Zur Überraschung vieler Spieler hatte sich der knallgrelle, aber dennoch umstrittene Rollenspiel- und Shooterhybrid Borderlands kürzlich in Australien eine unzensierte Freigabe verdient.

Borderlands - Verwirrung um zensierte Version in Australien

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War vielleicht auch Mad Max heimlich zensiert?
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Ungewöhnlich hieran ist, dass die australische Kommission, die für die Einstufung von Spielen zuständig ist, die OFLC, normalerweise sehr hart gegen Gewaltdarstellung in Games vorgeht bzw. von Seiten der Politik gedrängt wird, Spiele dergestalt zu bewerten. Zuletzt hatte sich der Coop-Shooter mit Zombiethematik Left 4 Dead 2 unter die Schere zu legen. Borderlands ist zwar von der Gestaltung her sehr stilisiert, beinhaltet aber auch viele heftig gewalttätige Szenen.

Eine solche Gelegenheit ließen sich die australischen Spieler natürlich nicht entgehen und luden bereits vor dem Release und der damit verbundenen Freischaltung ihre vermeintlich unzensierte Version über Steam herunter. Umso verblüffter waren sie, als sie in ihrem Download eine Datei mit dem bezeichnenden Namen "borderlands_low_violence.ncf" vorfanden, die in der US-amerikanischen Version des Spiels nicht enthalten ist.

Publisher 2K Australia bemerkte zu dem Thema, dass man sich bereits mit Valve in Verbindung gesetzt habe, um herauszufinden, wie es dazu kam und wie man "mit den Leuten umgehe, die bereits die falsche Version heruntergeladen haben".

Unklar ist weiterhin, inwieweit die Version falsch oder zensiert und für welchen Markt sie eigentlich gedacht war.

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