Ende Mai brach der Mann hinter Street Fighter, Yoshinori Ono, nach dem Ende einer Promotion-Tour wegen Überarbeitung zusammen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Capcom gönnte ihm allerdings keine Pause.

Capcom - Yoshinori Ono über seinen Zusammenbruch: Capcom kennt keine Gnade

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Yoshinori Ono
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In einem Interview erklärt Ono, dass er an diesem Tag normal aufgestanden und ins Badezimmer gegangen ist: „Als ich die Tür öffnete, war der Raum ungewöhnlich dampfig. Noch ungewöhnlicher war, dass der Dampf höher stieg. Er stieg höher und höher und ich verstand nicht, was da gerade passiert, es war als würde ich ersticken. Als der Dampf dann meinen Kopf erreichte, wurde ich ohnmächtig und brach auf den Fliesen zusammen.“

Im Krankenhaus wurde ihm gesagt, dass sein Blutdruck dem einer Person entsprach, die gerade einen Marathon gelaufen ist. Zwar gab es von Capcom zwischenzeitlich eine Stellungnahme über seinen Zustand, bei seiner Rückkehr hatte sich aber nichts geändert.

„Niemand hat mir gesagt, ich soll eine Pause einlegen. Als ich zur Arbeit zurückkehrte, erkannte Capcom nicht einmal an, dass ich im Krankenhaus war. Es gab keine Änderung in meinem Terminplan. Ich war eine Woche zu Hause, bevor die Ärzte mir erlaubt haben, zurück zur Arbeit zu gehen.“

„Als ich wieder bei meinem Schreibtisch ankam, lag dort ein Ticket nach Rom für mich“, erklärt Ono weiter. Die Annahme, dass es sich dabei um einen Urlaubsausflug gehandelt hat, war demnach falsch. „Es gibt keine Gnade. Jeder in der Firma sagt: 'Ono-san, wir waren so besorgt um dich.' Aber dann geben sie mir einen prall gefüllten Zeitplan mit Dingen, die ich zu tun habe.“

Im kompletten Interview spricht er über seine Schulzeit, seinen Aufstieg bei Capcom und wie schwierig es war, Street Fighter 4 zu realisieren. Denn nach der Veröffentlichung von Third Strike, und dessen schwache Verkaufszahlen, befand Capcom die Serie bereits für tot.