"Schöne Kulisse, dumme Sprüche, viel Spielwitz und rote Suppe an allen Ecken – könnte richtig gut werden." - Sebastian Thor

Meine Herren, das sieht ja echt witzig aus. Klingt zwar nach einem faulen Erzeugnis des Desert-Storm-War-Front-Namensgenerators, aber was Epic in der Präsentation an makaberem Spielwitz und Charme andeutete, macht neugierig. Wenn die versammelte Zuschauermenge grinsend und mit einem lauten „Autsch“ jeden erledigten Gegner bejubelt, dann hat irgendjemand einen wichtigen Spielnerv getroffen - zumal das Unreal-Gesicht die grau-braunen Falten des Trübsinns endlich mal straffen und sich eine Spritze voller farbenprächtiger, fast schon freundlich strahlender Facetten verabreichen lässt. Natürlich kann sich das Reinsteigern in eine immer weiter ansteigende Gewaltskala über die Spieldauer abnudeln, natürlich muss sich der Bulletstorm erzählerisch erst beweisen, und wie weit die Interaktion mit der Kulisse am Ende geht, bleibt eine der wichtigsten Fragen.

Doch dieser erste Schnupperkurs mit Wickelgranaten, Energielasso, Kaktusfalle und Co. duftet bereits sehr lecker. Nach einem experimentierfreudigen Shooter nämlich, der nicht verbissen und übertrieben bombastversteift durch belanglose Schlachtfelder und Militärbasen poltert, sondern das in den Vordergrund rückt, was so viel wichtiger ist als endlose Waffenlisten und „der packendeste Videospielkrieg aller Zeiten“: Spaß am Spielen.

Bulletstorm - Debut Trailer

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