Nedzad Hurabasic




Wenn wir auf die eingangs formulierte Frage nach den Vorschusslorbeeren zurückkommen, dann muss die eindeutige Antwort „Ja“ lauten. Brink ist sicherlich kein perfektes Spiel, aber als teamorientierter, variabler Shooter eine willkommene Abwechslung zu all den (durchaus interessanten) Militär-Shootern. Entwickler Splash Damage hat es in vorzüglicher Weise verstanden, die in anderen Shootern strikte Trennung von Einzel-, Koop- und Mehrspielermodus so stark aufzuweichen, dass sie als ein vollumfassendes Element angesehen werden können.
Zudem fesselt der stetige Wechsel der Klassen und der unterschiedlichen Aufgabenziele so stark, ist die taktische Ausrichtung der Gefechte, in denen Einzelgänger keine Chance haben, so bedeutsam, dass der Erfolg in einer Mission gegen menschliche Kontrahenten einen richtigen Kick gibt. Und sei es im dritten Versuch!
Für den Sprung nach ganz oben fehlt jedoch trotz SMART-Bewegungssystems noch an einigen Ecken ein Quäntchen Qualität. Kommt es doch zu häufig zu Patt-Situationen, weil verteidigende Teams ungeachtet vieler Alternativrouten durch simples Campen an wichtigen Wegmarken im Vorteil sind. Weil die Missionen trotz zahlreicher Nebenaufgaben etwas zu eindimensional verlaufen und das Kartendesign nicht durchgehend toll ist.
Oder weil die Umgebung nicht zerstörbar ist und auf Vehikel komplett verzichtet wird. Aber versteht das nicht falsch - wer auch nur einen Hauch von Interesse an teamorientierten Ballerspielen hat, kommt an Brink nicht vorbei!
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Überwiegend sehr nett anzuschauen, wenn auch die große Klasse bei Texturen und Landschaftsgestaltung fehlt. Dafür überzeugen die Charaktergestaltung mitsamt mächtigem Editor sowie die butterweichen Animationen und auch das Mapdesign ist größtenteils gelungen.
Sehr knackige Waffensounds sind das wohlschmeckende Salz in der Shootersuppe, der Pfeffer wird durch einen dynamischen Soundtrack beigesteuert. Lediglich solide sind aber die deutschen Sprecher, die etwas aufgesetzt und gekünstelt klingen.
Gerade der Mix aus Einzel-, Koop- und Mehrspieler-Modus sowie der stetige Wechsel zwischen den vier Klassen mit unterschiedlichen Haupt- und Nebenaufgaben hält das Geschehen über lange Zeit attraktiv.
Koop für acht und Versus-Matches für 16 Spieler - gerade online macht Brink noch mal doppelt so viel Spaß!
von Bethesda Softworks, Splash Damage
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