Autor: Christopher Link

Früher war doch alles besser: Heute gibt es Selbstmordattentäter, US5 und Bier Tycoon. Damals gab es nur den Bomberman. Der knuffige Pyromane hat seit seinem ersten Auftritt im Jahre 1983 so ziemlich jedes System mit wenigstens einem Serienvertreter beehrt. Der Erfolg ist ohne Zweifel dem gnadenlos einfachen und doch genialen Spielprinzip zu verdanken, welches vor allem im Mehrspielermodus bereits Millionen Spieler in seinen Bann gezogen hat.

In Kürze wird es auch für Sonys kleinen Handheld, die PSP, ein passendes »Bomberman« geben. Wir sagen euch im Review, ob die Bombe nur ein faules Ei ist oder wirklich explodiert.

Ich Bomberman, du tot...
Im Gegensatz zu den meisten »Bomberman«-Teilen pfeift die PSP-Version auf eine einfache 2D-Ansicht und bedient sich stattdessen einer leicht geneigten Perspektive. Das ist natürlich Geschmackssache und man kann davon halten, was man will.

Bomberman - Das knallt rein! Die vielleicht genialste Spielidee jetzt auch auf Sonys Handheld.

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Also, ich sehe fünf potentielle Opfer und du?
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Selbst für eingefleischte Bombermänner ist diese neue Art der Darstellung kaum gewöhnungsbedürftig. Im Kontrast zum eher misslungenen Xbox 360-Vertreter »Bomberman: Act Zero«, der vollständig auf eine dreidimensionale Darstellung setzte, ging hier wenigstens die Übersicht nicht flöten. Alle Objekte und Spielfiguren sind ohne weitere Probleme für den Spieler erkennbar.

Einfach unsterblich...
Tja und was lieben wir an »Bomberman« so? Richtig, das denkbar einfache aber dennoch spaßige Gameplay. Die wichtigsten Eckdaten für alle Leute, die die Serie nicht kennen - was im Übrigen sehr unwahrscheinlich ist - heißen Spielfigur, Bombe und Gegner. Durch verschiedene Labyrinthe geht es den Widersachern auf explosive Weise an den virtuellen Kragen. Dabei müssen wir allerdings aufpassen, nicht selbst Opfer unserer eigenen Bomben zu werden, sowie den direkten Kontakt mit Gegnern vermeiden. Mehr braucht man eigentlich nicht zu wissen.

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Puuh, das war knapp! Gerade noch so entkommen wir unser eigenen Bombe.
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Auch in der PlayStation-Portable-Version hat sich daran freilich wenig geändert. Für Auflockerung in den Matches sorgen Power-Ups wie Erhöhungen des Bombenradius, schnellere Laufgeschwindigkeiten sowie Bomben, die nicht nur in die üblichen Richtungen explodieren. Das Sammelsurium an Extras lässt sich beliebig fortführen und hat zudem so ziemlich alles in petto, was in den ganzen Jahren der »Bomberman«-Geschichte neu eingeführt wurde.

Weltreisen sponsored by TUI...
Im Einzelspielermodus verschlägt es den Spieler in verschiedene Welten mit unterschiedlichen Settings. Dies hat aber meist nur einen optischen Unterschied zur Folge, am Spielprinzip ändert sich dadurch nichts. Der Spieler kämpft sich von einer Stage zur nächsten, bis er es schließlich am Ende mit einem Bossgegner - oder gleich mehreren - zu tun hat.

Wurde diese Stage geschafft, geht es ab in die nächste Welt. Interessant ist jedoch, dass sich der Spieler vor jeder Runde mit Extras in einer Art Inventar eindecken kann. Erneut aufsammeln muss man die Power-Ups also nicht, außer natürlich man begeht einen Fehler und muss den Level neu starten.

Mehrspielerfreuden ohne Ende...
Die Steuerung klappt ohne Murren. »Bomberman« lässt sich intuitiv mithilfe der Richtungstasten durch die Gänge der Levels dirigieren. Die Auswahl bereits eingesammelter Extras erfolgt geradezu genial gelöst über die Schultertasten. Bomben legt ihr mit einem simplen Knopfdruck - oder habt ihr was Anderes erwartet?

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Ein bisschen kalt in der Eiswelt? Wir heizen mit Bomben!
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Wirklich Spaß macht »Bomberman« - wie auf jedem anderen System - erst im Mehrspielermodus per Gamesharing im direkten Kampf gegen andere menschliche Bombermänner. Wie in allen anderen Teilen der Serie gibt es allerdings auch Teammatches. Zudem lässt sich vor jeder Runde nach Belieben konfigurieren, wie viele Extras das Level bieten soll. Richtig explosiv und spannend wird es also vor allem dann, wenn die Stage vor Power-Ups nur so strotzt.

Schade nur, dass es keinen Onlinemodus gibt. Gerade in diesem Punkt hätte »Bomberman« richtig punkten können. Und dass es eher wahrscheinlicher ist, irgendwo unterwegs Spielgefährten zu finden, wäre das stärkste Argument für die Entwickler gewesen, einen Onlinemodus zu integrieren.

Gamesharing für alle!
So bleiben wie bereits gesagt nur die geradezu kultverdächtigen Gefechte per Gamesharing mit bis zu drei Mitspielern. Positiv ist jedoch anzumerken, dass eine einzige UMD ausreicht, um ein Match zu starten. Einziger Wermutstropfen: Jede PlayStation Portable muss mindestens Firmware 2.81 installiert haben, sonst gucken die Spieler leider in die sprichwörtliche Röhre.

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Mit den richtigen Extras jagen wir auch diesen Angeber in die Luft.
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Grafisch reißt sich »Bomberman« wahrlich kein Bein aus, liefert aber eine schnörkellose Darstellung ohne Framerate-Einbrüche oder sonstige Ärgernisse. Auch die Explosionen sind eher von durchschnittlicher Qualität. Ein typisches »Bomberman« eben. Dies trifft auch auf die akustische Seite des Spiels zu: Ein bisschen Dudelmusik hier, ein paar zweckmäßige, aber nicht nennenswerte Soundeffekte da. Fertig ist der frisch aufgelegte Klassiker.