Die bluthungrige Bestie ist ein agiler Boss mit einem hohen Schadenspotential, der lästigen Eigenschaft, euch vergiften zu können und ein paar fiesen Tricks, aber es gibt auch ein paar gute Nachrichten: Das Vieh ist nicht besonders zäh, die Angriffspalette ist nicht groß und die Angriffe sind gut vorhersehbar. Die letzten beiden Eigenschaften sind besonders schön, denn der letzte große Vorteil für euch: Die bluthungrige Bestie ist sehr anfällig gegen Konter und Eingeweideangriffe.

Ja, dieser Kampf ist ideal, um ein bisschen Kontern zu üben, und geradezu trivial leicht, wenn man das Kontern bereits gut beherrscht. Ein gut gelevelter Charakter kann mit einem halben Dutzend Konter und ein paar vereinzelten Schlägen den Sack zumachen, den Rest der Zeit kann man darauf verwenden, sich zu heilen und Vergiftungen zu neutralisieren.

Bevor es losgeht, ein paar Ausrüstungsgegenstände, die für diesen Kampf nützlich sein können. Zunächst einmal benutzt die Bestie wie erwähnt neben ihren Krallen auch Gift, um den Spieler kleinzukriegen – sowohl durch vergiftete Angriffe als auch durch „giftige Explosionen“ und eine Wolke, die es im späteren Verlauf des Kampfes einhüllen wird. Es handelt sich hierbei um sogenannte langsame Vergiftung. Wenn ihr seht, wie schnell diese euch das Leben entzieht, werdet ihr das wahrscheinlich für einen grausamen Witz halten, aber so ist es nun einmal. Eine Rüstung mit einer hohen Resistenz gegen langsame Vergiftung kann den Unterschied in diesem Kampf ausmachen. Gascoines Set, das ihr nach dem Kampf mit dem Pater beim Einsicht-Händler erstehen könnt, ist ein guter Kompromiss aus Giftresistenz und physischer Abwehr. Wenn ihr wirklich vollends gegen Gift geschützt sein wollt, ist das Kirchen-Set momentan mit das beste, was ihr benutzen könnt. Dieses findet ihr hinter dem Tor, für das ihr den Schlüssel braucht, den ihr mit 10000 Blutechos beim Händler kauft.

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Die Bestie ist rein theoretisch anfällig gegen Feuer, Öl und Molotows, mit Seil und ohne, könnten sich lohnen. Der Tipp sei aber nur unter Vorbehalt gegeben, denn die Bestie ist klein und immer in Bewegung, und selbst, wenn sie langsam schreitet, hat sie eine eingenwillige Laufanimation, die dafür sorgt, dass einige Wurfgeschosse einfach über ihren Kopf fliegen. Fackeln und der Flammensprüher lohnen nicht wirklich, zumal die beste Möglichkeit, dem Vieh zu schaden, wie erwähnt Konter / Eingeweide-Angriffe sind. Wenn ihr „normal“ angreift, lohnt sich aber auf jeden Fall der Einsatz von Feuerpapier, um den Schaden zu erhöhen. Es ist außerdem eine gute Idee, Gegengift mitzubringen. Kauft euch im Zweifelsfall etwas davon im Traum. Blutphiolen und Silberkugeln verstehen sich von selbst.

Die Angriffsfenster sind eher klein, als Hauptwaffe hatten wir mit dem gewundenen Stock in Kettenform gute Erfolge dabei, das Biest zu treffen. Andere schnelle Waffen, wie Sägehackbeil oder Sägespeer, eignen sich ebenfalls gut wegen ihrer Geschwindigkeit. Eine der besten Waffen gegen die Bestie ist aber kurioserweise die ansonsten schadensmäßig nicht überwältigende Jäger-Donnerbüchse, die Schrotflinte. Auch in diesem Kampf dient sie eher nicht dazu, Schaden asuzuteilen, aber zwei Breitseiten aus nächster Nähe bringen die Bestie nahezu garantiert zum Straucheln, was wir natürlich hemmungslos ausnutzen können. Andere Spieler berichten, dass es auch mit anderen Schusswaffen funktionieren soll.

Und apropos „ausnutzen“: Wie schon beim Gascoine-Kampf könnt ihr das Terrain hier für euch arbeiten lassen, denn wenn ihr die Säulen in der Kirche zwischen euch und das Biest bringt, könnt ihr dahinter relativ sicher Items benutzen, auf die Regeneration von Ausdauer warten oder sogar ein paar Angriffe landen. Provoziert Angriffe des Biests, das bei seinen Prankenhieben hinter den Säulen hängenbleiben wird, und schlagt selbst mit horizontalen und seitlichen Angriffen „um die Säulen herum“, um so nach und nach Schaden anzurichten.

Der Kampf hat drei Phasen, die grob etwa beginnen, wenn die Bestie jeweils ein Drittel ihres Lebens verloren hat. Sie sind gut daran zu erkennen, dass die Bestie sich aufbäumt, schreit und Gift aus ihr herausspritzt. Ihr Repertoire ist anfangs arg beschränkt und obwohl es ein bisschen vielfältiger wird, ist es bis zum Ende nicht gerade überwältigend, was für uns eine sehr gute Sache ist. Der Anfang des Kampfes läuft so ab, dass die Bestie frontal sehr gemächlich auf uns zuschreitet. Dann führt sie einen von zwei Angriffen aus. Übrigens, das sei auch schon für den Rest des Kampfes angemerkt: Die Bestie greift ausschließlich frontal an. Fallt ihr immer wieder kurz in die Seite, aber rechnet damit, dass sie sich gleich wieder umdreht und euch im Gegenzug angreift.

Beide Angriffe beginnen ähnlich, indem die Bestie die rechte Klaue hebt. Sie schlägt entweder direkt zu, ohne große Verzögerung, was auch eine Kombo nach sich ziehen kann, oder sie macht mit der Klaue eine kurze „Peitschenbewegung“, wie bei einem Klappmesser. Tut sie das, folgt ein Sprungangriff, bei dem sie euch seitlich treffen kann. Dieser Angriff hat eine festgelegte und weite Distanz, die er geht, und die Bestie ist recht blöd dabei, ihn richtig einzusetzen. Sowohl bei der Kombo als auch dem Sprung hilft seitliches Ausweichen, quasi unter dem Arm hindurch bzw. durch den Arm, sodass ihr seitlich der Bestie landet. Nach dem Sprung kann es schwer sein, die Bestie zu treffen, da sie meist weit an uns vorbeispringt – nutzt die Gelegenheit besser für Items und derlei. Bei der Kombo aber landen wir meisten seitlich/hinter dem Biest und lassen es unsere Waffe schmecken. Alternativ kann diese Phase dank der leicht zu konternden Angriffe sehr schnell und ressourcensparend mit ein paar Eingeweideangriffen beendet werden. Schießt dem Biest ins Gesicht, wenn es den Arm hebt, der Rest ergibt sich.

In der zweiten Phase, gut signalisiert durch den Schrei des Biests, wird vor allem die Hauptkombo schneller und länger, außerdem bewegt sich das Biest jetzt schneller. Seitliche Ausweichrollen funktionieren immer noch, aber wenn die Bestie jetzt auf euch zukommt, ist ausweichen nach hinten eine gute Idee. Die prinzipielle Strategie bleibt gleich – entweder seitlich angreifen oder Konter und Eingeweide-Angriffe. Ein neuer Angriff, auf den ihr besonders achtgeben müsst, passiert, wenn sich das Biest vor euch aufbäumt und euch dann zu greifen kriegt. Es folgt eine Beisskombo, die einen durchschnittlich widerstandsfähigen Charakter mit einem Mal töten kann. Faustregel auch hier: Nicht zu lange vor dem Vieh herumtrödeln!

Ihr habt sicherlich, wenn ihr getroffen wurdet, schon Bekanntschaft mit dem Gift der Bestie gemacht, und wenn euch Gegengift und Rüstung bislang gerade so vor einer Vergiftung bewahrt haben, könnte es sein, dass das in Phase drei anders wird. Der einzige richtige Unterschied ist nämlich, dass die Bestie jetzt eine Wolke/Aura um sich hat, die permanent Giftaufbau bei euch betreibt, außerdem bäumt sie sich manchmal auf, wie beim Phasenwechsel, und verteilt eine Giftwolke um sich herum, sodass es schwer ist, nicht vergiftet zu werden. Passiert das, sinkt eure Gesundheit rapide, und es wird einige Phiolen, sicher ein halbes Dutzend, brauchen, um dem Gift entgegenzuwirken. Haltet also Gegengift parat, bleibt nicht in der Nähe der Bestie und folgt ansonsten dem Schema.

Belohnung

Nach dem Kampf erhaltet ihr neben 10000 Blutechos auch den Pthumeru-Kelch. Mit dem, 1000 Echos und zweimal Ritualblut könnt ihr bei einem der Grabsteine im Traum des Jägers einen optionalen Dungeon öffnen und erforschen. Es erscheint auch eine Lampe in der Mitte der Kirche und es wird sich durch den Sieg ein neuer Weg öffnen. Hinter dem Altar nach dem Kampf findet ihr drei Gegengifte. Kehrt nun zurück zum Kathedralenbezirk.

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