Als der RPG-Shooter Borderlands im vergangenen Jahr auf der GC vorgestellt wurde, machte die Zahl von 500.000 verschiedenen Waffen die Runde. Nur um sicher zu gehen, fragte ich in diesem Jahr bei der Präsentation desselben Spiels den Geschäftsführer von Gearbox Software, Randy Pitchford, ob sich an dieser Zahl etwas geändert hätte.

"Wir haben einige Veränderungen an den Charakterklassen vorgenommen, daher beläuft sich die Zahl der Waffen im Spiel momentan auf 653.000", so sein trockener Kommentar. Hört sich so an, als zeige die Tendenz eindeutig nach oben.

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Nix für Traditionalisten

Dasselbe kann man auch für dieses Actionspiel aus dem Hause Gearbox im Allgemeinen festhalten: Die Eindrücke der Demonstration, die uns eine Quest aus dem ersten Akt des Spiels vorführte, waren überwiegend positiv. Der für Xbox 360, PS3 und PC erscheinende "RolePlay Shooter" (so Pitchford), verspricht das Shooter-Genre mit einigen frischen Elementen aufpeppen zu können. Etwas Besseres kann man sich als Action-Fan eigentlich kaum wünschen - es sei denn, man gehört zu den unverbesserlichen Traditionalisten, die auch heute noch CS spielen ;)

Borderlands - "Wir haben derzeit 653.000 verschiedene Waffen im Spiel."

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Ungelogen: Im Spiel gibt es über 650.000 unterschiedliche Waffen.
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Die Entwickler versetzen uns auf den Planeten Pandora, der sich mitten in den Borderlands befindet, einem unzugänglichen Gebiet irgendwo im All, in das sich nur einige verwegene Glücksritter freiwillig wagen - wir. Das fertige Spiel wird euch übrigens erlauben, die Kampagne online mit bis zu vier Spielern im Koop-Modus zu zocken. Bei der Demo sahen wir dagegen nur zwei Gearbox-Mitarbeitern bei ihrer actionhaltigen Arbeit zu.

Shooter mit Erfahrung

Zunächst brettern sie in einem Mad Max-Ambiente und einem dazu passenden Vehikel durch wüstenähnliche Gebiete und ballern auf alles, was nicht bei drei auf den nicht vorhandenen Bäumen Zuflucht gefunden hat. Naja, eigentlich ist es umgekehrt, und Banditen haben den einen oder anderen Hinterhalt für die beiden parat. Sehr interessanter Fakt: Beide Spieler können während voller Fahrt - also on the fly - die Positionen tauschen und sich als Fahrer und Schütze abwechseln. Sieht nicht nur cool aus, es scheint auch jede Menge Spaß zu machen.

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Die SciFi-Welten von Borderlands sind äußerst einfallsreich designet.
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Das Ziel dieser kurzweiligen Fahrt ist eine Iridium-Mine, in der wir nach dem Rechten sehen wollen. Gerüchteweise sollen sich dort ein paar Halunken aufhalten und auch das eine oder andere Goodie verstecken - genau das Richtige, um unseren Abenteuersinn zu wecken. Die Minen sind natürlich entsprechend verwinkelt und bieten jede Menge Gelegenheiten, damit sich unser Demo-Team in Scharmützeln beweisen kann.

Spaßiger und innovativer Genre-Vertreter – und mit 653.000 Schießprügeln genau das Richtige für Waffen-Fetischisten.Ausblick lesen

Gekonnt decken sie sich gegenseitig und kassieren so für jeden Abschuss Erfahrungspunkte, wie es sich für ein Rollenspiel gehört. Alle paar Schritte heben sie dabei Waffen aller Art auf, mal mit Elektro-Schaden, Feuer-Boni oder ähnlichen Zusatzspecials. Interessanter Nebenaspekt: Wer Borderlands online im Koop-Modus spielt, nimmt alle eroberten Punkte und Waffen mit in seine Version des Spiels. Klasse!

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Alle Vöglein sind schon da...
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Ihr fragt euch jetzt sicherlich, wie man bei der schieren Masse an Waffen so viel Zeug mit sich rumschleppen soll? Diese Frage beantworten die Entwickler mit einem simplen aber genialen Kniff: Ihr tragt all die Wummen nicht etwa in ihren sperrigen Versionen mit euch rum, sondern speichert lediglich die Blaupausen der Schießprügel in eurem tragbaren "Storedeck" ab und greift - Nanotechnologie macht’s möglich - bei Bedarf später wieder darauf zurück.

Die durch Kills und Quests erworbenen Erfahrungspunkte setzt ihr wiederum in spezielle Skills um, die eure Spielfigur immer effizienter und so im Spielverlauf immer mächtiger machen. Pitchford legt großen Wert darauf zu betonen, dass dies absolut so gewollt ist. Im Gegensatz zu spielen wie Oblivion leveln hier die Gegner nämlich nicht mit. Wenn ihr also beispielsweise mit Level 5 eine Quest nicht lösen könnt und mit Level 10 zurückkehrt, sollte die Aufgabe ein Kinderspiel darstellen.

Mithilfe der im Spiel verteilten so genannten Skillstations könnt ihr übrigens eure Fertigkeiten jederzeit ändern und die Ausrichtung eurer Charaktere euren Wünschen anpassen. Ein "Verskillen" sollte demnach in Borderlands unmöglich sein.