Civilization (N-Gage Review)
von Anja Rudlaff

Wer kennt es nicht, das Strategiespiel Civilization, das uns seit den Neunzigern auf PC und Konsolen über Stunden zu fesseln vermochte. Für alle, die sich jetzt auch unterwegs zum Herrscher über Imperien aufspielen möchten, ist dies jetzt auf dem N-Gage möglich.

Civilization - Klassiker für unterwegs: Macht Civilization auf dem N-Gage genau so viel Spaß?

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Mobiles Imperium
Civilization ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, dessen Vorbild eindeutig der 2. Teil der PC-Serie ist, dessen erklärtes Ziel immer noch die Weltherrschaft ist. Aber Spaß beiseite: Es gilt durch Verhandlungsgeschick, wirtschaftliche und politische Maßnahmen seine Städte von der Pieke auf zu gründen und zum Aufblühen zu bringen. Auf das Euer Imperium wächst und gedeiht.

Am Anfang war ein Siedler
Im übersichtlichen Menü gelangt Ihr in ein neues bzw. gespeichertes Spiel.

Außerdem könnt Ihr in die Hall of Fame blicken, in den Einstellungen am Sound rumschrauben, vereinfachte Kampfeinstellungen und andere Besonderheiten wie den Bloodlust-Modus wählen sowie zum Tutorial gelangen. Abschließend gibt es natürlich Credits und Exit. Auf einen Multiplayer-Modus wurde gänzlich verzichtet.

Packshot zu CivilizationCivilizationErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Im Spiel-Modus gelangt Ihr nach einer kurzen Einführung in die Zeiten des alten Roms und dürft nun erstmal auf Cäsars Pfaden wandeln. Zum Städte- und Straßenbauen habt Ihr anfangs nur einen Siedler zur Verfügung. Und weil Wüsten erfahrungsgemäß nicht so einfach in der Bewirtschaftung sind, beginnt Ihr am besten in der Nähe eines Flusses. Dieser sowie Waldgebiete bieten natürliche Ressourcen, die sowohl die Ernährung als auch Material für den Häuserbau gewährleisten. Je größer Eure Städte werden, desto mehr müsst Ihr für die nötige Infrastruktur sorgen, um die Grundbedürfnisse Eurer Einwohner zu befriedigen.
Gemäß dem Spielprinzip müsst Ihr natürlich auch für Fortschritt auf dem Gebiet der Forschung und Wissenschaft sorgen. So entstehen Gebäude, Kampfeinheiten und die dazugehörigen Waffen, die Ihr braucht, um sich der zahlreichen Feinde und Neider zu erwehren. Zu diesem Zweck lässt sich das eigene Reich mit Forts und militärischen Einheiten stärken. Immerhin gibt es 21 Nationen, darunter Chinesen, Japaner, Engländer und sogar Deutsche. Spiele werden jeweils rundenbasiert ausgeführt, also, bei einem Spiel mit maximal sieben Nationen zieht erst Ihr und dann die KI nacheinander mit den anderen Nationen. Da solltet Ihr natürlich lieber Eure diplomatischen Beziehungen pflegen. Immerhin heißt das Spiel Civilization und nicht Risiko.

Technisch graues Mittelalter
Nun, auch im Mittelalter gab es natürlich haufenweise kluge Köpfe und Wissenschaftler. So rückständig waren die nämlich gar nicht. In Anbetracht dieses Spiels könnte man aber annehmen, dass sich die Entwickler noch in grauer Vorzeit tummeln.

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Denn jene haben sich zeitweilig so akribisch an die optischen und akustischen Genüsse der PC-Versionen von vor über zehn Jahren gehalten, dass die technischen Möglichkeiten des N-Gage gar nicht genutzt werden. Landschaften und Einheiten erscheinen in einer mittelprächtigen 3D-Isometrie-Grafik-Karte.

Den zahlreichen Nationen stehen dabei nur vier Baustile zur Verfügung. Alles erscheint in historisierenden beige-braunen Abtönungen, die durch Waldgrün und Gewässerblau aufgelockert werden. Auf Spezialeffekte wird weitestgehend verzichtet.

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Auch soundtechnisch herrscht vornehme Zurückhaltung. Dafür liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der unbegrenzten Spieldauer und unglaublichen Spieltiefe. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase hat man sich an die Bedienung über die Tastatur gewöhnt: Die Tasten 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8 und 9 dienen der Steuerung über die Landschaftskarte. Mit 5 werden die Menü-Optionen aktiviert. Taste 7 kann den vorherigen Bildschirmausschnitt zurückholen. Über # steuert man den Kamera-Zoom. Die Mini-Übersichtskarte wird mit der Stern-Taste aktiviert. Mit der linken Bestätigungstaste werden Menüs angesteuert und mit der rechten der Spielzug bestätigt.