Schaut die Vikarin Amelia zu Beginn der einleitenden Zwischensequenz noch menschlich und „normal“ aus, mutiert sie kurz vor der Eröffnung des Kampfes zu einer riesigen weißen Bestie, irgendwo zwischen einem Yeti und einem Rentier. Ihr habt es hier also nicht wie noch bei dem Pater und der bluthungrigen Bestie mit einem kleinen, sondern mit einem absolut gewaltigen Gegner zu tun, und zwar mit einem, der ordentlich Schaden austeilt. In diesem Duell ist es wichtiger denn je, den feindlichen Angriffen auszuweichen. Wer den Kampf gegen die Vikarin bereits gewagt hat und nun auf der Suche nach Hilfe hierher gelangt ist, der weiß, wieso wir das extra betonen.

Grundsätzlich solltet ihr in jedem Fall ausreichend Blutphiolen und Silberkugeln, im Optimalfall auch ein paar Molotow-Cocktails bei euch tragen, bevor ihr euch in das Gefecht stürzt. Negative Statuseffekte kann euch die Vikarin nicht zufügen, von daher sind Resistenzen bei der Wahl der Ausrüstung nicht von Belang – wichtig ist vielmehr eine möglichst hohe physische Abwehr für den Notfall, sollte euch die Vikarin mit einem ihrer schweren Angriffe treffen. Nachdem das nun geklärt ist, wird es Zeit, den Gegner genau zu analysieren: Mit wem oder was habt ihr es überhaupt zu tun?

Anders als die vorigen Bosse ist die Vikarin Amelia ein vergleichsweise langsamer und träger Gegner, dabei aber keineswegs ungefährlicher. Ganz im Gegenteil: Schon ein einziger Treffer mit ihren mächtigen Pranken kann euch einen Großteil der Lebensleiste kosten. Daher ist es gerade in diesem Kampf unfassbar wichtig, rechtzeitig auszuweichen, da ihr euch keinen einzigen Fehler leisten könnt, wenn ihr den Kampf erfolgreich beenden wollt.

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Weicht immer seitlich bzw. in die gegenläufige Richtung ihrer Angriffe aus. Ihr fahrt in diesem Duell am besten, wenn ihr es generell vermeidet, direkt vor der Vikarin zu stehen – achtet stattdessen darauf, möglichst neben oder hinter ihr zu bleiben und von dort aus auf das weiße Fell und die verletzlichen Beine einzuschlagen. Fast alle Attacken der Vikarin sind frontal nach vorne gerichtet, sodass ihr hinten weitestgehend sicher seid.

Das Angriffsschema von Amelia ist überschaubar und schnell erkannt. Zu den häufigsten Attacken gehören ein Schlag mit der Pranke, entweder nach links oder rechts, dem ihr durch eine gut getimte Rolle in die jeweils gegenläufige Richtung gut ausweichen könnt – dabei bietet sich auch direkt die Chance, der Bestie 2-4 Schläge reinzudrücken. Gefährlicher ist ein ähnlicher Prankenangriff, bei dem sie die Klaue allerdings am Boden entlangzieht. Ihr erkennt den anstehenden Angriff sofort an den Funken, die beim Reiben der Klaue am Boden entsteht. Aufgepasst: Ihr könnt dieses Mal nicht durch eine gegenläufige Rolle ausweichen! Rollt stattdessen nach hinten oder in die andere Richtung aus.

Haltet ihr euch gerade auf Distanz zur Vikarin, setzt sie oft zu einem starken Sprungangriff an, der euch bei einem Treffer zu Boden schlägt. Diesem könnt ihr, abermals durch eine Rolle, recht simpel entgehen. Damit sind die gängigsten Angriffe abgehakt, es kommen allerdings einige spezielle hinzu. Hierzu zählt ein beidhändiger Schlag auf den Boden, der eine Druckwelle frontal in eure Richtung auslöst, welche dank enormer Reichweite auch einige Meter entfernt noch Schaden anrichtet. Außerdem versucht Amelia zwischendurch immer mal wieder, euch mit beiden Händen zu packen. Beide Angriffe sind leicht vorhersehbar und durch präzise getimte Rollen könnt ihr gut ausweichen.

In einem späteren Stadium des Kampfes gerät die Bestie in Rage. Ist dieser Moment gekommen, reiht sie häufig mehrere Prankenschläge aneinander – dann fahrt ihr am sichersten, indem ihr euch kurzzeitig ein wenig in die Distanz zurückzieht und nach der schweren Combo zurückeilt.

Wie solltet ihr also im Duell vorgehen? Wir empfehlen euch, immer so gut es geht im Rücken der Vikarin zu bleiben und auf jeden Fall die direkte Konfrontation zu vermeiden. Steht ihr direkt hinter ihr, könnt ihr quasi ungehindert auf sie einschlagen, bis sie sich dreht oder zurückspringt. Dabei ist die größte Herausforderung, durch das Felldickicht und die wirre Kameraführung nicht abgelenkt zu werden und den Überblick zu behalten. Visiert die Vikarin deshalb besonders in diesen Momenten immerzu an.

Solltet ihr doch einmal direkt vor ihr stehen, könnt ihr mit einer seitlichen Rolle meist recht einfach wieder in ihrem Rücken landen und sie eure Waffe schmecken lassen. Attackiert dabei besonders die verletzlichen Füße. Habt ihr diese genug beschädigt, besteht die Chance, dass Amelia zu Boden sinkt – dann könnt ihr mit einem Eingeweideangriff auf den Kopf zuschlagen. Da Amelia ordentlich einstecken kann, wird das ganze Vorgehen eine Weile dauern, aber bleibt ihr konzentriert und geduldig, dann werdet ihr sie irgendwann bis in die letzte Phase des Kampfes zwingen.

In dieser letzten Phase (etwa dann, wenn das Biest nur noch ein Drittel der Lebensenergie besitzt) versucht Amelia immer häufiger, sich selbst zu heilen. Ihr müsst diesen Prozess unbedingt verhindern! Lasst kaum noch Distanz zwischen ihr und euch zu und folgt ihr auf dem Fuß, sobald sie von euch wegspringt, damit der Heilprozess gar nicht erst eingeleitet werden kann. Sollte sie sich doch einmal mit ihrem golden leuchtenden Medaillon heilen, werft einen Molotow oder schlagt mit schweren, aufgeladenen Hieben auf sie ein, bis ihr die Heilung abgebrochen habt. Alternativ könnt ihr auch eine Phiole mit Betäubendem Nebel auf Amelia werfen - dieses Item ist direkt dazu gemacht, Heilung zu unterbinden, was bei der Vikarin auch wunderbar klappt.

Belohnung

Für den Sieg über Amelia erhaltet ihr 15.000 Blutechos sowie ein goldenes Amulett, das ihr in einen Blutedelstein verwandeln könnt. Vor dem Altar befindet sich nun außerdem eine Laterne, an der ihr speichern und zurück in den Traum des Jägers reisen könnt. Ihr könnt (und solltet) außerdem den großen Altar selbst für eine Zwischensequenz untersuchen, in der ihr das Passwort erfahrt, das euch zum verlorenen Wald bringt – beachtet allerdings, dass damit der nächste Story-Abschnitt eingeleitet wird und Gegner stärker und Einkäufe teurer werden.

Habt ihr die bluthungrige Bestie noch nicht besiegt, solltet ihr diese zuerst erledigen, bevor ihr die Zwischensequenz aktiviert und der Schwierigkeitsgrad ansteigt. Es rentiert sich außerdem, ein paar Blutechos zu sammeln und einige Blutphiolen und Molotows zu kaufen, bevor die Preise danach um mehrere hundert Echos ansteigen.

Inhaltsverzeichnis:

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