Kein unpassender Vergleich, wenn wir von Burnout sprechen. Neben leichtem Unbehagen ("Wie soll ich bloß schlafen, wenn ich beim Einpennen immer die Lücke zwischen Lastwagen und Bus suche?!") überwiegt eindeutig die irre Freude und ein wippendes Grinsen. Dabei wabert die Rosine am Stengel im Oberstübchen wie eine einsame, aber zufriedene Pflanze auf kahlem Meeresgrund.

Nun aber die neuen Infos zum Burner:

Wieso schnell wenns schneller geht?! Die besten Wagen des 2. Teils wurden nach und nach frei gespielt. Meine Güte, waren die schnell. Here comes the pain: Die ersten verfügbaren Kisten in Burnout 3 rasen schon wie die letzten des Vorgängers.

Im Rennen wird es fortan 5 anstatt 3 Gegner geben. Das ist gut, denn Kontakt ist mehr als erwünscht. Der Kampf mit den Konkurrenten wird einen weit größeren Stellenwert einnehmen als bisher. Mit einem Takedown lassen wir die Gegner abfliegen. Nicht nur dafür ernten wir Punkte, sondern auch indem wir dem Erlegten, sich zum Wrack verwandelnden Kontrahenten nahe bleiben. Aber Vorsicht: Dieser ist auch nach seinem Abflug nicht völlig wehrlos. So kann er mit seiner zwar unpräzisen, aber doch noch vorhandenen Steuerung versuchen, seine Mitstreiter ebenfalls ins Unheil zu stürzen. Im besten Falle natürlich den Übeltäter selbst. Durch einen Takedown wird die bekannte Boost-Leiste des Opfers zurückgesetzt, die des Täters dagegen verlängert.

Wir machen den Weg dicht. Weitere Variante, den Gegnern auf die Nüsse zu gehen, ist das sogenannte Payload. Damit sorgen wir zum Beispiel, scheinbar auch ohne eigenen Unfall dafür, dass Lastwagen ihre Ladung verlieren und damit ernste Gefahr für nachfolgende Fahrzeuge ensteht.

Punkte werden auf verschiedenste Arten gesammelt. In den meisten Fällen geht es um offensive Aktionen, aber auch defensive Fähigkeiten werden belohnt. Defensive heißt vor allem gekonnt nahezu sicheren Crashs zu entgehen. Sehr viel komplexere Kombos werden verrechnet.

Die Kamera: Ein neu entwickeltes Kamerasystem und passend eingestreute Zeitlupe fängt spektakuläre Situationen filmreif ein.

Polizei spielen werden wir nicht mehr. Criterion Games hielt es für absurd, in einem Spiel dieser Sorte Gesetzeshüter zu verkörpern. Die neue kampfbetonte Raserei wird uns das kaum vermissen lassen.

Bliebe noch zu sagen, dass Burnout 3 jede Menge Online-Terror für bis zu 6 Leuten bieten wird. Mal ganz abgesehen davon, dass ein Abend mit Freunden unersetzlich ist.

In meinen Kreisen verläuft die Burnout-Demütigung wiefolgt: Der Gewinner wendet sich schnell dem PC zu und liest Heise.de, während der Geschlagene noch den Weg über die Ziellinie sucht.

Wenn in meinem Fall der Gegner dann "Hennr" heißt, lautet der Grundsatz: Hit Hennr before he hits Heise.

Burnout 3: Takedown ist für PS2 und XBox erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.