Treyarch hat gerade erst bekannt gegeben, dass man die Kampagne offen gestaltet habe, um den Spielern die Entscheidung zu überlassen, in welcher Reihenfolge sie die Missionen des Spiels absolvieren wollen. Doch das ist nicht einmal die einzige Änderung. Offensichtlich bietet die Kampagne dieses Mal tatsächlich mehr als nur vier, fünf Stunden Spaß - nämlich 14 bis 15 Stunden. Und wer das Ganze im "Realistisch"-Schwierigkeitsgrad spielt, dürfte noch länger daran zu knabbern haben.

Call of Duty: Black Ops 3 - Kampagne dauert 15 Stunden, schneller Tod bei realistischem Schwierigkeitsgrad

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Ein Treffer und ihr seid hinüber
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Die Call of Duty-Spiele sind nicht gerade bekannt für ihre Einzelspieler-Kampagnen. Das war vielleicht zu Beginn der Reihe der Fall, als man sich noch im WWII-Setting befand und auch bei den ersten beiden Modern Warfare-Titeln. Aber seitdem hat die Reihe ihren Fokus immer stärker auf die Mehrspieler-Modi verlagert, während die Kampagne nunmehr einem Michael Bay-Dauerlauf gleicht: Explosionen, Geballere und überall fallen Menschen tot um. Fehlt eigentlich nur noch Optimus Prime. Dass man so ein Epilepsie-induzierendes Dauergewitter nicht lange aushält, wirkte sich auch auf die Kampagne aus, die immer kürzer wurde. Höhe- oder eher Tiefpunkt war die Kampagne bei Call of Duty: Ghosts, die man in knapp 5 Stunden hinter sich hatte, Gott sei Dank.

Doch offenbar will Treyarch mit einigen Konventionen brechen. Nicht nur, dass man nun selbst entscheiden kann, wie man die Kampagne spielen will, man kann in jedem Fall wohl auch davon ausgehen, dass man zwischen 14 bis 15 Stunden damit verbringen wird. Sieht ganz danach aus, als habe man dieses Mal mehr Wert auf eine Story gelegt, was ja auch der ziemlich verwirrende Story-Trailer vermittelt hat. Zukunft? Zweiter Weltkrieg? Verschwörungen? You name it.

Und wenn ihr die Spieldauer noch weiter ausreizen wollt, dann müsst ihr nur im "Realistisch"-Schwierigkeitsgrad spielen, denn wie Videogamers David Scammell herausgefunden hat, geht man hier schon bei einem Treffer zu Boden:

"Black Ops 3s 'Realistisch'-Schwierigkeitsgrad bedeutet offenbar One-Hit-Kills."

"In 'Realistisch' hat man einen Lebenspunkt. Wenn man getroffen wird, ist man tot", so Treyarchs Director of Campaign und Zombie-Modus Jason Blundell. "Es ändert die Art und Weise komplett, wie man das Spiel spielt." Und das gilt auch besonders für den Koop-Modus. "Ihr müsst als eine Gruppe überleben und werdet die Level auf eine neue, andere Art zu respektieren lernen. Und sobald das Feuergefecht beginnt, schmeißen sich alle sofort zu Boden, denn wenn dich nur eine Kugel trifft oder nur eine Granate neben dir hochgeht, bist du tot."

Klingt realistisch - wenn es alles nur Kopfschüsse sind. Aber ein Treffer in den Arm und dann gleich tot zusammenbrechen? Entweder hat das Spiel keine differenzierte Hitboxen oder Treyarch will die Welt brennen sehen.

Wie dem auch sei, diese ganzen neuen Informationen, die in den letzten Tagen zum kommenden Call of Duty aufgetaucht sind, deuten in der Tat auf eine leichte Kurskorrektur hin, die der Reihe den nötigen frischen Wind bescheren könnten.

Für PS4, Xbox One und PC erscheint Call of Duty: Black Ops 3 am 6. November 2015. PS3- und Xbox 360-Besitzer müssen auf die Kampagne verzichten, erhalten dafür einen Download-Code für Call of Duty: Black Ops.

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