Digital Foundry hat nach eingehenden Tests herausgefunden, dass die PS4-Version von Call of Duty: Ghosts nicht etwa an Framerate-Einbrüchen leidet, sondern an Tearing aufgrund einer zu hohen Framerate-Zahl, die fast durchgehend bei über 60 FPS liegt.

Call of Duty: Ghosts - Keine Framerate-Einbrüche bei der PS4-Version, sondern Bildabrisse aufgrund hoher FPS-Zahl

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Zuviel Leistung unter der PS4-Haube?
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Den meisten Testern und Spielern bot sich ein erschreckendes Bild bei der PS4-Version von Call of Duty: Ghosts. Obwohl das Spiel als Cross-Plattform-Titel ausgelegt wurde und auch für die betagten Konsolen PS3 und Xbox 360 veröffentlicht wurde, hatte die PS4-Version so einige Probleme mit besonders rechenintensiven Szenen. Doch selbst bei eigentlich einfachen Szenen schien die Framerate der PS4-Version ins Stocken zu geraten. Das Problem gab es nicht einmal bei den Current-Gen-Konsolen, geschweige denn bei der Xbox One. Einige glaubten bereits, das sei der Preis, den die PS4 für Full-HD und 60 FPS zu zahlen hätte.

Dann kam erschwerend hinzu, dass auch die ungepatchte PS4-Version lediglich mit 720p im Singleplayer-Modus läuft, wie Digital Foundry bei Tests herausfand. Lediglich der Multiplayer-Modus laufe mit einer Auflösung von 1080p. Da stellte sich schnell die Frage, für wen das peinlicher sein sollte, für Sony als Hersteller der Next-Gen-Konsole PS4 oder für Publisher Activision und Entwickler Infinity Ward, die mit Call of Duty: Ghosts immerhin das erste Next-Gen-Spiel der Reihe präsentieren. Erst der 'Day One'-Patch, den Activision nachreichte, erlaubt es dem Spieler, auch den Singleplayer-Modus wieder im angedachten Full-HD-Modus zu genießen.

Digital Foundry hat sich nun nach der Installation des 'Day One'-Patches das Spiel noch einmal genauer angesehen und dabei Erstaunliches zutage gefördert. So handelt es sich beim unruhigen Bild der PS4, die teilweise mit scheinbaren Framerate-Einbrüchen zu kämpfen hatte, in Wahrheit um Tearing, also Bildabrissen, die dadurch entstehen, dass Ghosts auf der PS4 mit mehr als 60 FPS läuft, während die Bildwiederholrate bei festen 60 Hz gesetzt ist. Daher kommt es zu unvollständigen oder gar ausgelassenen Frames, die dann das Frame Skipping und das sogenannte Tearing hervorrufen. Da Tearing besonders bei hohen Auflösungen zu erkennen ist, fällt es bei der PS4-Version besonders auf. Spieler berichteten gerade beim Multiplayer-Modus von Rucklern und bekanntlich läuft dieser Modus von Anfang an in einer Auflösung von 1080p.

Tearing ist insofern auch weit besser zu erkennen als einfache Framerate-Einbrüche von wenigen Frames wie von 60 auf 50 FPS, die das Auge unter Umständen nicht einmal ausmachen kann. Auch bei der PS4-Version von Ghosts kommt es immer mal zu Framerate-Einbrüchen, die bis in den Bereich von 40 FPS stürzen können, die aber weniger bis gar nicht auffallen. Ganz im Gegensatz zum Tearing.

Der 'Day One'-Patch hat neben der Sache mit der Auflösung auch das Problem mit dem Tearing weitesgehend aus dem Weg geräumt und erlaubt es nun auch den PS4-Besitzern, ein, bis auf wenige Stellen, ruckelfreies Spiel zu genießen.

Call of Duty: Ghosts ist für PC, PS3, Xbox 360, seit dem 22. November 2013 für Xbox One und seit dem 29. November 2013 für PS4 erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.