Auch, wenn eine Zombieinvasion eher düster ist, Brawl Busters ist es nicht. Abgesehen von den bunten Levels und den abgedrehten Charakteren, die ihr verkörpern könnt, enthält das Onlinespiel eine gehörige Portion Humor. Wer wollte Untote nicht schon immer mit E-Gitarren grillen oder mit eine Baseballschläger vermöbeln?

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Zu Beginn entscheidet ihr euch, ob ihr ein Boxer, ein Rockstar, ein Feuerwehrmann, ein Baseballspieler oder ein Footballspieler sein möchtet. Die illustre Truppe singt zwar kein YMCA, ist aber noch schräger drauf als die Village People es je waren. Habt ihr euch für einen Helden entscheiden, bestimmt ihr dessen Aussehen und rüstet ihn mit grundlegenden Gegenständen aus, die er benötigt, um zumindest die ersten Zombieattacken zu überleben.

Brawl Busters bietet mehrere Spielmodi, darunter auch ein Singleplayer-Modus. In diesem bekommt ihr es alleine mit den Untoten zu tun. Dabei heißt es nicht nur, Welle um Welle der Angreifer abzuwehren, ihr müsst auch Missionen erfüllen, etwa Gegenstände finden oder bestimmte Zombies eliminieren. Gesteuert wird wie in gängigen Actionspielen. Ihr verfolgt das Geschehen dabei, indem ihr dem Protagonisten über die Schultern schaut. Ihr findet natürlich immer bessere Waffen oder dürft euch welche mit gewonnenen Punkten kaufen (oder auch gegen echtes Geld). Die Zombies mittels Granat- oder Flammenwerfern kalt zu machen, kommt dabei natürlich umso cooler, als mit Boxhandschuhen auf sie einzuprügeln oder Bälle nach ihnen zu werfen – wobei das auch einen gewissen Reiz ausübt.

Brawl Busters - Viele, viele bunte Zombies!

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Im Team stellt ihr euch Horden an Zombies.
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So richtig Freude kommt aber erst auf, wenn ihr mit anderen Spielern gemeinsam unterwegs seid. Dabei könnt ihr entweder kooperativ agieren oder euch in PvP-Modi gegenseitig ausradieren. Es ist natürlich sinnvoll, wenn eure "Gruppe" aus verschiedenen Charakteren besteht. Nicht nur des Spaßes wegen sondern auch aus taktischen Gründen. So haut der Boxer im Nahkampf mächtig zu, während der Rocker etwa von weiter weg die Zombies brutzelt.

Modus Operandi

Auch klassische Modi sind spielbar, darunter "Team-Deathmatch", was inzwischen durchaus bekannt sein sollte. In "Zombie Survival" ist es eure Aufgabe, in Dreierteams gegen eine Horde an Zombies zu überleben. Auch "Boss Battle" ist recht einfach zu erraten, denn hier lautet eure Aufgabe, einem Bossmonster gegenüberzutreten. "PvP Free For All" bedeutet Jeder gegen Jeden und in "Glow Rush" müsst ihr das gegnerische Team vollständig vernichten und die Glow-Energie der ausgeschalteten Spieler einsammeln. Ihr seht, es erwarten euch sehr abwechslungsreiche Modi. Für Spaß und Motivation ist also durchaus gesorgt.

Packshot zu Brawl BustersBrawl BustersRelease: PC: 2011

Und jeder der Modi ist auch wirklich spaßig. Natürlich muss man die richtigen Mitspieler finden, aber dies ist bei jedem Onlinespiel der Fall. Auch die Maps sind abwechslungsreich und logisch aufgebaut und bieten für jede Klasse genug "Entfaltungsspielraum". Auf den Maps befinden sich meist verschiedene Zonen, welche von Zombies besetzt sind. Ihr kämpft euch also von Zone zu Zone voran, sammelt Punkte und Erfahrung und kommt, wie schon beschrieben, auch ab und zu an ein neues Item.

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Auch das Spielen im Singleplayer ist in Brawl Busters möglich.
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So auf die schnelle hört sich Brawl Busters erstmal nach Standard-Free2Play-MMO an. Die meisten Spielmodi sind bekannt und auch das Szenario mit Zombies ist nicht neu. Was Brawl Busters aber von anderen Onlinespielen unterscheidet ist zum einen der kooperative Modus. Diesen kann man durchaus als eine abgedrehte Version von Left4Dead ansehen – in bunt. Gemeinsam Zombies zu jagen, sich Horden an Untoten zu stellen, Auswege finden, Taktiken austüfteln und einfach nur losballern und schlimme Zerstörung anrichten, das macht in Brawl Busters Spaß.

Der zweite Punkt ist der Humor inklusive der völlig durchgeknallten Charaktere. Mit dem Rocker, Boxer, Baseballspieler, Feuerwehrmann und Footballspieler mag sich nicht jeder anfreunden, vor allem diejenigen nicht, die etwas ernstere Action bevorzugen. Wer sich jedoch auf das Szenario einlässt, den saugt die Atmosphäre regelrecht ins Spiel. Irgendwann wird man jedoch auch hier genug haben von den Ballereien und den teilweise allzu bunten Maps. Doch schon nach kurzer Pause möchte man wieder Zombies jagen. Einsteiger sollten übrigens unbedingt das Tutorial anspielen, da sie sonst in den schnellen Kämpfen verloren sind.

Lustige, kurzweilige Zombiehatz in knallbunter Optik. So macht Zombies verhauen auch Spaß!Fazit lesen

Kauf dir was!

Wie jedes Free2Play-Spiel finanziert sich auch Brawl Busters über einen Item-Shop. Hier könnt ihr euch verschiedene Ausrüstungsgegenstände und Waffen kaufen – meist jedoch erst, wenn ihr ein bestimmtes Level erreicht habt. Zudem dürft ihr euch bei Bedarf neue Kleidung zulegen, um euren Helden noch weiter zu individualisieren.

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Im Spiel rumst es an allen Ecken und Enden.
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Einen Wehrmutstropfen bildet jedoch die derzeitige Spielgeschwindigkeit. So hatten wir während des Tests immer wieder mit Lags zu kämpfen, was den Dampf aus den Matches nahm. Hier sollten die Entwickler unbedingt noch am Netzwerkcode feilen, da sonst sicher einige Spieler mit der Zeit die Lust verlieren. Auch das Balancing scheint hier und da noch etwas Feinschliff zu gebrauchen, so hatten wir das Gefühl, dass einige Charaktere schneller den Zombies zum Opfer fielen als andere, was gerade in Teamkämpfen ärgerlich sein kann. Richtig fantastisch wäre es, wenn es mehr Optionen für Attacken gäbe. Hier sind die wenigen Angriffe trotz der vielen Waffen etwas mau. Doch wir meckern hier auf recht hohem Niveau für ein kostenloses Spiel.