Roland PetersWenn ein Flugzeugträger sinkt hat der andere gewonnen. Haha, sehr lustig! Doch in Carrier Command: Gaea Mission ist das nichts als die simple Wahrheit. Nach XCOM von 2K packt diesmal Bohemia Interactive die Neuauflage eines Klassikers aus. Die Elemente, mit denen ich eine fiktive Inselgruppe unter meine militärische Fuchtel bringen will, sind strategisch, action- und abwechslungsreich.
Abwechslungsreich und optisch ansprechend. Ich sehe eine gelungene Neuauflage am Horizont.AusblickDer Einstieg in die Kampagne ist völlig unerwartet. Nichts von wegen langweiliges, stundenlanges Herumgeschipper im Simulationsmodus – sondern direkt zu Beginn eine Mission aus Ego-Shooter-Perspektive. Die Waffe im Anschlag, muss die Artillerie auf einer Insel ausgeschaltet werden, damit ich überhaupt erst an meinen Flugzeugträger herankomme. Mit dem soll ich später die Kontrolle über die Seegebiete und das Archipel ergattern.
Stehe ich auf der Brücke des Mutterschiffs, kommt zur Actionkomponente die strategische hinzu. Jede Insel hat eine Kommandozentrale, mit deren Eroberung auch das Eiland in meinen Besitz übergeht. Dutzende kleine Erdteile gibt es, in sechs verschiedenen Klimazonen: vulkanisch, verdorrt, arktisch, bergig, sumpfig und gemäßigt.
Aber warum sich überhaupt mit Wetter und Umgebung herumschlagen und nicht direkt das gegnerische, schwimmende Schwergewicht angreifen? Weil die Inseln Ressourcen besitzen, mit denen ich etwa meine Feuerkraft aufrüsten kann. Wie der Gegner auch.
Musste man bei der Version aus dem Jahr 1988 (es war auch für altehrwürdige Plattformen wie Amiga, C64, Atari ST oder ZX Spectrum erhältlich) noch zu Beginn zwischen Action- und Taktikmodus wählen, ist Bohemia großzügiger. Hier gibt’s alles in einem.
Von seinem Flugzeugträger aus wirft sich der Spieler mit Flugzeugen, Booten oder zu Fuß ins Gefecht.Doch funktioniert das auf der Xbox? Bekanntermaßen ist die Steuerung in Echtzeitstrategietiteln meist die Achillesferse der Konsolen. Aber, so weit, so gut präsentiert, dirigierte Bohemia auch in der Übersicht zielsicher Einheiten über die Karte, so dass ich mir Hoffnung auf eine komfortable Bedienung mache.
Auf meinen Flugzeugträger muss ich jedoch zuvor bis zu acht Einheiten laden, eine Mixtur aus Land- und Lufteinsatzkräften, um effektiv zu attackieren. Zusätzlich kann ich unbemannte Drohnen zu meiner Verteidigung einsetzen, oder zur Erkundung. Denn bei Operationen gegen die Inseln gucke ich mir die Verteidigungsanlagen aus, bevor ich meine Truppen dorthin schicke. Den Angriff selbst beobachte ich entweder à la Echtzeitstrategie aus der Draufsicht, oder ich wechsele ad hoc ins Cockpit meiner Kriegsmaschinerie.
von Bohemia Interactive
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Jedem RTS Fan kann ich dieses Spiel, das bereits seit längerem als Betaversion zu erwerben ist, wärmstens empfehlen!