Blazing Angels: Squadrons of WW II (PC Review)
von Martin Schnelle

Als amerikanisches Mitglied einer Fliegerstaffel fliegt ihr mit euren drei Kameraden erst für die Engländer, ab dem Angriff auf Pearl Harbor für die Amerikaner.

Blazing Angels - Squadrons of WWII - blazing_angels_ps3_hd.wmvEin weiteres Video

Die Fliegerei war vor sechzig Jahren ein hartes Geschäft. Das müsst ihr gleich zu Beginn von »Blazing Angels« lernen, als ihr als amerikanischer Freiwilliger auf einem Übungsflug gleich von Deutschen angegriffen werdet.

17 weitere Einsätze führen euch um die halbe Welt, von Dünkirchen über Midway nach Norwegen wieder nach Europa.

Blazing Angels - Squadrons of WWII - Ehrenhafte Kämpfe über den Wolken: Wie spielen sich die Luftschlachten des zweiten Weltkriegs?

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Viele Flugzeuge, kaum Unterschiede Im Verlauf der Kampagne steuert ihr so manches alliierte Flugzeugmuster, dank der Einzelmissionen steigt ihr auch in einen Haufen verschiedener deutscher und japanischer Flugzeuge ein.

Euren Trainingsflug absolviert ihr in einer altersschwachen Gloster »Gladiator«, später fliegt ihr bekannte britische Jäger wie die »Spitfire«, die »Hurricane«, die »Typhoon« oder die »Tempest« und US-Flieger wie die »Warhawk«, die »Mustang« und die »Thunderbolt«. Die Japaner treten mit Exemplaren wie der »Zero« oder der »Kate« an, die Deutschen mit der Me-109, der Me-110, der Focke-Wulff 190 und der Me-262. Dazu kommen auch Torpedobomber oder die bekannte »Fliegende Festung«. Trotz der vielen Flieger steuern sich fast alle Maschinen gleich, selbst mit der B-17 fliegt ihr haarsträubende Manöver.

Packshot zu Blazing Angels - Squadrons of WWIIBlazing Angels - Squadrons of WWIIErschienen für PC, XBox, Xbox 360, PS3 und Wii kaufen: Jetzt kaufen:

Allerdings nur zeitweilig, denn den meisten Teil der Mission verbringt ihr in den Geschütztürmen des Bombers. Per Knopfdruck schaltet ihr um, am geschicktesten ist es jedoch, den oberen oder unteren Turm zu wählen, da beide nach hinten und zu den Seiten feuern können - und von dort greifen die Gegner an. Bewaffnet sind die restlichen Flugzeuge mit MGs, Bomben, Torpedos und Raketen. Für die Bomben und Torpedos gibt's eine Zielhilfe, den Rest feuert ihr per Zielfadenkreuz ab.
In einem Einsatz fliegt ihr einen Aufklärungseinsatz und müsst fotografieren. Das funktioniert ähnlich wie der Torpedoabwurf: eine Anzeige erklärt, ob ihr richtig liegt, dann löst ihr die Kamera aus, die jedoch einige Sekunden benötigt.

Du fliegst nicht allein
Fast immer dabei: Eure drei Staffelkameraden. Denen erteilt ihr Befehle wie »mich verteidigen« oder »greife mein Ziel an«. Der gute Frank ist ein Hitzkopf und deswegen besonders schießwütig - sein Spezialbefehl ist »alles angreifen«. Das kann er nur gelegentlich, schießt dafür aber in kurzer Zeit viele Gegner ab. Tom hingegen ist ein ruhiger, loyaler Vertreter seiner Zunft.

Leuchtet sein Spezialsymbol und aktiviert ihr es, lenkt er Feinde auf sich, die gerade an Ihrem Heck kleben und verschafft euch somit im wahrsten Sinne des Wortes Luft. Joe hingegen ist ein begnadeter Mechaniker. Auch während des Fluges repariert er eure Maschine - falls sein Symbol leuchtet.

Mehrschichtiges Missionsprofil
Die Kampagne besteht aus 18 Aufträgen, die euch so ziemlich zu allen wichtigen Luftschlachten und Kriegsschauplätzen des Zweiten Weltkrieges bringen. Nach dem Trainingsflug, bei dem euch Joe die Funktionen des Flugzeuges erklärt, verteidigt ihr in zwei Missionen die Briten bei Dünkirchen während ihrer Flucht vor den Nazis. Den Höhepunkt der Luftschlacht um England macht ihr auch mit, indem ihr London vor den Angriffen deutscher Bomber verteidigt. In Nordafrika startet ihr ebenfalls, macht einen Abstecher in die Wüste und beschäftigt die dortigen gegnerischen Truppen.

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Als Amerikaner seid ihr natürlich besonders erzürnt über den Angriff auf Pearl Harbor und verhindert dort, dass die Japaner noch mehr zerstören, als sie ohnehin schon tun. Einmal im Pazifik, nehmt ihr an der Schlacht um Midway ebenso teil wie an der bei Guadalcanal. Zurück in Europa versucht ihr eine Fabrik für schweres Wasser in Norwegen zu vernichten und stürmt dann am D-Day die »Festung Europa«.

Alle Missionen umfassen mehrere Abschnitte, Speicherpunkte sorgen dafür, dass ihr jeden Einsatz nicht ganz von vorn beginnen müsst, falls euer Flugzeug den Geist aufgibt oder ihr ein wichtiges Missionsziel nicht erfüllt.Außerdem nehmt ihr an der Minikampagne teil, wodurch die Kampfkraft eurer Maschine gestärkt wird. Außerdem könnt ihr hier eine Reihe deutscher und japanischer Flugzeugmuster fliegen, die ihr euch jedoch erst freischalten müsst. Wer sich traut, tritt auch gegen verschiedene Fliegerasse an. Oder ihr startet in einer Mission, die Sie im Kampagnenmodus schon geschafft habt, und kämpfen solange, bis das Zeitlimit erreicht ist. Jeder Abschuss bringt dabei Extrazeit.

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Im Netzwerk oder Internet
»Blazing Angels« bietet mannigfaltige Mehrspieler-Modi: der Solo-Modus entspricht dem klassischen Deathmatch jeder gegen jeden. In der »Fuchsjagd« hingegen ist derjenige, der als erstes einen Gegner abschießt, der Fuchs, auf den nun alle Jagd machen. In »Suchen und vernichten« muss der Pilot jeden Gegner einmal abgeschossen haben um zu gewinnen. Es gibt aber auch Teamvarianten. In »Luftkampf« greift ihr im Team generische Bomberwellen mit Begleitschutz an, wobei auch hier ein Zeitlimit gilt.Im »Angriff«-Modus macht ihr das gleiche, nur hat jeder Spieler nur eine begrenzte Anzahl Leben. »Bombardement« bringt eure Staffel gegen eine KI in Stellung, die mit Flakgeschützen und Fliegern eine Basis verteidigt, die ihr zerstören müsst. Einer im Team muss daher einen Bomber steuern. Die umgekehrte Variante heißt »Kamikaze« - dabei greifen gegnerische Selbstmord-Piloten eure Basis an. Und »Historische Missionen«, sprich Kampagnenaufträge, dürft ihr auch miteinander spielen. Doch es gibt auch Modi, in denen zwei Staffeln menschlicher Piloten gegeneinander antreten. Etwa in »Luftkampf«, was einem Team-Deathmatch entspricht. Oder in »Basis erobern«: es gilt, mehrere Basen und Flugzeugträger einzunehmen, indem ihr kurz landet und dann wieder startet. »Bombardement« entspricht der Team-Version, bei der es dann zwei Basen zu gibt. Auch »Kamikaze« spielt ihr in Gruppen gegeneinander, wobei ein Team dann die Kamikazes übernimmt. Ihr spielt, je nach Plattform, über ein lokales Netzwerk, das Internet oder am Splitscreen.

Steuerung nicht überzeugend
Das Missionsbalancing ist etwas unausgewogen, da es zuweilen Stellen gibt, die unfaire Passagen umfassen - ein kleiner Fehler, und ihr startet wieder am Ausgangspunkt. Zum anderen ist es etwas gewöhnungsbedürftig, am Gamepad mit der linken Hand zu fliegen. Am PC ist das Fliegen per Joystick oder Gamepad sogar ganz unmöglich, da beide Eingabemöglichkeiten nur teils oder gar nicht funktionieren.

Laut Ubisoft soll ein Patch das bald bereinigen. In der Windows-Version bleibt euch also nur die Möglichkeit, mit der Maus und Tastatur zu spielen. Überaus trickreich.

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Das funktioniert eigentlich nur, wenn ihr per Knopfdruck die ganze Zeit euer Ziel per Padlockview im Auge behaltet und dann darauf zuhaltet. Dabei müsst ihr natürlich immer ungefähr wissen, wann das nächste Hindernis kommt - etwa Lappalien wie der Boden. Jedenfalls funktioniert diese Vorgehensweise, es ist also empfehlenswert, es so zu versuchen.

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Schicke Städte
Das Ganze wird mit kleinen Cutscenes und netter (englischer) Sprachausgabe unterlegt, die Musik dröhnt dramatisch, dass es eine rechte Freude ist.

Etwas störend sind da schon Funksprüche der Gegner wie »The Führer will be displeased« oder »Die! Die! DIE!!«, wobei das nur hervorstechend schlechte Exemplare sind.

Die XBox-Version fällt grafisch im Vergleich zu den anderen beiden ein wenig ab, aber auch hier seht ihr richtige Städte mit vielen Häusern, vielen kleinen Details und den Wahrzeichen von London, Paris und Berlin. Ebenso detailliert geraten Bodenobjekte wie Schiffe - da übersieht man gerne kleinere Fehler wie deutsche Kreuzer in Norwegen, die sich als japanische Flugzeugträger-Schlachtschiffe entpuppen.