Wir leben in einem Zeitalter der Kommunikation. Längst haben Netzwerke die klassischen Medien überrundet und schieben sich Neuigkeiten quasi ohne Zeitverlust zu. Milliarden Menschen sammeln jede Sekunde Informationen, schießen Photos, werten aus - den Geheimnissen dieser Welt auf der Spur. Kein Schauspieler bleibt unbeobachtet, kein Film aus den Schmieden Hollywoods lange ein Geheimnis. Doch wie konnte ein Titel wie Diablo 3 so lange verborgen bleiben - bei dieser riesigen dürstenden Community?

Was da auf der Worldwide Invitational angekündigt wurde, war nicht nur ein Plan, nicht nur ein wages Vorhaben. Diablo 3 ist weit über dieses Stadium hinaus. Da liegt eine Engine vor, Monster mussten entworfen werden, Landschaften und Gegner. Da wurde eine Webseite erstellt und ein orchestraler Soundtrack komponiert.

Was macht Blizzard Entertainment anders. Wie schafft man es, Programmierer, Drucker, Webdesigner, Komponisten und Musiker zum Schweigen zu bringen? Warum hat die Putzfrau nichts verraten, die doch einen Blick auf die Monitore erhascht haben musste?

Nach diesem Wochenende hat Blizzard die Fans durch eine große Ankündigung beglückt. Gleichzeitig schwingt jedoch auch so etwas wie Respekt mit, denn ein Spiel wie das derzeitige Diablo 3 zu programmieren, ist eine Sache - es vor der Welt zu verheimlichen ist eine ganz andere Aufgabe.

In welchem dunklen Höllenloch man auch immer an diesem Titel geschmiedet haben mag. So langsam mag man den Eindruck gewinnen, Blizzard hätte das Zaubern gelernt und vielleicht ist es am Ende ja wirklich eine Art Magie.

Über diese und andere Fragen lässt sich im neuen Forum vortrefflich diskutieren - denn dort ist auch Obermotz Gunslinger wieder mit von der Partie und der scheint ja ohnehin längst zu zaubern...