Für ein umfassendes Verständnis des Kampfsystems ist das Verinnerlichen der verschiedenen Tastenbefehle eine gute Grundlage, doch sollte man sich auch der verschiedenen ausgefeilteren Taktiken und Techniken im Kampf bewusst werden, die etwas mehr Kontrolle über Spielfigur und Timing benötigen, dafür aber auch deutlich effektiver ausfallen als die gewöhnlichen Bewegungen und Attacken. Wir stellen einige Taktiken und Manöver vor, die eure Überlebenschancen im Kampf deutlich steigern und mit denen selbst härtere Gegner kein Problem mehr darstellen sollten.

Bloodborne: Fortgeschrittene Techniken

Backstab
Ein kritischer Angriff von hinten, im Spielerjargon meist als 'Backstab' bezeichnet, stellt eine perfekte Möglichkeit dar, um einen Kampf zu entscheiden, bevor er überhaupt richtig begonnen hat. Backstabs lassen sich ideal gegen unbedarfte Gegner ausführen, die euch noch nicht entdeckt habt, sind mit etwas Übung allerdings auch im Kampf ausführen, obgleich hier die Riposte eine bessere Wahl darstellt. Wenn ihr einen Widersacher mit einem aufgeladenen starken Angriff in den Rücken trefft, bringt ihr in zum Taumeln und könnt direkt eins oben drauf setzen, indem ihr einen leichten Hieb nachsetzt, der in der Folge - mit einer ziemlich üblen Animation verbunden - extra hohen Schaden austeilt. Sofern sich also die Möglichkeit auftut, nähert euch einem Feind vorsichtig und begrüßt ihn mit einem saftigen Treffer von hinten - gegen niedere Gegner sollte das bereits ausreichen, bei härteren Kontrahenten habt ihr zumindest eine gute Ausgangsposition für den folgenden Kampf erlangt.

Riposte
Der klassische Konter im Kampf, der als Riposte benannt ist, hat natürlich auch in Bloodborne wieder seinen Weg ins Spiel gefunden. Das Prinzip ist das Gleiche wie bereits in Dark Souls, obgleich das Manöver nun anstatt mit dem Schild durch den Treffer mit einer Schusswaffe ausgelöst wird: Kurz bevor eine gegnerische Attacke euch eigentlich treffen müsste, feuert ihr eure Flinte ab und stoßt den Angreifer so zurück. Die folgende kurze Öffnung könnt ihr nutzen, um mit einem schnellen Hieb nachzusetzen, der ebenso wie der Backstab in der Folge kritischen Schaden austeilt und durchaus ansehnlich daherkommt. Wie auch schon der Angriff von hinten lässt sich auch die Riposte nicht gegen alle Gegnertypen einsetzen, allzu große Gegner sind vor diesen Formen des Angriffs gefeit und müssen auf herkömmlichem Wege bezwungen werden.

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Damit ein Backstab gelingt, müsst ihr euch eurem Gegner leise nähern - dreht er sich zu früh um, ist die Chance vertan.
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Regain-System
Dieses neu eingeführte System ist gerade in härteren Gefechten in seiner Nutzung essentiell für den Sieg, denn es erlaubt euch, verlorenes Leben durch schnelle Gegenangriffe wieder zurückzuerlangen. Nachdem ihr einen oder mehrere Treffer kassiert habt, färbt sich der ein Teil eures Gesundheitsbalkens orange - dies ist der Schaden, den ihr erhalten habt. In den folgenden Sekunden lässt sich die verlorene Lebensenergie Stück für Stück wiederherstellen, indem ihr erfolgreiche Treffer auf gegnerische Einheiten austeilt, allerdings habt ihr nur ein kurzes Zeitfenster für ein solches Manöver zur Verfügung, nach einigen Sekunden ist die Gesundheit endgültig verloren. Auch wenn sich riskantes Vorgehen durch das Regain-System auszahlen kann, solltet ihr dennoch vor einem kopflosen Gegenangriff eure Chancen abwägen und im Zweifel die klassische Heilung über Blutphiolen vorziehen, sofern möglich.

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Transformationshieb
Dieser etwas umständliche Name steht für die spezielle Form des Angriffs, die eure Spielfigur durchführt, wenn ihr inmitten einer Kombo eure Waffe in ihre alternative Form transformiert. Durch den plötzlichen Formwechsel erhält eure Attacke einiges mehr an Durchschlagskraft und befähigt euch dazu, den Schildblock von Gegnern zu brechen, ohne auf einen langsamen aufgeladenen Angriff zurückgreifen zu müssen, der euch eine Blöße gibt. Zusätzlich hat der Angriff natürlich den offensichtlichen Effekt, eure Waffe der Kampfsituation anzupassen und so spielend zwischen Angriffen, die gegen mehrere Gegner gerichtet sind, und Schlägen auf einzelne Kontrahenten zu wechseln.

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Riposten kommen besonders sinnvoll gegen größere, schwerfällige Gegner zum Einsatz und teilen verheerenden Schaden aus.
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Sprungangriff
Führt man einen starken Angriff aus und bewegt dabei gleichzeitig den linken Analogstick nach vorne, so als wolle man einen kleinen Schritt voraus setzen, führt die eigene Spielfigur einen Satz nach vorne aus, der in einem wuchtigen Schlag mündet. Diese Form des Angriffs braucht zwar ein wenig Übung, weil perfektes Timing bei der Ausführung der beiden Befehle auf dem Controller vonnöten ist, ist dafür aber auch ein perfektes Mittel um massige Feinde mit viel Leben und Bossgegner niederzuringen, ohne sich dabei allzu nah an diese heranwagen zu müssen. So nähert man sich diesen auf ein paar Meter, springt dann bei günstiger Gelegenheit mit der Waffe voran auf sie zu, landet einen Schlag und sucht mit zwei, drei schnellen Ausfallschritten direkt wieder das Weite. Braucht zum Teil etwas Geduld, ist allerdings eine gute Herangehensweise bei den wirklich knackigen Duellen des Spiels.

Sturzangriff
Nicht ganz das Gleiche wie der Sprungangriff, aber mindestens eben so hilfreich. Ein Sturzangriff lässt sich ausführen, indem ihr während des freien Falls von einer höher gelegenen Ebene auf eine tiefer gelegene Etage die Taste für den leichten Angriff drückt. Euer Jäger hebt dann im Sturz seine Waffe und landet mit einem saftigen Überkopfhieb auf wahlweise dem Boden oder einem überraschten Gegner. In Bloodborne, wo die Vertikalität der Spielwelt wieder deutlich höher geschrieben wird als noch in Dark Souls 2, komm es immer wieder zu Situationen, wo ihr euch auf unbedarfte Gegner fallen lassen könnt und euch so in eine gute Ausgangsposition begebt, bevor der Kampf überhaupt richtig begonnen hat. Nutzt sie und ihr macht euch das Leben deutlich leichter.

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