Städtebau-Simulationen wie Sim City haben ihre ganz eigene Fan-Basis. Man sollte meinen, dass die Spieler gerne daheim oder am Arbeits-Laptop gemütlich vor sich hinwirtschaften um ihre eigene, funktionierende Metropole auf die Beine zu stellen. Doch der französische Entwickler Monte Cristo ist anderer Meinung – er sieht in den Spielern eine potentielle Zielgruppe für ein MMO!

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Schaffe, schaffe, Häusle baue

Das Prinzip hinter einer Städtebau-Simulation ist klar: Auf einer Karte muss der Spieler Gebäude platzieren und dann versuchen, die unterschiedlichen Bedürfnisse seiner Bewohner zu befriedigen. Er muss also für Arbeitsplätze sorgen, Erholungsplätze schaffen oder für Sicherheit in Form von Polizei- und Feuerwehrwachen sorgen.

Cities XL - Städtebau in MMO-Manier

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Cities XL soll MMO-Spieler und Simulationsfreunde gleichermaßen begeistern.
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Neue Bauprojekte kosten natürlich Geld, und so muss natürlich immer auch darauf geachtet werden, dass die Einkommensseite stimmt, also genug willige Steuerzahler in der Stadt hausen. Ein paar Stichpunkte zu den Features: Die Maps werden 10x10 km groß sein und man wird aus verschiedensten Landschaften wählen dürfen. Der Schwierigkeitsgrad ergibt sich direkt aus der Topographie, so ist es beispielsweise viel einfacher, eine funktionierende Großstadt in der Ebene auf die Beine zu stellen als im unwirtlichen Gebirge.

Natürlich ist die Ansicht frei zoombar, und es kann in eine 3D-Ansicht gewechselt werden. Der Spieler wird aus etwa 500 Gebäuden wählen können, und im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen dieser Art ist man auch nicht an „amerikanische“ Städte nach striktem Rechteck-Muster gebunden. Man darf auch gewundene Straßen verlegen oder Gebäudeflächen zur Verfügung stellen, die nicht nur rechte Winkel enthalten. Und über schicken Tag-/ und Nacht-Ansichten seiner Städte kann man sich auch freuen.

Stein auf Stein, Stein auf Stein …

Die Besonderheit und das Alleinstellungsmerkmal an Cities XL ist aber ein anderes: Das Spiel soll neben der Single-Player-Option auch online funktionieren. Nach Angaben des Entwicklers wurde dies aufgrund des Feedbacks der Fans auf ihr Häuslebau-Spiel City Life von 2006 beschlossen. Wie hat man sich das vorzustellen? Monte Cristo meint, die Spieler von Städtesimulationen hätten durchaus ein Interesse daran, auch mit anderen zu spielen – aber konstruktiv und kooperativ.

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Spieler finden sich auf großen Planeten wieder, auf denen rund 10.000 Städte Platz haben.
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Demzufolge werden die Spieler sich auf großen Planeten (= Server) zusammenfinden, auf denen jeweils Platz für 10.000 Städte ist. Jeder Spieler kann etwa fünf dieser Plätze verwenden und hier nach Herzenslust seine Städtchen basteln. Anders als im Solo-Modus kann er dabei auch ausgefallene Wege gehen und sich auf bestimmte Aspekte konzentrieren, also beispielsweise eine reine Luxusstadt kreieren. Auf eine Ausgewogenheit muss er nicht achten, denn er kann Defizite durch Handel ausgleichen.

Hier sind nicht nur die Städte, sondern auch der Spielspaß XL!Ausblick lesen

Handel ist das Herz des Mehrspielermodus – über einfache Icons kann man Überschuss abgeben und Mangel ausgleichen. Aufpassen muss man nur, wenn man den Handelsvertrag über eine längere Zeit abschließt, denn wenn sich die Stadt zwischendrin verändert und plötzlich der Überschuss wegfällt, kann man seinen Handelsvertrag möglicherweise nicht mehr erfüllen. Vorräte bringen auch nichts, denn nach 24 Stunden werden alle Ressourcen im Spiel reseted – das verhindert auch ein in China beliebtes Geschäftsmodell.

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Die ganz großen Gebäude schlucken natürlich ordentlich Ressourcen und Zeit.
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Die Ressourcen in großer Menge braucht man unter anderem, um Mega Structures zu errichten. Bei diesen prestigeträchtigen Riesenbauwerken handelt es sich um bekannte Gebäude wie den Eifelturm, für die man zuerst einmal eine Blaupause braucht. Dann kann man anfangen, dass Gebäude in einer seiner Städte zu errichten, und muss über drei Etappen jedes Mal hohe Anforderungen erbringen. Dafür winkt am Ende ein hübsches Häuschen, das nicht jeder hat, und das auch noch einen Bonus im Spiel bringt – der Eifelturm zieht beispielsweise Touristen an.

Und was bringt die Zukunft?

Als weiteres Feature verspricht der Entwickler so genannte Gameplay Extension Modules (GEMs), von denen es alle paar Monate ein neues geben soll, je nach Umfang kostenlos oder gegen einen kleinen Beitrag. Mit diesen GEMs kann man sich dann voll ins Detail stürzen: Jede der Erweiterungen erlaubt einen Teil des Spiels ganz in der Tradition der Tycoon-Spiele gesondert auszubauen.

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Auch Wintersportgebiete werden dank den GEMs möglich. Doch was ist mit Apre-Ski!?
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So kann man in einem der zu Spielbeginn erscheinenden GEMs ein Wintersportgebiet verwalten – Ski-Abfahrten planen, Öffnungszeiten und Preise fürs Bier festlegen, richtiges Mikromanagement also. Natürlich warten im MMO-Bereich auch die typischen Community-Features auf die Spieler, Chat, Freundeslisten, ein personalisierter Avatar etc. Viele Events und Wettbewerbe werden versprochen, damit online keine Langeweile eintritt und die Spieler bei der Stange bleiben.

Wenn alles so läuft, wie sich der Hersteller es verspricht, wird das Spiel sich für ihn lohnen: Der Anwender kauft sich das Vollpreis-Spiel, zahlt dann monatlich die Abo-Gebühr von etwa fünf Euro und leistet sich dazu noch die Ergänzungs-GEMs. Aber wenn man als Spieler dafür mit Spielspaß belohnt wird, kann man sich ja nicht beklagen.