Der Megaman muss unters virtuelle Messer und eine kleine Frischzellenkur über sich ergehen lassen. Denn - so gab Publisher Capcom Europe durch diesen Schritt ungewollt zu - der einstige Kinderheld wirkte in letzter Zeit arg angestaubt und sein Name hatte eher den Beigeschmack einer Figur, die zwischen Batman und He-Man ihren Platz findet, nur mit weitaus weniger Power.

Dem möchte Capcom mit einer neuen Marketingkampagne entgegenwirken. Dabei soll die Marke Megaman mit einem anderen Image assoziiert werden - also quasi Gehirnwäsche im Megaman-Fan betrieben werden. Die Zielgruppe bleibe jedoch dieselbe wie vorher. Es wäre auch reichlich überheblich zu glauben, man könnte Frührentnern diesen putzigen Roboter zu Gemüte führen.

Zu der PR-Aktion gehört auch ein neuer Internetauftritt, der mit seinen extrem penetranten Farben - eine gekonnte Mischung aus grell-orange, grell-rot und grell-gelb - nur Kinderaugen keinen Schmerz antun dürfte. Die Zielgruppe eben, auf die es ankommt. Allen anderen sei eine stark verdunkelte Sonnenbrille vor dem ersten Besuch der Seite empfohlen.