Jahre 1492 den heimatlichen Hafen verlassen kann, muss überhaupt erst ein Spiel erstellt werden. Neben dem Schwierigkeitsgrad und der Größe der Karte muss hier vor allem erst einmal die zu lenkende Fraktion gewählt werden. Franzosen, Engländer, Holländer und Spanier stehen zur Wahl, jeweils mit zwei unterschiedlichen Anführern. Diese unterscheiden sich durch verschiedene Attribute, die deutlichen Einfluss auf den Spielverlauf haben.
Das grafische Fundament stammt aus dem drei Jahre alten „Civilization IV“, was man dem Titel jederzeit anmerkt.Während die Engländer anscheinend genug vom Fünf-Uhr-Tee haben und sich sehr auswanderungsfreudig geben, punkten die Holländer mit stabilen Marktpreisen. Die Spanier geben sich hingegen äußerst durchsetzungsfähig und unterwerfen so die Ureinwohner sehr viel rascher als die Franzosen, die dafür besonders gut mit den Stämmen des neuen Kontinents interagieren können.
Eines eint die Neuankömmlinge hingegen allesamt: Ohne eine florierende Wirtschaft wird der Ausflug in die neue Welt ein kurzer. Denn wie schon im ursprünglichen „Colonization“ von 1994, setzt auch die Neufassung in erster Linie auf die Organisation des Handels sowie der Produktionsketten und Warenwege.
Anfangs ist Europa noch ein hilfreicher Handelspartner; später sollte man sich seine Partner eher auf dem neuen Kontinent suchen.Zu Beginn der Besiedlung des Kontinents hat man gerade einmal ein Schiff mit zwei Einheiten an Bord zur Verfügung. Ist das herbeigesehnte Festland schließlich erreicht, errichtet man mit einem der beiden Landgänger sogleich eine Siedlung an geeigneter Stelle. Während in „Civilization“ ab diesem Zeitpunkt die Siedlung mehr oder minder von selbst wächst und man die Entwicklung eher durch die Anbindung an eine gute Infrastruktur und durch das Errichten von Bauwerken beeinflussen kann, muss man in „Colonization“ einen anderen Weg gehen.
Denn echtes Wachstum erreicht man nur durch das Ansiedeln von neuen Bewohnern. Diese kann man auf drei Arten in das neu gegründete Städtchen locken. Zu Beginn geschieht dies am einfachsten durch den Transport von auswanderungswilligen Europäern per Schiff. Diese werden durch das Ansammeln von Kreuzen angelockt, was in Kirchen geschieht. Jedes Gebäude in der Stadt kann übrigens im Laufe der Zeit erweitert werden, was zugleich die dort durchgeführten Produktionsabläufe optimiert, doch dazu später mehr.
von Take-Two Interactive, FiraxisGenre: Rundenbasierte StrategiePC: 3. Quartal 2008Offizielle WebseiteFreigegeben ab 6 Jahren
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