Blizzard Entertainment gehört zu unbestritten zu den erfolgreichsten Firmen der Branche. In World of Warcraft zählte man jüngst den elfmillionsten Kunden und auch die anderen Titel sind allesamt Bestseller. Manch ein Experte sieht Blizzards Kurs dennoch kritisch, denn das Unternehmen scheint absolut kein Interesse am wachsenden Markt der Konsolenspiele zu entwickeln.

Warum riskiert man bei Blizzard, dass sich andere Firmen als MMO-Publisher auf dem Konsolenmarkt festsetzen? Dieser Frage musste sich Frank Pearce jetzt in einem Interview mit den Kollegen von Gamesindustry stellen und erklärte:

"Wir haben so viele großartige Titel in der Entwicklung, dass wir alle Hände voll zu tun haben. Wir können nicht alles für jeden Bereich tun. Um genau zu sein, einer der großen Vorteile an der Fusion von Activision und Blizzard ist die Tatsache, dass Activision im Konsolenbereich stark ist und wir sehr stark im PC-Bereich, es ergänzt sich also."

Klingt logisch, allerdings beantwortet das noch immer nicht die Frage nach MMOs auf der Konsole. Denn dass die im Kommen sind, zeigen nicht nur die aktuellen Verkaufszahlen von Konsolen und Konsolenspielen, sondern auch die Bemühungen zahlreicher erfahrener Publisher, die ersten für Konsolen optimierten MMOs zu entwickeln.

Seit dem Vertrag mit Sony und der Ankündigung des Martial Art MMOGs Blade and Soul gilt NCsoft als möglicher Favorit in diesem Sektor und deren Erfahrung mit Onlinespielen ist nicht gerade gering. Die Zukunft wird zeigen, wer hier den richtigen Riecher hat.