Aufopferung ist wohl das, was von CD Projekt am ehesten nach außen dringt und von den meisten Spielern als solche wahrgenommen wird. Die polnischen RPG-Sachverständigen lieferten mit "The Witcher 2" eines der schönsten PC-Spiele ab, die man sich vorstellen kann. Die elf Monate später nachgeschobene Xbox-360-Version setzte im Sumpf der Billigportierungen ein wichtiges Leuchtfeuer.
"Das größte Problem war die Technik der alten Kiste. Wir mussten viel optimieren, viel tricksen", sagten sie damals, kurz nach der Fertigstellung der Konsolenfassung. Heute, etwa ein halbes Jahr später, stellen sie das Red-Kit vor, die Büchse der Pandora für alle Bastler und Modder.
Es ist die Erweiterung für ein Spiel, das schon fast eineinhalb Jahre auf dem Markt ist. Ein Zeitraum, in dem der Support anderer Titel üblicherweise längst eingestellt wurde, der letzte Patch bereits vom Stapel lief. In Warschau verstummen die Förderbänder nicht so schnell.
Nachdem das kostenlose Enhanced-Edition-Update zum Start der Konsolenversion von Witcher 2 im Frühjahr etliche Gigabyte an Änderungen, Verbesserungen und Optimierungen mitbrachte, widmet sich CD Projekt nun den Moddern und gibt ihnen die nötigen Werkzeuge an die Hand. Wir trafen uns mit:
- Lukasz Szczepankowski (Senior Quest Designer)
- Krzysztof Krzyscin (Lead Technical Artist)
- Marek Ziemak (Gameplay Producer)
Sie wirken wie hingebungsvolle Leute, auch nach stundenlanger Modding-Vorführung noch bei der Sache. Warum eigentlich?
Marek Ziemak: Wir kümmern uns um unsere Community-Mitglieder und die Leute, die unsere Spiele kaufen. Und wir fühlen uns einfach dafür verantwortlich, unsere Produkte zu pflegen, nachdem sie veröffentlicht wurden – das ist der erste Grund. Zweitens: Dieser Editor ist brandneu und etwas, mit dem die Spieler eigene Inhalte für unser Spiel erstellen können. Es bleibt länger attraktiv, länger im Gespräch, und es ist, denken wir, eine Win-win-Situation. Die Leute bekommen ein tolles Tool, sie können das Spiel länger spielen und wir hoffen natürlich, dass sich dadurch mehr Leute für The Witcher 2 interessieren und wir mehr aktive Community-Mitglieder bekommen.
gamona: Ihr denkt, dass sich das Spiel dadurch über einen längeren Zeitraum besser verkaufen wird.
Marek Ziemak: Ja, vielleicht. Möglicherweise verkauft es sich besser. Aber auf jeden Fall dürften die Leute das Spiel über einen längeren Zeitraum spielen. Sie binden sich mehr an die Marke und an den Hexer. Und das ist immer gut (grinst).
gamona: Ihr habt doch bestimmt darüber nachgedacht, ob man die qualitativ hochwertigen User-Inhalte nicht vermarkten könnte, als Add-on, DLC oder so.
Marek Ziemak: Da muss man erst abwarten, was sich daraus entwickelt.
Das kommende Modkit lässt Witcher 2 weiter wachsen.gamona: Wäre aber möglich, oder?
Lukasz Szczepankowski: Ich bin ziemlich sicher, dass viele Abenteuer, die die Modder erschaffen, werden eine sehr hohe Qualität haben. Vielleicht so gut wie unsere eigenen.
Krzysztof Krzyscin: Ich habe gehört, dass Rise of the White Wolf [So sollte die Konsolenversion des ersten Witcher-Teils heißen; wurde nie fertiggestellt; Anm. d. Red.] damit nachgebaut werden soll. Einige Fans haben das bereits angekündigt. Wir haben eine sehr engagierte Anhängerschaft.
























Die - meiner Meinung nach - ideale Adaptierung eines Pen&Paper-Regelwerks stellt vor allem den Spielercharakter in das Zentrum einer nicht-linearen und "responsiven" Handlung die Größtenteils daraus besteht, dass der Spieler seinen eigenen Weg geht und das Spiel auf vielschichtige Weise auf seine Handlungen reagiert.
Fallout: New Vegas ist eigentlich das einzige Spiel der letzten Jahre, dass dem sehr nahe kommt. (Umso bedauerlicher, dass Obsidian und Bethesda nicht mal zusammen an einem offiziellen PnP-Regelwerk zu Fallout arbeiten ...)
Schon allein die freie Charaktererstellung bringt zahlreiche neue Herausforderungen mit sich, die Gerald von Riva bisher galant hinter sich lassen konnte. Das fängt mit Körperformen und Rüstung an und endet in der Reaktion der Spielwelt.
Ich bin allerdings sehr zuversichtlich und eher beinahe schon kulturell/wissenschaftlich daran Interessiert, was CD Projekt daraus macht.
ich freu mich auf den 3ten teil :)
Sieht man auch schon im Bezug auf Bioware. Mir gefällt es vorallem, daß auch hier auffällt das Bioware nachgelassen hat. Das haben ja noch nicht mal alle Spieler bemerkt *g*
Und ich hoffe das es ein RPG wie Wicher wird, Deus EX Shooter braucht man nicht^^
Einfach mal das Interview hier durchlesen.
Adam Badowski: Erstens: Wir wachsen schlichtweg. Zweitens: Wir arbeiten ja bereits am nächsten Dark-Fantasy-Spiel.
Und ich hoffe das es ein RPG wie Wicher wird, Deus EX Shooter braucht man nicht^^
Ich habe mal gelesen, dass sie an 3 Projekten arbeiten. Das wäre dann wohl Cyberpunk, Witcher 3 und vielleicht Witcher 1 in der RED-Engine.
Ein System wie Deus Ex würde ich schonmal deswegen vorziehen, da (ich habe keine Ahnung vom P&P) somit auch Schleichen, Hacken und ein bessere Möglichkeiten für Schusswaffen gegeben wäre.
Momentan eher nicht, die arbeiten doch an dem Science Fiction RPG und so groß für 2 Spiele sind sie glaube ich nicht
Und ich hoffe das es ein RPG wie Wicher wird, Deus EX Shooter braucht man nicht^^
Ist eigentlich schon bekannt in welche Richtung Cyberpunk geht? Wird es ein Taktikrollenspiel, wie Witcher oder doch (hoffentlich) wie Deus Ex?
Ich bete für letzteres, umbasa^^
Ich entwirre es mal. The Witcher 3 ist mit einer Sicherheit von 90% in Entwicklung.
Aussage...
...eines Idioten! Bevor Du nur Schwachsinn schreibst, schreib besser gar nichts.
Tolles Interview und symphatische Entwickler.
Dem schließe ich mich an. Wer ist eigentlich der tolle Publisher, der dem Studio ermöglicht so kundenfreundlich zu agieren. Ist das nicht der selbe Publisher wie bei Batman Arkham A/City?