Mit dem Märtyrer Logarius steht euch auf dem Dach von Schloss Cainhurst ein extrem starker und im späteren Kampfverlauf erstaunlich agiler Feind gegenüber, der nicht nur uns etliche Leben und Blutechos gekostet hat. Für diesen Kampf solltet ihr unbedingt euren Blutphiolenvorrat aufstocken.

Logarius wirkt auf den ersten Blick noch vergleichsweise träge und bewegt sich nur behäbig in eure Richtung. In der ersten Kampfphase sind die meisten seiner Angriffe ohnehin Distanzzauber, von daher kommt diese Trägheit nicht überraschend. Mit seinem Stab zaubert er immer wieder rötliche Kugeln oder Schädel herbei, denen ihr unbedingt ausweichen müsst, da sie euch schwer zusetzen.

Je nach Distanz verwendet er dabei unterschiedliche Zauber. Auf große Entfernungen erwartet euch meist eine sehr langsam gleitende rote Kugel, die jedoch explodiert und dadurch in großem Umkreis Schaden anrichtet – sehr gefährlich, aber glücklicherweise ist ihr leicht auszuweichen. Schwieriger wird es, den drei bis fünf einzelnen Skelettschädeln zu entkommen, die er in gerader Linie in eure Richtung schickt. Diese explodieren allerdings nur bei Kontakt und in kleinem Radius, sodass ihr auch direkt zwischen ihnen durchhuschen könnt – anfangs nicht ganz einfach, nach dem dritten oder vierten Versuch aber gut machbar.

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Der in der ersten Kampfphase mächtigste Angriff ist ein einzelner roter Schädel, der jedoch deutlich größer ist als die anderen und dessen Explosion in einem großen Radius austeilt. Logarius beschwört diesen Riesenschädel zu allem Überfluss auch noch auf kurze Distanzen, das heißt genau dann, wenn ihr ihn schon angreifen könnt bzw. angegriffen habt. Sobald er also die Sense in horizontaler Linie schwingt, solltet ihr sofort ausweichen - und zwar seitlich, nicht rückwärts.

Ihr könnt zudem die Umgebung zu eurem Vorteil nutzen, indem ihr euch hinter den Türmen postiert – diese fangen die rötlichen Schädel nämlich hervorragend ab. Auch später im Kampf kann euch diese Deckung sehr helfen, speziell dann, wenn ihr euch heilen müsst – hier seid ihr kurzzeitig sicher.

Übrigens: Versucht erst gar nicht, den Märtyer vom Dach herunterzustoßen. Das ist rein technisch schlichtweg nicht möglich, da er von einer unsichtbaren Wand geschützt wird. Das wiederum gilt nicht für euch, ihr könnt problemlos in den Abgrund springen. Empfehlenswert ist das allerdings aus offensichtlichen Gründen nicht, was ihr euch wahrscheinlich bereits denken könnt.

Allzu viele Angriffe sind es also nicht, die Logarius in der ersten Kampfphase nutzt, dafür sind diese jedoch ziemlich stark. Durch geschickte Sprints und gut getimte Rollen könnt ihr euch dennoch relativ leicht in seiner Nähe positionieren und seid damit für den Gegenangriff bereit. Es kommt anfangs überraschend, dass sich Logarius im Nahkampf kaum wehrt, doch lasst euch davon nicht irritieren, denn das wird sich in der zweiten Kampfphase radikal ändern. Diese startet, sobald der Boss etwa die Hälfte seiner Lebenspunkte verloren hat – so weit zu kommen, ist noch das kleinste Problem.

Ab jetzt wird alles ungleich schwieriger, bereitet euch also auf eine wirklich harte Nuss vor, die nicht leicht zu knacken ist. Die zweite Phase wird bereits eingeleitet durch eine mächtige Aura-Explosion, bei der Logarius sich kurzzeitig auflädt – das seht ihr rechtzeitig kommen, zieht euch also zurück. Die Explosion ist jedoch nur der Anfang, denn in der zweiten Phase ist der Boss wie erwähnt nicht nur etwas schneller, sondern geradezu erschreckend schnell, und obendrein hat er mittlerweile auch noch eingesehen, dass er die Sense und das Schwert ja auch für den Nahkampf verwenden kann.

Es wird folglich also wesentlich schwerer, ihm Schaden zuzufügen, ohne selbst einige Treffer zu kassieren. Geht also nun ganz nach dem Schema vor, wie ihr auch andere schnelle und starke Gegner besiegt habt: Haltet euch seitlich von Logarius oder hinter ihm und schlagt von dort aus aus sicherer Position auf ihn ein. Denkt daran, dass viele seiner Combos drei oder vier Schläge dauern, und stimmt eure Gegenangriffe zeitlich gut ab, um nicht doch von seiner Combo erwischt zu werden.

Das ist aber noch längst nicht alles. Mittlerweile hat Logarius auch einige neue Spezialangriffe und Manöver erlernt, die euch das Duell zusätzlich erschweren. Einer dieser Angriffe ist ein Stoß seiner Klinge ins Dach, wodurch das Schwert feststeckt – so weit nicht beeindruckend. Allerdings werden die ganze Zeit über, während das Schwert im Dach steckt, rötliche Klingen in der Luft beschworen, die in enormem Tempo auf euch zurasen und euch Schaden zufügen – das erinnert ein wenig an den Wahnsinn aus dem Mensis-Albtraum. Ihr könnt das verhindern, indem ihr das Schwert im Dach einfach zerschlagt – praktischerweise könnt ihr es sogar anvisieren. Vergesst dabei allerdings nicht, Logarius selbst im Auge zu behalten, der euch in rasender Wut hinterherstürmt. Sehr gefährlich.

Der zweite bedeutende neue Spezialangriff ist ein Sprung in die Luft, gefolgt von einem Sturmangriff, der selbst große Distanzen überbrücken kann. Diesen Ansturm aus der Höhe schließt Logarius mit einem Querschlag seiner Sense ab, was die Reichweite nochmals erhöht. Gerade hier wird die Kamera oft zum Problem und dreht sich ungewollt im Kreis, sodass ihr womöglich komplett die Übersicht verliert. Absolut nervig, durch ständiges Rollen kommt ihr aber ganz gut durch. Direkt nach dem Sturmangriff könnt ihr Logarius übrigens sehr gut angreifen, da er kurzzeitig verwundbar ist.

Dieser Kampf ist alles andere als einfach und dürfte selbst die erfahrensten Souls-Veteranen unter euch noch vor Probleme stellen – speziell dann, wenn ihr noch kein allzu hohes Level erreicht habt. Bleibt jedoch konzentriert und geduldig, nutzt die Umgebung zu eurem Vorteil und heilt euch jedes Mal auf das Maximum, dann erlegt ihr nach einiger Zeit auch den Märtyer Logarius.

Belohnung

Für den Sieg über den Märtyrer Logarius erhaltet ihr 25.600 Blutechos und die Krone der Illusionen. Außerdem könnt ihr auf dem Dach wie gewohnt eine Reisepunkt-Laterne aktivieren. Reist allerdings noch nicht sofort ab, denn an diesem Ort gibt es noch einiges zu entdecken.

Nach dem Bosskampf

Setzt hierzu die eben erlangte Krone der Illusionen auf. In der darauffolgenden Zwischensequenz wird ein mächtiges Schloss sichtbar – das Ekelblüter-Schloss, Sitz der Ekelblüter-Königin Annalise. Gegner trefft ihr in diesem Gebiet keine mehr, dafür jedoch ebenjenen NPC Annalise, die ihr im Thronsaal des Gebäudes findet. Ihr könnt vor ihr niederknien und den Ekelblut-Schwur ablegen, wofür ihr das Cainhurst-Abzeichen (mit diesem könnt ihr neue Waffen und Ausrüstung beim Bad-Boten im Traum des Jägers kaufen) bekommt. Zudem schenkt Annalise euch die Rune Korruption und die Geste „Respekt“. Fortan könnt ihr der Königin zudem Blutsamen schenken, die ihr von besiegten Jägern erhaltet. Macht das 2 Mal, dann lehrt euch Annalise die Geste, „Tiefer Respekt“.

Rechts im Thronsaal befindet sich außerdem ein Tisch mit einer Ungeöffneten Vorladung. Die solltet ihr euch ebenfalls schnappen. Falls ihr der Ekelblüter-Königin Böses wünscht, könnt ihr die Vorladung Alfred überreichen, welcher Annalise jedoch daraufhin tötet – ihr könnt sie allerdings im Altar der Verzweiflung wiederbeleben. Mehr dazu erfahrt ihr Kapitel Boss: Ebrietas, Tochter des Kosmos.

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