Außenstehende dürften wahrscheinlich fragend mit dem Kopf schütteln, Eingeweihte zumindest leichte Schwindelgefühle bekommen. Denn wenn echte eSport-Cracks sich die Klinke in die Hand geben, sind Tastaturanschläge im vierfachen Kolibri-Takt keine Seltenheit. Und wenn man schon vom "Vielklicken" bzw. Micromanagement in Reinkultur spricht, sind die Spiele von Blizzard Entertainment meist nicht fern.

Blizzard Entertainment - Ein Fest für eSportler: Das waren die Warcraft Regional Finals

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Die glücklichen Gewinner durften sich über stattliche Geldsummen freuen.
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"Warcraft 3" etwa, eines der meistgespielten eSport-Games, darf da sicherlich nicht fehlen. Ebeneso wie "World of Warcraft", dass sich seit der Einführung der Arenen langsam aber sicher immer größerer Beliebtheit unter Profis erfreut. Und just beide Spiele standen im Mittelpunkt der "Warcraft Regional Finals", die Blizzard am Wochenende in Köln veranstaltete.

Erwartet wurden die besten World of Warcraft- sowie Warcraft III: The Frozen Throne-Spieler aus Nordamerika und Europa - und alle kamen sie: Grubby, Lucifron, SK-Gaming und viele weitere ESport-Größen gaben sich drei Tage lang Saures, um die Besten unter ihnen auszumachen. Die Gewinner qualifizieren sich nämlich automatisch für die nachfolgenden Global Finals, die auf der diesjährigen BlizzCon in Anaheim, Kalifornien stattfinden.

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Grubby kämpfte verbissen, unterlag aber dem grandios aufgelegten Lucifron.
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Bereits am Freitag brannte im KOMED-Gebäude im Kölner Mediapark die Bude: Warcraft 3-Legende Grubby eröffnete das Turnier mit einer sagenhaften Vorstellung - zwar gewann er nur knapp gegen seinen Gegner DeMusliM, gab mit seiner kämpferischen Leistung aber den perfekten Startschuss für die kommenden Spiele. Am Ende musste er sich jedoch gegen den überragenden Lucifron geschlagen geben. Der konstant starke Spanier durfte sich über 5000Euro Preisgeld und den Einzug in die Global Finals freuen.

Die World of Warcraft-Arena-Champions standen sich im Modus 3vs3 gegenüber und sorgten für ein paar der spannenden Matches der Regional Finals. Gleich im ersten Turnier-Match sorgten "Rest in many Pieces" und eDawgs" für knisternde Spannung, als sich nach einer harten Schlacht plötzlich nur noch die Mages in der Arena gegenüberstanden. Als Sieger gingen letztlich aber die wie immer sehr starken SK Gaming hervor, aus Europa qualifizierten sich x6tence. Interessanterweise schieden die Könige der First Kills, Ensida, bereits in der ersten Runde raus.

Hier noch einmal alle Gewinner der Regional Finals auf einen Blick:

Warcraft 3

Nordamerika: Longwalk
Europa: Lucifron

World of Warcraft 3vs3

Nordamerika: SK Gaming
Europa: x6tence

Weitere Infos und detaillierte Tabellen findet ihr auch auf der offiziellen Seite.

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Tom Chilton nahm sich für die WoW-Fans ausgiebig Zeit.
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Die vollen Hallen wurden übrigens durch hohen Besuch geadelt: World of Warcraft-Lead Designer Tom Chilton flog extra nach Köln, um den Profis persönlich über die Schulter schauen zu können. Klar, dass auch wir die Gelegenheit genutzt haben, um ein paar Fragen an den liebenswerten Irviner zu richten.

Das absolute Highlight der Regional Finals war allerdings (fast) ein anderes: Zum ersten Mal durften die Anwesenden eine voll spielbare Multiplayer-Version von "Starcraft 2" antesten - ohne Zeitbegrenzung. Einen Bericht dieser Version, die aller Voraussicht nach auch die Betaversion sein wird, lest ihr in den kommenden Tagen bei uns.