Buzz: Das große Quiz (PS2 Review)
von Nedzad Hurabasic

Erst im vergangenen Oktober veröffentlichte Sony Computer Entertainment (SCE) mit »Buzz! Das Große Musikquiz« die erste Episode der Quizreihe um den virtuellen Quizmaster "Buzz". Nun steht die Veröffentlichung der zweiten Auflage unmittelbar bevor.

Sie soll das bewährte Spielprinzip um einige spielerische Neuerungen erweitern, am deutlichsten werden die Unterschiede zur Vorversion aber am neuen Fragenkatalog, der sich von der monokulturellen Schiene verabschiedet und ab sofort Fragen zu allen Wissensgebieten anbietet.

Buzz - das Große Quiz enthält nach Angaben des Herstellers über 7.000 neue Fragen, diesmal nicht nur aus dem Bereich der Musik, sondern im Stile von "Wer wird Millionär" oder "Trivial Pursuit" aus allen möglichen Bereichen wie Kultur, Sport, Geschichte usw. Das vergrößert natürlich die mögliche Zielgruppe und erweitert den potenziellen Kreis an interessierten (Gesellschafts-)Spielern um ein Vielfaches. Allerdings wird nach einigen Runden eines klar: Für Kinder sind die Fragen deutlich zu schwer, ein gutes Allgemeinwissen ist absolute Pflicht.

Das Spiel ist in seiner Präsentation einer Quizshow nachempfunden, was der Titel auch schon suggeriert.Durch das "Programm" führt dabei der schon erwähnte virtuelle Moderator Buzz, der mit mehr oder weniger coolen Sprüchen auffällt. Grundsätzlich stehen dem Spieler zwar eine ganze Reihe von Spiel-Modi zur Verfügung, bei genauerem Hinsehen entpuppen sich aber bis auf das Standardspiel fast alle als Mogelpackung. Sowohl das benutzerdefinierte Spiel, das Einzelspiel, die Partyspiele oder auch die so genannten Extras bieten keine Variationen des eigentlichen Gameplays. Das Einzelspiel, das für einen Solospieler gedacht ist der keine Mitspieler aus Fleisch und Blut zur Hand hat, besteht beispielsweise lediglich aus zwei hintereinander gefummelten Spielrunden. Das Ende kommt abrupt und unerwartet. Bei den Partiespielen absolvieren die Spieler sogar nur jeweils eine Runde, bevor es schon zum Ende kommt.

Buzz: Das große Quiz - Quizzen ohne Spaßfaktor: Mehr als nur Musik und dennoch schlechter?

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Im Mittelpunkt des Spiels steht folglich also der Standardmodus, der vier Spieler gleichzeitig am Ratepult duldet. Wer mehr als die vier "Buzzer" aufbringen kann, darf auch bis zu acht Spieler mitmachen lassen.
Ohne diese speziellen Controller startet das Spiel übrigens erst gar nicht. Mit dem gewohnten PlayStation 2-Controller lässt sich das Spiel nicht steuern, obwohl das technisch sicher realisierbar wäre. Die Buzzer verfügen über vier farbige Tasten, und einen großen, rot leuchtenden Druckknopf für besondere Aufgaben. Nur im "Quizmaster"-Modus, in dem die Spieler ihre eigenen Fragen stellen dürfen, wird der Standard-Controller der PS2 eingesetzt, um einige zusätzliche Funktionen auszulösen.

Packshot zu Buzz: Das große QuizBuzz: Das große QuizErschienen für PS2 kaufen: Jetzt kaufen:

Leider muss an dieser Stelle auch kritisiert werden, dass es die Entwickler versäumt haben, dem Spiel eine Pausenfunktion zu spendieren. Wenn mitten während des Spiels das Telefon klingelt oder einer der Teilnehmer auf Klo muss, läuft das Quiz munter weiter, bis die Runde abgeschlossen ist. Das Argument, dass es bei "realen" Quizshows auch keine Unterbrechungen gibt, lasse ich übrigens nicht gelten. Die werden in der Regel nämlich auch aufgezeichnet.

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Doch zurück zum Spiel. Der Spielablauf ist denkbar einfach und immer gleich: Das Quiz besteht aus verschiedenen Rate-Runden, bei denen es beispielsweise darum geht, als Erster die richtige Antwort zu wissen (oder zu erraten). Die erste Runde "Punktesammler" dient gewissermaßen als lockerer Aufgalopp. Die Fragen werden sowohl akustisch aus auch visuell gestellt. Während ein Sprecher die Frage verliest, werden Bilder eingeblendet, die Hinweise auf die richtige Antwort geben (können), teilweise aber auch irreführend sind - bei Spaßfragen zum Beispiel. Dabei ist jeder der vier möglichen Antworten eine Farbe zugeordnet, die auch auf den Buzzern ihre Entsprechung finden.Entweder kann sich der Spieler an den Farben orientieren oder er merkt sich ihre Position auf dem Controller. Wie mans macht ist sicher Geschmackssache.

Die Antworten müssen innerhalb von zehn Sekunden erfolgen, wer am schnellsten die korrekte Antwort gegeben hat, streicht die Punkte ein, alle anderen gehen leer aus oder erhalten einen deutlich geringeren Wert. Dieses Spielprinzip wird mit leichten Variationen in den folgenden Runden fortgeführt. Da gibt es z.B. eine spannende Version des altehrwürdigen "Dalli Click" (Erst denken, dann buzzen), bei dem ein langsam aufgedecktes Bild mit einer richtigen Antwort in Einklang gebracht werden muss. Bei Schnipp-Schnapp geht es darum, als Erster eine Frage dem korrekten eingeblendeten Bild zuzuordnen. Interessant ist auch das Bombenspiel. Hier wandert innerhalb von etwa 30 Sekunden eine Bombe von einem Spielcharakter zum nächsten, allerdings wird sie nur weitergereicht, wenn der jeweilige Spieler die gestellte Frage beantworten kann.

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Der Spieler, bei dem der Sprengsatz detoniert, erleidet einen Punktabzug. Ähnlich geht es bei der "Weidmannsheil"-Runde zu, wo derjenige Spieler, der die richtige Antwort gibt, einen Schuss auf die Spielfiguren der Mitspieler abgeben kann und ihnen so Punkte abzieht.

Wie nicht anders zu erwarten ist, werden am Ende all dieser Rätsel-Runden die erzielten Punkte akkumuliert. Gewinner ist derjenige Spieler (oder das Team) mit dem meisten Punkten. Zur Belohnung gibt es leider nur einige unbedeutende Sachpreise oder Geld, das aber nicht auf das Konto der Spielfigur eingezahlt wird.

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Lediglich der Punktestand wird in einer Highscore-Liste festgehalten. Freispielbare Objekte, neue Modi oder ähnliche Erweiterung gibt es nicht. Dabei wäre doch gerade das bei einem Spiel dieser Art naheliegend.

Grafisch ist das Spiel sehr unspektakulär und bietet nichts Besonderes fürs Auge. Die Bilder werden sauber dargestellt, auch die Vertonung ist solide. Die Spielfiguren sind nett animiert und vollführen kleinere Bewegungen, wenn man erfolgreich ist oder verliert. Das wars aber auch schon.

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