Civ City Rom Preview von Thomas Bayer

Firaxis und die Firefly Studios haben mehr gemein als nur die ersten drei Buchstaben des Firmennamens. Beide veröffentlichten in der Vergangenheit Spiele, deren Verkaufszahlen den einen oder anderen Entwickler vor Neid erblassen lassen dürfte.

Allen voran Sid Meier's Civilization-Reihe, die seit jeher für anspruchsvolle Aufbaustrategie steht. Um die besten Elemente von Caesar und Stronghold mit denen von Civ-Reihe zu verknüpfen, haben sich die beiden Entwickler nun zusammengetan.

CivCity: Rom - Civ City Rom - E3 2006 Trailer

Das Ergebnis heißt CivCity: Rom, eine Städtebausimulation mit Civilization-Elementen. Wir konnten uns an Hand einer Vorabversion ein Bild von den Qualitäten des Titels machen.

Schaffe, Schaffe, Häusle baue'

Eure Aufgabe ist es, eine blühende Stadt mit zufriedenen Bürgern zu erschaffen. Bis dahin ist es allerdings ein weiter Weg, denn zu Beginn müsst ihr mit einer Ansammlung von Zelten vorlieb nehmen, die eure Bürger um das Rathaus herum errichten. Wer in einfachen Verhältnissen lebt, hat keine hohen Ansprüche und fällt euch mit ständigen Wünschen auf die Nerven.

Das bedeutet, dass die Bewohner eures Zeltplatzes zunächst einmal schön den Mund halten und froh sind, überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben. Allerdings berappen sie keine Steuern, was sich schmerzlich im chronisch leeren Stadtsäckel bemerkbar macht. Um aus einer Ansammlung von schmutzigen Zelten eine Stadt wie das antike Rom zu machen, bedarf es einer Menge Planung und ständigen Neuerungen.

Aller Anfang ist schwer
Zunächst muss die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln sichergestellt werden, außerdem wollen die Bewohner trinken. Also schnell Bauernhof, Schlachter und Brunnen in die Nähe gebaut, und schon steigt die Zufriedenheit der Bevölkerung. Diesen und vielen andere für eure Planungen notwendigen Wert könnt ihr übersichtlich aufbereiteten Statistiken entnehmen - die Verwandtschaft mit Civilization lässt grüßen. Überhaupt gibt es eine Menge Einstellungsmöglichkeiten: Essensrationen, Steuern, Löhne, Arbeitszeit und vieles mehr lassen sich bequem einstellen.

CivCity: Rom - Civilization meets Stronghold. Firaxis meets Firefly. Und das Ergebnis überzeugt.

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Die Ergebnisse lassen nicht lange auf sich warten. Wer Löhne kürzt, Arbeitszeiten oder Steuern erhöht und die Nahrungsmittelversorgung reduziert wird bald ein chronisch unzufriedenes Volk in seiner Stadt hausen haben.

CivCity: Rom - Civilization meets Stronghold. Firaxis meets Firefly. Und das Ergebnis überzeugt.

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Mitwachsende Häuser
Die Unterkünfte eurer Bürger könnt ihr nicht direkt beeinflussen. Stattdessen passen sich Wohngebiete automatisch der Lebensqualität an.

Diese steigert ihr durch die geschickte Platzierung von Gebäuden, denn euer Volk hat keinen Bock auf lange Wanderungen. Besteht eure Stadt am Anfang aus einfachen Lehmhütten, einem Brunnen, dem Bauernhof und einem Metzger, fordern die Bewohner schon bald Ölhaine, Wein, Tempel, Bekleidungsboutiquen und vieles mehr.

CivCity: Rom - Civilization meets Stronghold. Firaxis meets Firefly. Und das Ergebnis überzeugt.

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Mit steigender Lebensqualität steigt auch die Zuwanderung. Neue Bewohner schlagen in eurer Stadt ihr Quartier auf und lassen die Bevölkerungszahl anschwellen. Aber Achtung: Sind die Immigranten nicht zufrieden, wechseln sie ihren Wohnort schneller als euch lieb ist. Dann bleibt nicht nur Arbeit liegen, sondern ihr habt auch mit sinkenden Steuereinnahmen zu kämpfen.

Der Pleitegeier lässt grüßen
Apropos Steuern: Wie auch in der realen Politik gilt: Ohne Moos nichts los. Wer also zu verschwenderisch mit seinem Vermögen umgeht, schaut schnell in die Röhre. Denn alle Gebäude kosten Geld - und das nicht zu knapp. Erschwerend kommt hinzu, dass euer Startkapital alles andere als üppig bemessen ist.

CivCity: Rom - Civilization meets Stronghold. Firaxis meets Firefly. Und das Ergebnis überzeugt.

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Vorsichtiges Haushalten ist also angesagt, um die Stadt nicht in den Ruin zu treiben bevor sie diesen Namen überhaupt verdient hat.

Aber nicht Steuereinnahmen lassen die Kasse klingeln, auch durch Handel mit benachbarten Städten bringt ihr Geld ins Stadtsäckel. Wer jedoch zuvor seine ganze Kohle mit dem Bau von Luxusgebäuden verprasst hat, wird sich wundern. Denn auch das Einrichten einer Handelsroute kostet erstmal Geld, bevor die Gewinne sprudeln.

CivCity: Rom - Civilization meets Stronghold. Firaxis meets Firefly. Und das Ergebnis überzeugt.

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Civilopedia is back!
Insgesamt könnt ihr über 100 Gebäude errichten, die Bandbreite ist dabei enorm. Stilecht ist sogar der Bau des Kolosseums möglich - dafür ist jedoch erstmal Sparen angesagt. Denn solche Prestigebauten sind schweineteuer. In typischer Civ-Manier habt ihr als Städtebauer Zugriff auf einen umfangreichen Tech-Tree mit mehr als 70 verschiedenen Technologien. Jede einzelne gewährt euch individuelle Vorteile, die euch bei der Entwicklung eurer Stadt zu einer blühenden Metropole helfen.In Civ IV schmerzlich vermisst, haben die Entwickler in CivCity: Rom die Civilopedia wieder integriert. Diese gibt Aufschluss über alles, was man als virtueller Bürgermeister wissen muss. Oder besser: Wissen kann.

Wer allzu kriegerisch veranlagt ist und gar nicht ohne zeitweise Scharmützel auskommt, kann seinen blutrünstigen Gelüsten zumindest teilweise frönen. In Kasernen können Truppen ausgehoben werden, die ihr alsdann gegen angrenzende Städte schickt. Über den Ausgang des Kampfes entscheidet die Truppenstärke des Verteidigers, taktische Vorgaben oder gar die dedizierte Steuerung eurer Einheiten sind nicht möglich.

Augen auf!
Grafisch macht CivCity: Rom einen mehr als soliden Eindruck. Die Stadt ist äußerst liebevoll und detailreich gestaltet, viele Arbeitsabläufe eurer Bürger könnt ihr direkt beobachten. In einer ruhigen Minute könnt ihr so zusehen, wie eure Bürger das Wasser vom Brunnen holen, Saatgut ausgebracht wird und schreiende Kinder auf der Straße umher rennen. Sounduntermalung und -effekte gehen ebenfalls absolut in Ordnung und schaffen eine stimmige Atmosphäre. Die kleineren Grafikfehler der Vorabversion bekommen die Entwickler sicherlich noch in den GriffAusblick
Die temporäre Hochzeit von Firaxis und den Firefly Studios hat sich offenbar gelohnt. CivCity: Rom bietet komplexe und dennoch übersichtlich zu bedienende Städtebau-Kost auf hohem Niveau, die liebevolle Gestaltung trägt dabei entscheidend zur Atmosphäre bei. Nützliche Features sorgen dafür, dass Hobby-Bauherren auch im späteren Spielverlauf nicht den Überblick verlieren. Auch optisch macht der Titel eine gute Figur, auch wenn einige Modelle etwas kantig geraten sind. Alles in allem erwartet uns wohl mit CivCity: Rom im Sommer ein echtes Highlight! Gepriesen sei der Kaiser!