Wer es in Deutschland als Romanautor zu etwas bringen will, hat es nicht leicht – erst recht im Genre Fantasy, das hierzulande im internationalen Vergleich immer noch stiefmütterlich behandelt wird und in dem der Markt übersättigt ist wie nie zuvor. Stefan Logar kann davon ein Lied singen – denn er hat die Ochsentour nun hinter sich. Aber er hat es geschafft!
Der begeisterte WoW-Spieler und gamona-Leser hat soeben seinen ersten Roman „Schatten über Andira“ veröffentlicht. Seinen Anfang nahm die Erfolgsgeschichte genau hier – mit einem Story-Contest auf unserer LotRO-Seite.
„Die Sonne stand hoch am Himmel und brannte erbarmungslos auf die weitläufige Ebene nieder. Im hohen Gras der sanft geschwungenen Hügel schleppte sich eine einzige Gestalt, mühsam vorwärts. Dunkle, starke Augen zeugten noch von der einstigen Kraft, die diesem Wesen innewohnen mochte.“ So beginnt die Kurzgeschichte Die Geburt eines Helden , mit der Stefan Logar 2006 beim LotRo-Story-Contest triumphierte.
So fing alles an: mit einem Story-Contest auf lotro.gamona.de.Mit dieser gerade mal eine Seite umfassenden Geschichte gelingt es dem Autor, den Geist der Tolkien-Saga mit wenigen Impressionen herauf zu beschwören: Jahrtausende nach dem Ringkrieg weckt eine neue Bedrohung den einstigen Kampfeswillen in einem müde gewordenen Krieger. Wie ein kurzer Trailer auf eine epische Erzählung wirkt das von Stefan Logar geschilderte, doch genügen bereits die wenigen Sätze, um das große schreiberische Talent des Autors zu erkennen.
Auch dieser musste sich erst seiner Fähigkeiten gewahr werden: Der Gewinn unseres Wettbewerbes und das überwältigende Feedback der Leser weckten in ihm die leise Erkenntnis: „Vielleicht kannst du das ja tatsächlich.“ Dabei zeigte sich Stefans Talent bereits in der Schule. „Wenn eine Seite Aufsatz gefordert war, wurden es bei mir meistens fünf“, erinnert er sich im Interview. Doch mit der Zeit verlor er das Schreiben aus den Augen, lernte etwas „Bodenständiges“, arbeitete im Versicherungswesen.
Doch schon immer war da die Faszination für Science Fiction und Fantasy: „Star Wars war für mich wie bei Vielen der Einstieg in fantastische Welten“, erzählt er. „Der Herr der Ringe“, vor allem aber auch die Bücher von Wolfgang Hohlbein waren sein ständiger Begleiter. Auch World of Warcraft hat er natürlich gespielt, einen Level-80-Schamanen. Doch die „Harcore-Zeiten“ sind bei ihm vorbei – „die Raids habe ich durch, jetzt spiele ich nur noch ab und an, ganz gemütlich.“ Trotz LotRO-Contest hat ihn das Mittelerde-MMO nicht wirklich gepackt: „Das Spiel hat den Geist der Bücher nicht getroffen“, kritisiert er.

























Wenn sich die Erstauflage verkauft, bist du ja ohnehin auf der sicheren Seite. Wünsche dir jedenfalls viel Erfolg dabei und wer weiß, vielleicht findet sich in diesem Fall für den Nachfolger ja ein Verlag mit einem klassischen Geschäftsmodell. Gönnen tue ich es dir jedenfalls.
Ein Autor lebt von Kritik, ob gut, ob schlecht. Alles was aufmerksam auf ein Werk macht, ist gut! Wie auch immer der Autor die Geschichte entwickelt hat und wo er seine Inspiration her nimmt. Was auch immer er getan hat um es zu veröffentlichen und sich seinen Traum zu erfüllen. Er hat meinen Respekt dafür, dass er trotz Kritik und trotz Neider ein Buch veröffentlicht hat! Wer kann schon von sich behaupten so Kreativ zu sein über 200 Seiten mit einer Geschichte zu füllen! Fantasy ist ein sehr schwieriges Thema, da es ein sehr großer Markt ist, aber an alle "Das ist doch wie alle Anderen" Sager, erstmal selber machen, dann meckern!
Ein super Buch, kann man nur empfehlen und man sollte allen mal ne Chance geben, bevor man sie kritisiert. Das Buch gefällt nicht immer jedem, aber an die dessen Interesse nicht geweckt ist sei gesagt: Ihr müsst es nicht mögen oder lesen!
Aber grundsätzlich hast du recht.. du kannst ja einmal in das Buch schauen und wenn du dann immernoch der Meinung bist, hast du ja den Inhalt als Beweis :D
Alles Gute und beste Grüsse
Athrius / Stefan
Danke für die angeregten Kommentare, Kritiken und anderes :D am Namen seht ihr vielleicht das ich, ich bin hahaha! Der Autor von Schatten über Andira bin!
Ich habe eure Kritiken und anmerkungen gern gelesen und mir natürlich auch gedanken dazu gemacht - Klar ist der Frieling Verlag ein Zuschussverlag und vor meinem Entscheid auch diese in das Senden meines Rohwerkes ein zu beziehen habe ich Stunden vor dem PC gesessen und Foren durchgestöbert. Habe mit Juristen gesprochen und die Verträge gründlich auseinandergenommen. Bei den Grossen Verlegern fuss zu fassen ist allerdings, wenn man ein neuer Autor ist fast unmöglich! Doch auch dieser Verlag hat sich 6 Monate zeit genommen mein Werk auf Herz und Nieren zu prüfen!
Antwort erhielt ich dann von einer unabhängigen Gutachterin! :D
Das viele Leute schreiben und sehr viele davon wahrscheinlich nichtmal so schlecht ist mir auch bewusst! Und ich finde es genial! Denn was wäre unsere Welt ohne die Schrift, ohne Bücher und ohne den so zugänglichen Nachlass aus Jahrtausenden von Menschheitsgeschichte! :D
in diesem Sinne Danke an alle! :D und ich hoffe ihr findet gefallen an meinem Werk.
Sehr empfehlenswert:
Das 6-bändige Epos "Die dunkle Zeit",welches mit dem Buch "Schatten über Uldart" anfängt.
Wenn ihr das durchhabt (alle natürlich),wisst ihr was gute Fantasy ist!
Ontopic: Wenn ich hier nicht noch 1 Halo Buch, 3 WoW Bücher und 2 Mass Effect Bücher zum lesen hätte, würde ich mir das Buch duch glatt mal zulegen.
Die Kunst ist nicht, was man schreibt, sondern wie man es schreibt. Und wenn er es schafft, einen verlag zu finden,der sein Buch veröffentlicht, kann das nicht so schlecht sein. Und das können halt nicht tausende RP´ler weltweit tag-ein tag-aus...
So etwas können normale nicht.
WoW rockt! voll geil