Eine der beliebtesten Arcade-Rennserien feierte mit dem abschließenden Teil "Dominator" auf der PS2 ihren Abschied. Nun liegt uns die Umsetzung für Sonys PSP vor. Überzeugt das Spiel auch im Handheld-Format? Welche Elemente der Konsolenvorlagen haben es auf die UMD geschafft? Fragen über Fragen - wir antworten!

Burnout Dominator - Interview mit Nick ChannonEin weiteres Video

Wer beim Stichwort "Burnout" an Erschöpfung denkt, der wird vermutlich bislang noch nicht mit der erfolgreichen Rennspielserie in Kontakt gekommen sein. Seit dem ersten Teil steht Burnout für actiongeladene Straßenrennen auf technisch höchstem Niveau. Egal ob auf PS2, Xbox oder PSP - die Jungs von Criterion Games kitzeln stets die volle Leistung aus der Plattform heraus.

Burnout Dominator - So tight, dass es burnt: Dominator knallt auch auf der PSP gut rein!

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Die idyllische Landschaft täuscht häufig über die knallharte Action hinweg.
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Die neueste PSP-Version macht da auch keine Ausnahme. Sowohl die Fahrzeuge als auch die belebten Strecken wurden für PSP-Verhältnisse sehr aufwendig gestaltet. Obwohl das Spiel erneut ohne Lizenzen renommierter Fahrzeughersteller auskommen muss, haben die Designer ein paar äußerst ansprechende Vehikel auf die Räder gestellt. Auf Tuning wird dagegen verzichtet - lediglich bei der Fahrzeuglackierung stehen ein paar Alternativen bereit.

Gib Gummi!
Am Burnout-typischen Gameplay wurde wenig verändert. Wie gewohnt brettert ihr mit einem Höllentempo über den Asphalt. Je nach aktuellem Spielmodus fahrt ihr Rundenrennen oder Strecken von A nach B. Das Fahrmodell ist wie zu erwarten äußerst gutmütig - selbst enge Kurven meistert man mit etwas Übung problemlos. Obwohl es je nach gewähltem Fahrzeugtyp auch Unterschiede beim Handling gibt, fallen diese nicht so sehr ins Gewicht, wie man es beispielsweise von Simulationen gewohnt ist.

Noch mehr Gas, noch mehr Spaß!
Dank stabiler Framerate ist die hohe Geschwindigkeit der Rennen geradezu spürbar. Interessant wird es, wenn ihr zusätzlich den Boost zündet und noch flotter durch die Kurven heizt. Um diese Option zu bekommen, müsst ihr eine besonders offensive und riskante Fahrweise an den Tag legen. Drifts, Sprünge, haarscharfe Ausweichmanöver und Besuche auf der Gegenfahrbahn füllen eure Boostleiste. Drängt ihr eure Gegner ab, könnt ihr dem Kontrahenten sogar seinen Boost entwenden.

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Fiese Takedowns sind bei Burnout an der Tagesordnung.
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Steht der Geschwindigkeitsschub bereit, löst ihr den Burnout per gedrückter R-Taste aus. Solange ihr die Taste gedrückt haltet, dauert der Schub an. Wer mit Zusatzschub auf noch riskantere Manöver setzt, kann seine Boostleiste während des Höllenritts weiter füllen und somit ganze Boost-Kombos zustande bringen. Solche Manöver sind häufig sogar Bestandteil der geforderten Ziele, die euch spezielle Auszeichnungen einbringen.

Bei soviel Risiko lässt es sich natürlich nicht vermeiden, dass euer Fahrverhalten zu direktem Kontakt mit dem Gegenverkehr oder massiven Streckenrandobjekten führt. In diesem Fall schaltet das Spiel in einen Zeitlupenmodus, der den spektakulären Abflug eures Fahrzeugs ins rechte Licht rückt. Wer mag, darf dabei sogar noch weiter die Kontrolle behalten und das Wrack gezielt in nachfolgende Gegner steuern, was eine ansehnliche Explosion auslösen kann.

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Auf der PSP dürft ihr sogar aufwendige Lens-Flare-Effekte bewundern.
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Während der Rennen habt ihr es häufig mit hartnäckigen Konkurrenten zu tun. Wie von Arcade-Rennspielen gewohnt kommt natürlich auch bei Burnout Dominator die zwiespältige Gummiband-KI zum Einsatz. Ganz egal wie ihr euch anstellt, das Fahrerfeld bleibt also stets recht eng zusammen. Um drängelnde Gegner in die Schranken zu weisen, empfehlen sich kurze Schubser vor dem nächsten Brückenpfeiler oder das Abdrängen in den Gegenverkehr. Bei solchen Aktionen, die liebevoll "Takedowns" getauft wurden, hagelt es Bonuspunkte.

Strategisch wertvolle Rempler
Besonders interessant sind spezielle Abkürzungen, die ihr nur durch gezielte Takedowns freilegen könnt. Rammt ihr den Gegner also in die Streckenbegrenzung, kann dies dazu führen, dass an eben dieser Stelle eine abkürzende Durchfahrt entsteht. Gelegentlich sorgen Takedowns auch dafür, dass ihr fortan über das unterlegene Fahrzeug verfügen und damit selbst zum Rennen antreten könnt.

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Neben landschaftlich attraktiven Kursen, fahrt ihr auch durch Großstädte und über Autobahnen.
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Bei den Spielmodi gibt es wenige Überraschungen. Kern des Spiels ist der Welt-Tour-Modus, bei dem ihr nach und nach mit Hilfe eines Medaillensystems neue Wettbewerbe freischaltet. Mal fahrt ihr normale Rundenrennen, mal müsst ihr mit Drifts auf Punktejagd gehen oder im "Maniac-Event" wie ein Irrer durch die Strecke fegen. Schade ist allerdings, dass die beliebten Crash-Kreuzungen ersatzlos gestrichen wurden. Auf diese Weise ist der Titel nicht ganz so abwechslungsreich, wie man es von den Konsolenvorgängern gewohnt war.