So wie es aussieht, werden Hardcore-Fans sich darauf gefasst machen müssen, dass weitere ihrer geliebten Blizzard-Reihen mobile Ableger erhalten werden. Diablo: Immortal war offenbar nur der Anfang.

Allen Adham (links) und Wyatt Cheng von Blizzard sind selbst begeisterte Mobile-Spieler

Nachdem Blizzard auf der Blizzcon in Anaheim mit Diablo: Immortal lediglich einen Mobile-Ableger der Action-RPG-Reihe ankündigte und kein Wort zum sehnlichst erwarteten Diablo 4 fiel, war der Fan-Aufschrei groß. Vom Verrat an der Fanbase war die Rede, davon, dass Partner Activision offenbar zu viel mitzureden habe und dass Blizzard die eigenen Werte vergessen haben soll. Es war das wohl bislang größte Fiasko auf einer Blizzcon - einer Veranstaltung für Hardcore-Fans. Es hätte klar sein müssen, dass man auf einer solchen Veranstaltung keinen Mobile-Titel ankündigt. Jedenfalls nicht allein und ohne Ankündigung für den PC. Geerüchte, wonach Blizzard quasi in letzter Sekunde eine Diablo-4-Ankündigung zurückzog, wies das Unternehmen zurück: "Wir können sagen, dass keine Ankündigungen von der Blizzcon dieses Jahr abgezogen wurden oder Pläne für andere Ankündigungen bestehen. Wir haben auch weiterhin mehrere Teams, die an einer Vielzahl an unangekündigten Diablo-Projekten arbeiten und wir freuen uns darauf, etwas anzukündigen, wenn die Zeit reif ist", so das Statement.

Tatsächlich hat Blizzards Executive Producer und Mitbegründer Allen Adham bereits wissen lassen, dass sie aktuell gleich an mehreren Mobile-Titeln zu hauseigenen Franchises arbeiteten. Und warum, das beantwortete er in einem Pressegespräch auf der Blizzcon an der Seite von Principal Designer Wyatt Cheng:

"Was Blizzards Herangehensweise an Mobile-Gaming betrifft, viele von uns sind in den vergangenen Jahren vom PC als Hauptgerät zu mobilen Geräten gewechselt, an denen wir stundenlang spielen. Und viele unserer besten Entwickler arbeiten aktuell an neuen Mobile-Titeln in Bezug auf unsere gesamten IPs. Einige davon wie Diablo: Immortal werden mit externen Partnern realisiert. Viele davon werden aber rein intern entwickelt."

Generell sehe Adham eine großartige Zukunft auf Blizzard zukommen. Denn wie er betonte, seien mehr Produkte gleichzeitig in Entwicklung im Unternehmen als jemals zuvor. "Wir werden in naher Zukunft mit weiteren Informationen bezüglich der Titel herauskommen."

Für Hardcore-Fans dürften das keine guten Nachrichten darstellen, wie sie mehrfach demonstriert haben. Das beste Beispiel hierfür sind die Trailer zu Diablo: Immortal auf Youtube: Der Cinematic-Trailer hat aktuell rund 530.000 Dislikes, der Gameplay-Trailer 207.000 Dislikes. Das ist eine eindeutige Sprache der aufgebrachten Fans.

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