Während andere Plattformen geradezu von Weltkriegsspielen überschüttet werden, geht es auf Nintendos DS bislang recht pazifistisch zu. Dies soll sich mit Brothers in Arms nun ändern, denn Ubisoft hat mit der Handheld Umsetzung ein ganz heißes Eisen im Feuer. Wie schlägt sich der Titel in grafischer Hinsicht und wie gut lässt sich das Spiel steuern? Wir greifen zur Munition ...

Noch immer eilt Nintendos Handheld der Ruf eines Kinder- und Familienspielzeugs voraus. Dies liegt vor Allem an der im direkten Vergleich zur PSP recht leistungsschwachen Hardware. Nintendo setzt nun mal eher auf Innovation statt auf pure Grafikpracht und überzeugt uns damit bei entsprechend ausgelegten Spielen immer wieder aufs Neue. Doch wie will man auf dieser Plattform einen Shooter mit dem Szenario des zweiten Weltkriegs hinbekommen?

Shooter auf dem DS!?
Wer hier berechtigte Zweifel hegt, wird eines besseren belehrt. Brothers in Arms sieht hervorragend aus und bietet eine Menge Details. Statt euren Soldaten aus der Egoshooter-Perspektive durch das Kriegsszenario zu scheuchen, schaut ihr ihm mit guter Übersicht über die Schulter. Explosionen, relativ detaillierte Gegner und Kameraden, bewegte Fahrzeuge und vieles mehr erfreuen das Spielerauge. Der gelungenen Präsentation setzen die Entwickler zudem mit einer bombastischen Soundkulisse die Atmosphärekrone auf. Die Kommunikation mit euren Kameraden wird sogar von vereinzelten Zurufen begleitet, die komplett lokalisiert wurden.

Brothers in Arms DS - Das Action-Genre hält Einzug auf dem DS und hat schon ein erstes Highlight

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Explosionen und schicke Effekte sind bei BIA an der Tagesordnung.
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Auch in punkto Steuerung wirkt das Spiel sehr durchdacht und an die Gegebenheiten der Plattform angepasst. Per Steuerkreuz bewegt ihr auch durch die Kriegstrümmer und per linker Schultertaste lasst ihr der Munition freien Lauf. Der Clou ist die Touchpen-Unterstützung - so dient der komplette untere Bildschirm der Ausrichtung der Sicht. Auf diese Weise könnt ihr durch feinfühlige Bewegungen mit dem Touchpen, eure Gegner erstaunlich präzise ins Visier nehmen. Schade ist nur, dass ihr die Sensitivität der Bewegungserfassung nicht variieren könnt - wir kamen zwar im Rahmen unseres Tests mit der Standardvorgabe recht gut zurecht, hätten uns bei schnellen Drehungen jedoch etwas mehr Sensitivität gewünscht.

Schneller Waffenwechsel
Am Rande des unteren Bildschirms seht ihr zudem die aktuell gewählte Waffe. Eine kurze Berührung per Touchpen reicht schon aus, um ein Waffenmenü zu öffnen, aus dem ihr mit einer blitzschnellen Vertikalbewegung und dem anschließenden Loslassen des Menüs, eine großkalibrige Alternative wählen könnt. Auch das Werfen von Granaten funktioniert tadellos per Stiftsteuerung. Der gesamten Bedienung - die lediglich beim Fahren von Fahrzeugen wie Jeeps und Panzern leichte Schwächen aufweist - können wir somit ein großes Lob aussprechen.

Brothers in Arms DS - Das Action-Genre hält Einzug auf dem DS und hat schon ein erstes Highlight

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Wer vorsichtig aus der Deckung agiert, hat gute Überlebenschancen.
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Bei einem derart guten Gameplay, das allerdings gelegentlich durch leichte KI Aussetzer getrübt wird, und der für DS Verhältnisse absolut bombastischen Präsentation, fällt es schon schwer, den Handheld aus den Händen zu legen. Da Genreprofis den Titel jedoch schon nach recht kurzer Zeit durchgespielt haben, ist das baldige Spielende schneller erreicht, als einem lieb ist. Als Entschädigung gibt es dafür einen grandiosen Mehrspielermodus, bei dem ihr euch mit DS-Freunden auf eigens konzipierten Mehrspieler-Karten beballern könnt.