Bloodborne: Boss: Ebrietas, Tochter des Kosmos
Nachdem ihr den Altar der Verzweiflung betreten habt, seht ihr am anderen Ende der Höhle bereits ein mysteriöses Lebewesen herumliegen, das augenscheinlich nicht auf euch reagiert. Dieses Viech ist Ebrietas, Tochter des Kosmos, und damit euer nächster Bossgegner. Noch ist die Gute allerdings im Land der Träume und interessiert sich nicht für euch, sodass ihr in Ruhe die Umgebung erkunden und analysieren könnt. Viel zu sehen gibt es hier jedoch nicht – einzig und allein die Amygdala-ähnliche Minispinne auf dem Altar dürfte interessant sein, mit dieser lässt sich aber erst nach dem Bosskampf interagieren. Ansonsten gibt es über die Kampfarena nur zu sagen, dass ihr hier keine Deckung findet.

Der Kampf gegen Ebrietas beginnt, sobald ihr auf sie einschlagt. Dann reckt sie sich vom Boden und richtet sich langsam auf, sodass ihr dem Grauen ins Gesicht schauen könnt – hübsch ist die Tochter des Kosmos nämlich nicht. Dafür beherrscht sie umso schlimmere Angriffe und ist generell einer der schwersten Bosskämpfe des Spiels, womit sie ihr hässliches Äußeres wiedergutmacht. Seid gewarnt.

Ebrietas besitzt ein überaus ausgeprägtes Angriffsschema und deutlich mehr unterschiedliche Attacken als die meisten der Bosse, die ihr bisher bekämpft habt. Erwartungsgemäß sind auch die traditionellen Klauenhiebe wieder mit von der Partei, die Ebrietas sowohl von rechts nach links als auch in umgekehrter Richtung durchführen kann. Unterstützt werden diese Hiebe von den peitschenden Tentakeln, was die Reichweite nochmals enorm erhöht. Man neigt oft dazu, diese zu unterschätzen, und gerade bei Ebrietas kann das schnell tödlich sein – achtet also darauf und weicht rechtzeitig aus.

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Neben den horizontalen Hieben schlägt sie häufig auch von oben auf euch herab, was sich durch ein leichtes Zurücklehnen ihres Kopfes ankündigt. Auch bei diesem Angriff peitschen die Tentakel mit herab, die Reichweite ist also ziemlich groß, sodass es sich eventuell lohnt, zur Seite zu rollen anstatt nur einen Schritt nach hinten zu machen. Der Angriff lässt sich allerdings relativ gut vorhersehen.

Zu den gefährlichsten Nahkampf-Attacken von Ebrietas gehört darüber hinaus eine, bei der sie ihren Kopf mit gewaltiger Wucht auf den Boden (im schlimmsten Fall direkt auf euch) donnert. Nachdem sie ihren Kopf schnell zurücklehnt, habt ihr nur einen klitzekleinen Moment zum Ausweichen bzw. zum Wegrennen! Gerade wegen diesem schweren Angriff ist es ratsam, sich möglichst nicht direkt vor ihr aufzuhalten, da sie auf diese kurze Distanz einige ihrer stärksten und schnellsten Attacken beherrscht. Hierzu gehört außerdem ein „Sprint“ in eure Richtung, mit dem sie euch gnadenlos niedertrampelt.

Damit noch lange nicht genug, es geht weiter. Streckt sie den Kopf in eure Richtung aus, könnt ihr davon ausgehen, dass sie jeden Moment Blut aus ihrem Kopf in eure Richtung verspritzen wird. Als ob das nicht schon widerlich genug wäre, verursacht das Zeug auch noch Wahnsinn. Hier könnte ein Beruhigungsmittel im Schnellzugriff ganz praktisch sein, generell solltet ihr aber eher versuchen, dem Blut auszuweichen, um eure wertvollen Items nicht zu verschwenden – das kann auf Dauer teuer sein. Das Blut verspritzt sie zu allem Überfluss nicht nur in zwei schnellen Schüben in frontaler Richtung, sondern zwischendurch auch mal in die Horizontale – das erkennt ihr jeweils an ihrer Kopfbewegung.

Das war es dann mit ihren Angriffen – vorerst. Und wie solltet ihr vorgehen? Unser genereller Tipp ist, dass ihr euch möglichst nah an ihr haltet, und zwar immer leicht seitlich. Selbst ihre Front kann man ganz gut angreifen, solange man nah genug an ihr steht – sie darf euch nicht mit dem Kopf erwischen, sonst wird es zu gefährlich. Immer seitlich stehen ist ein gutes Rezept, wie bei den meisten Bossen.

Steht ihr in einer guten Position, wird Ebrietas meist Klauenhieb an Klauenhieb aneinanderreihen, was für euch nur vorteilhaft ist, da ihr den Angriffen mit etwas Geschick leicht ausweichen könnt und zwischen ihnen immer wieder Zeit für 1-2 Schläge habt. Solltet ihr doch einmal erwischt werden und ordentlich Schaden genommen haben, rennt weg, was das Zeug hält, und heilt euch erst, wenn ihr wirklich weit genug entfernt seid und sie nicht gerade zum „Sprint“ ansetzt. Danach heißt es wieder: Ran an den Boss und draufkloppen, sobald sich das richtige Zeitfenster ergibt. Ist alles nicht einfach, wissen wir, aber man bekommt ein Gefühl dafür und lernt ihr Verhaltensmuster langsam kennen. Außerdem seid ihr im Nahkampf vor den Wahnsinns-Blutfontänen aus ihrem Kopf geschützt. Praktisch.

In Phase 2 (sobald sie nur noch 50% ihrer Lebenspunkte besitzt) wird das Ganze nochmal eine Stufe schlimmer. Ebrietas neigt nun häufig dazu, komplett auszurasten und mit Armen, Beinen, Tentakeln und wie ihre missgebildeten Extremitäten sonst so heißen, um sich zu peitschen. Dabei werden in kürzester Zeit zahllose Angriffe aneinandergereiht, was das Ausweichen für euch fast unmöglich macht. Ihr müsst dann unbedingt raus aus der Trefferzone, sonst bläst euch Ebrietas schnell das Licht aus. Zieht euch auf sichere Distanz zurück, schaut ihr beim wilden Herumschlagen zu und stoßt dann wieder zu ihr vor, wenn sie sich einigermaßen beruhigt hat. Falls sie wieder damit anfängt, zieht euch eben nochmals zurück. Der Tollwut-Angriff ist in Phase 2 keine Seltenheit und mit Abstand der stärkste.

Ebenfalls hinzu kommt in der zweiten Phase ein erweiterter Sprint, an den ein schwerer Kopfstoß (vergleichbar mit dem aus der ersten Phase) angehängt wird. Die Reichweite ist wieder mal riesig und die Geschwindigkeit enorm, sodass Wegrennen die erste Wahl vor der Ausweichrolle ist.

Und damit ist es noch nicht vorbei, einen weiteren absolut tödlichen Angriff hat Ebrietas in Phase 2 noch in petto. Es ist der allseits bekannte und verhasste Seelenkugel-Zauber, bei dem mehrere kleine blaue Kugeln zielsuchend auf euch niederprasseln. Ihr erkennt den Angriff daran, dass sie sich zurücklehnt und auflädt, und an der großen blauen Kugel über ihrem Kopf. Wie bei allen anderen Gegnern, die diesen Angriff beherrschen, gilt: Rollt im letzten Moment, bevor die Kugeln einschlagen, weg – und das drei Mal hintereinander, um auch allen Kugeln ausweichen zu können.

Am empfindlichsten ist Ebrietas zwar an ihrem Kopf, diesen anzugreifen ist allerdings kein einfaches Unterfangen und so oder so ziemlich riskant. Habt ihr das Haupt dennoch einige Male verwundet, lässt sie ihn womöglich für ein paar Sekunden herabhängen – das ist dann eure Gelegenheit für einen verheerenden Eingeweide-Angriff. Orientiert euch trotzdem lieber nicht nur am Kopf, da ihr euch dabei häufig in gefährliches Gebiet begebt und ein leichtes Ziel für ihre schweren Angriffe seid.
Der Kampf gegen Ebrietas ist ziemlich schwierig, das wissen wir nur zu gut, und die Tochter des Kosmos hält unerträglich viel aus, aber mit Konzentration, gutem Timing und der richtigen Taktik schafft ihr es.

Für den Sieg über Ebrietas erhaltet ihr 28.800 Blutechos und den Großen Isz-Kelch für die Chalice Dungeons. Außerdem könnt ihr wie gewohnt eine Reisepunkt-Laterne aktivieren.

Nach dem Bosskampf

Ihr könnt die Amygdala-Miniatur am Altar untersuchen und dadurch Annalise, die Ekelblüter-Königin, wiederbeleben, sofern ihr sie zuvor durch Alfreds Quest getötet habt. Mehr gibt es im Altar der Verzweiflung ansonsten nicht zu sehen, womit ihr den oberen Kathedralenbezirk abgeschlossen habt.

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