Hinter dem mysteriösen Portal im Wasser findet ihr den Mondseite-See – eine endlose, weite Fläche, bedeckt von einer dünnen Schicht Wasser. Deckung gibt es hier ebenso wenig wie einen Platz zum Verstecken. Exakt hier erwartet euch der nächste große Bosskampf im Spiel, dieses Mal gegen Rom, die geistlose Spinne.

Entgegen der gängigen Vorstellung besitzt Rom einen großen Körper und dafür wiederum nur sehr kurze und kleine Beine. Damit ist sie zwangsläufig weniger beweglich – allerdings nicht auch weniger gefährlich. In diesem Bosskampf ist eure Geschwindigkeit das A und O.

Das Ungewöhnliche an diesem Bosskampf: Rom selbst greift kaum aktiv in den Kampf ein und verlässt sich stattdessen ganz auf ihre „Beschützer“. Schon ab der ersten Minute tummelt sich ein Rudel kleinerer Spinnen um sie herum, die euch zwar nicht verfolgen, euch aber angreifen, wenn ihr in ihre Nähe kommt. Da sich Rom stets im Kern dieses Rudels befindet, müsst ihr euch zwangsläufig immer mitten in die Menge hineinbegeben. Die kleinen Spinnen sind zwar sehr langsam, beherrschen allerdings zwei gefährliche Attacken: einerseits ein reichweitenhohes „Pieken“ mit den Armen, andererseits einen tödlichen Sprungangriff. Gerade letzterer kann schnell für Bildschirmtode führen, da man die springende Spinne oft erst dann erkennt, wenn sie bereits im Landeanflug ist.

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Um Rom Schaden zuzufügen, gilt es also, das Rudel so auseinanderzuziehen, dass der Weg in die Mitte möglichst frei ist und Rom ungedeckt da steht. Lauft hierzu einfach ein paar Mal um die Menge herum, bis sich ein freier Weg offenbart. Nutzt diese Gelegenheit, prescht in die Gasse hinein und lasst die Schläge nur so auf Rom herunterprasseln. Zielt möglichst auf ihren Körper und nicht auf ihren Kopf, da sie am Kopf weniger Schaden nimmt. Schlagt so oft auf sie ein, wie es euch mit Ausdauer und Platzfreiheit (bedenkt die Spinnen im Umkreis!) möglich ist, und zieht euch dann wieder ganz nach außen zurück, in sichere Entfernung vom Spinnenrudel. Je nachdem, wie viel sie einstecken musste, wird sie sich so oder so an einen anderen Ort teleportieren. So weit, so einfach.

Schwieriger wird es in der zweiten Phase des Kampfes, sobald Rom ca. ein Drittel ihrer Lebensleiste verloren hat. Ab diesem Punkt zaubert sie immer wieder einen Eishagel über eurem Kopf herbei, der 4-5 Eiskristalle auf euch herabregnen lässt, denen nicht nur schwer auszuweichen ist, sondern die auch extremen Schaden anrichten. Ein einzelner Treffer kann mehrere nach sich ziehen und diese können euch bei einer kleinen Gesundheitsleiste bereits töten! Seid ihr schon einmal bis zu diesem Punkt vorgestoßen, wisst ihr, wovon wir reden.

Es ist also unglaublich wichtig, dass ihr diesen Eishagel-Zauber bereits im Vorfeld erkennt und dann richtig ausweicht. Erkennen könnt ihr den Zauber daran, dass sich Rom aufrichtet – dann habt ihr ein kurzes Zeitfenster, um mit dem Ausweichen zu beginnen. Reiht Rolle an Rolle, um den Kristallen Stück für Stück zu entgehen, und zwar immer in die gleiche Richtung – beim Umdrehen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass euch ein Kristall erwischt. Ist der Hagel vorbei, dürft ihr kurz aufatmen.

Allerdings nur kurz, denn nun ist es Zeit für euren Gegenschlag. Geht wie schon in der ersten Phase vor: Lauft um das Spinnenrudel herum, sucht euch eine freie Gasse und eine passende Gelegenheit, prescht bis zu Rom in die Mitte hinein und schlagt zu, sie teleportiert sich, ihr zieht euch zurück. Diese simple, aber effektive Taktik bleibt auch für den Rest des Kampfes weitestgehend identisch. Vorsicht gilt jedoch, wenn Rom weiß aufleuchtet und einen Angriff auflädt – dann folgt eine Druckwelle, die in kleinem Bereich Flächenschaden zufügt. Rollt dann zurück und schlagt danach zu.

Befolgt ihr diesen Plan, könnt ihr Rom bereits in kurzer Zeit und ohne größere Probleme auf etwa die Hälfte oder ein Drittel ihrer Lebensleiste schwächen. Fast geschafft – nun folgt die letzte Phase.

In dieser letzten Phase kommen nochmals weitere gegnerische Angriffe hinzu, die euch vor allem das eigentliche Zuschlagen erschweren, da sie alle auf kurze Distanzen wirken. Der erste dieser Angriffe ist ein weiterer Eiszauber – dieses Mal fallen die Eiskristalle jedoch nicht von oben herab, sondern tauchen stachelartig aus dem Boden auf. Auch für diesen Zauber richtet sich Rom wieder auf, ihr könnt ihn also ebenfalls rechtzeitig vorhersehen. Ausweichen ist dieses Mal glücklicherweise gar nicht nötig, da ihr nicht getroffen werdet, wenn ihr euch nah bei Rom aufhaltet – und da ihr bekanntlich niemals mitten im Spinnenrudel unterwegs sein solltet, sind die Stacheln kein Problem.
Gefährlicher ist dagegen der zweite neue Angriff, bei dem sich Rom einmal quer über den Boden rollt. Zieht euch also sofort einige Schritte zurück, sobald sie ihren Körper zur Seite legt, um nicht von dieser mächtigen Rolle getroffen zu werden. Der Trick für den Gegenschlag ist es in diesem Fall, sich kurz aus dem Spinnenrudel zurückzuziehen und schnell nach der Rolle wieder hineinzupreschen.

Der Kampf gegen Rom ist generell nicht allzu schwierig und recht locker machbar, sobald man den Dreh einigermaßen raus hat – allerdings schadet es nicht, notfalls ein wenig Vitalität zu leveln, um die eigene Gesundheitsleiste zu erhöhen. Es gibt nichts frustrierenderes, als kurz vor dem finalen Schlag von einem einzigen Eiskristall-Treffer getötet zu werden. Glaubt uns - wir wissen, wovon wir reden.

Belohnung

Für das Besiegen von Rom winken 24.860 Blutechos sowie ein Verwandten-Kaltblut (12). Direkt im Anschluss an den Kampf folgt eine Zwischensequenz, die gleichzeitig auch eine Veränderung der Spielwelt einläutet – mehr dazu im nächsten Kapitel. Ihr findet euch danach im Kathedralenbezirk wieder. Kehrt ihr später durch das Portal in Byrgenwerth zum Mondseite-See zurück, könnt ihr dort außerdem wie gewohnt eine Reisepunkt-Laterne aktivieren – auch wenn sie im Prinzip unnötig ist.

Inhaltsverzeichnis:

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