Nicht lang liegt mein Erlebnis von "Child of Light" zurück. Die Geschichte der Königstochter Aurora und ihrem phantastischen Abenteuer in Lemuria war wortwörtlich ein Gedicht; die Darstellung wie ein Traum, der bestenfalls nie in Vergessenheit geraten sollte. Traurig war der Abschied von all den liebevollen Figuren, doch gibt es stets Gelegenheiten des Wiedersehens.

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Der selbe Traum, das selbe Erlebnis

Eigentlich wollte ich mich noch eine Weile von Child of Light distanzieren, nachdem ich die letzten Spielminuten samt dem Abspann vor paar Monaten genoss. Nach wie vor frisch sind die Eindrücke jener märchenhaften Welt, weswegen ich glaubte, dass sich diesmal die pure Ernüchterung rasch einstellt. Doch nur wenige Sekunden nach dem Starten des Spiels auf der PS Vita vernahm ich die vertrauten melancholischen Klänge der wunderbaren Spielmusik und ich war bereits überzeugt – Verdammt, es packt mich wieder!

Im Großen und Ganzen lassen sich bei der Spielversion der PS Vita nicht allzu viele markante Unterschiede benennen. Grafisch gibt es zumindest nichts zu bemängeln. Die gezeichneten Spielsprites sowie die Hintergrundlandschaften sehen genauso hübsch aus wie auf den Konsolen-Plattformen und auf dem PC. Optisch wurde die Auflösung entsprechend für die PS Vita angepasst und wirkt auch nicht auf sichtbare Pixelabstufungen lieblos runterskaliert.

Child of Light - Vita-Test: ein märchenhaftes Spiel zum Mitnehmen

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Die malerische Umgebung vermittelt durchweg eine märchenhafte Atmosphäre.
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Auch die Bildschirmtexte und die Menü-Optionen wurden nahezu komplett übernommen. Ein wenig anstrengend könnte sich das Lesen gestalten, da hierbei die Textboxen und die Inhalte im gleichen Größenverhältnis fast schon ein wenig zu klein erscheinen und daher nach einiger Zeit auf die Augen gehen.

Der wesentlichste spieltechnische Hauptunterschied ist die Steuerung des Glühwurms Igniculus, dem herumschwirrenden Begleiter von Aurora. Während die PC-Version die Option anbot, den kleinen Mitstreiter per Maus zu steuern, kann dieser mit dem linken Dual-Analogstick bei der PS Vita kontrolliert werden. Es ist im Grunde dasselbe Prinzip wie beim XboX360-Controller.

Child of Light - Vita-Test: ein märchenhaftes Spiel zum Mitnehmen

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Das rundenbasierte Kampfsystem ähnelt dem aus der Grandia-Spielreihe.
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Das gilt auch für Igniculus' Leuchtfunktion, die unter anderem zur Heilung eurer eigenen Spielfigur oder der Blendung der Gegner dient. Hierfür wird einfach die linke Schultertaste gedrückt. Alternativ lässt sich der Glühwurm auch über den Touchscreen steuern. Hierbei muss man nur mit dem Finger auf die gewünschte Stelle tippen und Igniculus fliegt entsprechend schnell dorthin, während eine längere Berührung dann die Leuchtfunktion auslöst. Im Konfigurationsmenü könnt ihr euch für den vorderen oder hinteren Touchscreen entscheiden. Beim vorderen Touchscreen dürftet ihr weniger Probleme haben, da ihr die Stellen und das Leuchten präziser bestimmen könnt.

Ein einzigartiges Spiel mit einer kurzen emotional erzählten Geschichte und eine ideale Ergänzung für die PS-Vita-Sammlung.Fazit lesen

Schön wäre es gewesen, wenn es eine Cross-Buy-Version für PS Vita und die Sony-Konsolen gegeben hätte. Eine entsprechende Cross-Save-Funktion hätte den Erwerb schließlich durchaus gerechtfertigt. Gerade bei einem Titel wie Child of Light, der sich vor allem für Zwischendurch eignet, wäre die Option, sowohl unterwegs als auch zu Hause vorm großen Fernseher mit dem gleichen Spielstand zu zocken, für Besitzer beider Plattformen ideal gewesen. So bleibt es am Ende eine reine Plattform-Entscheidungsfrage, deren Vor- und Nachteile jeder für sich selbst abwägen muss.