Autor: Volker Schütz

Immer nur gucken ist auch öde. Wir stellen euch Spiele vor, bei denen ihr direkt Hand anlegen könnt. Die Verwendungszwecke sind vielfältig: Ob zum Anfixen weiblicher Nichtzocker, Rehabilitationsprogramm von Computersüchtigen oder schlicht zum Chillout für die Netzwerksession. Vertraut uns, seit "Spitz pass auf" ist viel passiert.

Mehr verschluckbare Einzelteile als die Jahresauflage von YPS mit Gimmick - die aktuellen Gesellschaftsspiele eifern den digitalen Vertretern in Punkto Eyecandy mit voller Kraft nach. Mit Witz und Fantasie sorgen sie dafür, dass auch verwöhnte Computerzocker sich sofort heimisch fühlen. Folgend stellen wir euch acht Titel aus dem Bereich Karten- und Brettspiele vor, mit denen spaßige Abende garantiert sind.

World of Warcraft Trading Card Game
Das World of Warcraft TCG von Upper Deck Entertainment ist ein klassisches Sammelkartenspiel im Sinne von "Magic the Gathering". Darüber hinaus gibt es aber eine interessante Verknüpfung zum MMO. Auf so genannten Loot-Cards finden sich Gegenstände, welche im Onlinespiel genutzt werden können (die jedoch ausschließlich optische Veränderungen des Charakters zur Folge haben). Ferner finden sich Ressourcen-Karten. Wer diese sammelt, kann letztendlich mit den entsprechenden Ressourcen in Blizzards Onlineshop einkaufen gehen - Neidfaktor vorprogrammiert. Eine Art Multiplayer wird durch das "Raid-Deck" realisiert. Hier tretet ihr mit mehreren Spielern gegen einen Deckmaster an.

Brettspiele - Gesellschaftsspiel Special: Elfinnen begrabschen und Goblins befummeln? Wir zeigen, wie und wo’s geht.

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Ein Starterpaket mit 64 Karten schlägt mit 11,50 Euro zu Buche, ein Boosterpack mit 15 Karten kostet 3,50 Euro. Weitergehend wollen wir euch auf unsere FAQ hinweisen.

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Descent: Journeys in the Dark
Computeropas nicht gleich hektisch werden: Niemand zwingt euch in winzigen Raumschiffen bis zur Besinnungslosigkeit durch verwinkelte 3D-Level zu rotieren. Vielmehr stellt "Descent: Journeys in the Dark" einen typischen Fantasy-Dungeon-Crawler dar. 1 bis 4 Spieler plagen sich gemeinsam mit allen Widrigkeiten herum, die ihnen ein weiterer Spieler entgegen wirft (und dessen Biervorrat aus diesem Grund permanent gefährdet ist).

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Der finstere Kontrahent - genannt Overlord - schaut hierfür in sein schlaues Questbuch und errichtet aus bedruckten Spielkarten die Kerkerarchitektur. Beim Betreten jedes neuen Areals liest er den Recken einen Abschnitt vor und belebt die Räumlichkeiten mit ekliger Monsterbrut (aus Plastik). Über das Kampfesglück entscheiden die Würfel. Damit dem Meister der knarrenden Türen und quietschenden Fallen nicht die Ideen ausgehen, finden sich auf der Homepage des Herstellers Fantasyflightgames.com zahlreiche, von Fans erstellte Gratisabenteuer. Die Kosten dieses "Pen and Paper and lustige Kleinteile"-Rollenspiels betragen 48,50 Euro.

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Dungeoneer: Die Katakomben des Hexenmeisters
Beim in Deutschland von Truant vertriebenen "Dungeoneer" scheint es sich auf den ersten Blick um ein ähnliches Spielprinzip zu handeln. Auch hier geht es um Helden, die sich ihren Weg durch Kerkersysteme bahnen. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass niemand den unliebsamen Part des Dungeonkeepers übernehmen muss. Das ohne Plastikfiguren auskommende Kartenspiel erlaubt jedem Spieler Monster und Gefahren auf die Kontrahenten loszulassen. Ebenso dürfen alle Teilnehmer das Verlies mit Hilfe entsprechender Karten weiterbauen. Ziel des Ganzen ist dabei, mit seinem Charakter ein bestimmtes Level zu erreichen.

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Mit einer relativ kurzen Spielzeit von circa einer halben Stunde eignet sich Dungeoneer insbesondere als kurzweiliger Pausenfüller. Darüber hinaus ist mit den 14,50 Euro teuren Karten eine Art Kerkersolitär möglich.

Dungeon Twister
Das dritte Verlies im Bunde wartet tatsächlich mit einem eigenen Dreh auf. Es ist eine Art "Verrücktes Labyrinth" für Große - und ausnahmsweise auch Zwerge und Gnome. Jeder der zwei Mitspieler muss eine Heldengruppe aus einem sich immerwährend verändernden Labyrinth führen. Die einzelnen Charaktere vom Kleriker zum Troll verfügen hierbei über unterschiedliche Fähigkeiten. Die permanente Präsenz von Monstern und Fallen ist selbstredend.

Munchkin
Um den Originaltext des vom Pegasus-Verlag vertriebenen Kartenspiels "Munchkin" zu bemühen:"Geh in den Dungeon. Töte alles was sich bewegt. Greif dir den Schatz und dann RENN! Zieh dir den Geilen Helm an und die Arschtritt-Stiefel. Schwinge den Napalm-Stab oder die Kettensäge der blutigen Zerstückelung." Bei dem von Steve Jackson designten Kartenspiel hat der Wahnsinn System. "Dungeoneer" entsprechend gewinnt auch hier, wer eine bestimmte Stufe erreicht. Nur pflastern diesen beschwerlichen Weg weniger Orks und Goblins als Kreaturen namens "Anwälte" und "Kreischende Deppen" - vermutlich inspiriert durch den Michael Jackson Prozess.

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Mittlerweile gibt es zahlreiche Munchkin-Geschmacksrichtungen: Super Munchkin, Star Munchkin: Die Clown Kriege oder Munchkin im Mixer - für all diejenigen, welche die einzelnen Munchkin-Spiele ohnehin durcheinander werfen. Das Grundset mit 168 Karten kostet 18,90 Euro.

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Der Witz des Ganzen: Zu Beginn jeder Partie werden sowohl die acht Verlieskärtchen als auch die Helden verdeckt gelegt. Damit steht die Taktik bei "Dungeon Twister" eher im Vordergrund als das eigentliche Fantasy-Setting (denkbar wäre ohne weiteres auch ein "Büro Twister": Wer bringt die Anzeigenabteilung zügig und unbeschadet in die Verlagskantine?). Der Preis beträgt 23,50 Euro. Anfang August erscheint mit "Paladin & Drachen" die erste Erweiterung.

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Heroscape
Wer sich weniger für Rollenspiel denn für Strategietitel interessiert, für den dürfte "Heroscape" das Richtige sein. Zumal die Stunde der "klassischen" Tabletops geschlagen hat (nur ungern erinnere ich mich an selbst bemalte "Dark Eldar", die Freunde für in Acrylfarbe ertrunkene Heuschrecken hielten). Heutzutage kommt das gesamte Zubehör attraktiv koloriert und im praktischen Steckset daher.

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Die einzelnen Bausteine des Spiels können zu jeweils unterschiedlichen Spielfeldern zusammengebastelt werden. 30 detaillierte Miniaturen aus diversen "Zeitaltern", etwa Roboter, Ritter, Orks, Engel oder Wikinger dürfen im erbitterten Kampf gegen feindliche Truppen verheizt werden. Hasbros "Heroscape" kostet im Grundset 64,50 Euro. Die in Boostern erhältlichen Zusatzfiguren können auf Grund des Suchtfaktors aber schnell zum Massengrab für die sauer verdienten Euronen werden.

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Schatten über Camelot
Days of Wonder präsentiert den Träger des Preises "Fantastisches Spiel 2006". Die Besonderheit dabei: Ddie 3 - 7 Ritter der Tafelrunde versuchen kooperierend das Spiel zu besiegen. Artus bis Sir Tristan of Lyonesse erledigen die vor ihnen liegenden Questen und kämpfen dabei alle Seit an Seit. Alle? Nun ja, alle bis auf den einen: den Verräter. Denn zu Spielbeginn wird einer der tapferen Recken in den Dienst der Dunkelheit gestellt. Damit läuft hinter den Kulissen ein verdeckter Machtkampf von Gut gegen Böse ab, der in Form von weißen oder schwarzen Schwertern auf der Tafelrunde protokolliert wird. Bei einem regulären Spielende werden diese Schwerter gezählt, um zu ermitteln, wer letztendlich triumphieren konnte. Das mittelalterliche Spektakulum ist für 36,50 Euro erhältlich.

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Zombies!!!
"Alleine in einer verlassenen Stadt, und alles, was um einen herum lebt, sind die Toten …" so beginnt jeder Zombiefilm und damit natürlich auch die Zombie-Persiflage von Pegasus Games. Ziel der Metzelei ist es, einen Hubschrauberlandeplatz zu erreichen oder 25 Widergänger zurück in die Hölle zu schicken. Der Spielplan entsteht im Laufe der Partie, gelegt durch die Teilnehmer. Mit wachsender Stadt, drängen zunehmend vital benachteiligte Mitmenschen auf die Spieler ein. Man würfelt das Fortkommen des Charakters, sammelt Gesundheits- und Munitions-Tokens und wehrt sich genregerecht seiner Haut mit Schrotflinten.

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Dabei versuchen alle Teilnehmer sich gegenseitig mit Ereigniskarten am Überleben zu hindern. Wie für Horrorstreifen üblich, gibt es mittlerweile schon fünf Teile dieser Spielenacht der lebenden Leichen. Der Preis der zweiten Edition beträgt 23,50 Euro.