In einem spanischen Forum meldete sich ein anonymer 'Mercury Steam'-Mitarbeiter zu Wort und sprach über Probleme im Bezug auf die Entwicklung von Castlevania: Lords of Shadow 2. Während der Vorgänger ein voller Erfolg war und auch bei den Kritikern sehr gut ankam, sieht es beim zweiten Teil eher weniger rosig aus.

Castlevania: Lords of Shadow 2 - 'Mercury Steam'-Mitarbeiter: Die Mehrheit von uns weiß, dass das Spiel großer Mist ist

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Lords of Shadow 2 kam bei den Kritikern nicht gut weg.
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"Die Mehrheit des Teams ist sich darüber im Klaren, dass das von uns entwickelte Spiel großer Mist ist und nicht an die Qualität und dem Produktionswert des Vorgängers herankommt. Niemand ist von den niedrigen Wertungen überrascht, die wir bekommen haben", schreibt der Mitarbeiter.

Wenn man jemandem die Schuld in die Schuhe schieben müsse, dann sei das Studio Director Enric Álvarez. Er könne sich zwar gut in der Presse darstellen, werde auch häufig als kreativer Visionär gemeinsam in einem Satz mit David Cage und Molyneux genannt, doch er habe "ernsthafte Probleme". Er sei gemein und bösartig - und seit dem Erfolg von Lords of Shadow wäre sein Ego so angeschwollen, dass er nicht einmal mehr seine Mitarbeiter begrüße.

Er soll seinen Mitarbeitern misstraut haben, wodurch offenbar keine richtige Kommunikation stattfand. Der Großteil der Mitarbeiter soll nämlich erst über die Presse von Features im Spiel erfahren haben.

Die Unternehmensstruktur sei zudem veraltet und die Gründer hätten absolut nicht die Fähigkeit, ein Studio zu führen. Die künstlerische Ausrichtung bezeichnet der Mitarbeiter als sprunghaft und enthauptet. Unterdessen werde die QA-Abteilung wie Vieh gehalten, die Löhne seien eine Katastrophe und nahezu täglich werde schikaniert.

Jeder Design-Vorschlag sei von Enric Álvarez eingestampft bzw. verstümmelt worden, was auch einer der Gründe gewesen sei, weshalb einige Designer das Studio verließen. Seit der Beendigung der Entwicklung von Lords of Shadow 2 wurden 35 Mitarbeiter entlassen, wobei weitere Kündigungen erwartet werden. Wie die Zukunft des Unternehmens aussehe, bleibe ungewiss.

Allerdings findet er auch lobende Worte, unter anderem für die "großartigen Mitarbeiter". Es würde viel Talent und Leidenschaft in dem Team geben, was jedoch von der Führungsebene zurückgehalten werde.

Álvarez hat sich auch schon via Twitter zu Wort gemeldet und bezeichnet all das als Lügen eines Ex-Mitarbeiters.

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