Blazblue: Calamity Trigger – Test

PS3

Nackenschlag für Streetfighter: Der Beat'emUp-Geheimtipp im Test

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von David Hain, 08. Februar 2010 09:37 Uhr

Wenn man neu im Beat’em-Up-Genre ist, gibt es eine goldene Regel: Niemals gegen echte Profis spielen, schon gar nicht wenn ein in Asien kultisch verehrter, in westlichen Gefilden aber eher unbekannter Titel wie „Guilty Gear“ im Laufwerk liegt. Denn dann – drücken wir es mal hübsch provokant aus – gibt’s mächtig auf die Fresse. So sehr, dass Einsteigern regelmäßig die Lust vergeht. Was schade ist, denn so könnte man kleine Sternstunden des Prügelgenres verpassen – wie etwa „BlazBlue“.

Achtung: Profikämpfe

Vom Geheimtipp zur echten Alternative: BlazBlue wischt selbst große Genrevertreter wie Tekken mühelos vom Tisch.FazitDie ersten Minuten hätten schmerzhafter kaum sein können: In freudiger Erwartungshaltung starten wir „BlazBlue“, im Optionsmenü werden die unteren Schwierigkeitsgrade gleich mal übersprungen, die sind nur für Pussys. Storymodus aktiviert, Tastenbelegungen brauchen wir nicht lesen – schließlich meistern wir „Streetfighter 4“ mittlerweile auch ohne Gamepad. Das Match fängt an, wir drück… Moment mal, das war so nicht… hallo?

Screenshot zu: Nackenschlag für Streetfighter: Der Beat'emUp-Geheimtipp im TestDie Hintergründe sind eine echte Augenweide. Hier bejubeln uns kleine Stoffkatzen (!) beim Kampf.

Ohne Gnade pflückt uns der CPU-Gegner wie eine überreife Pflaume aus der Luft, schnelle Kombination – ZACK – und aus! Zehn Sekunden hat oben beschriebenes Match gedauert – eine grandiose Schmach und einzigartige Lehrstunde zugleich: „BlazBlue: Calamity Trigger“ ist kein Spiel für den schnellen Schlagabtausch zwischendurch. Ohne Schweiß, Geduld und Einarbeitungszeit ist im Arcade-Modus nicht viel zu reißen.

Genre-Jünger dürften hier längst aufhorchen, spätestens nach Sichtung der Screenshots aber wissend mit dem Kopf nicken: „BlazBlue: Calamity Trigger“ entstammt den kreativen Händen von Arc System Works, und die kennen Veteranen als Schöpfer der „Guilty Gear“-Reihe – noch so ein Geheimtipp aus Fernost, der unter Liebhabern heißer verehrt wird als alle Tekkens und Streetfighters zusammen.

Screenshot zu: Nackenschlag für Streetfighter: Der Beat'emUp-Geheimtipp im TestRagna the Bloodedge, der Bösewicht der Story, saugt Kontrahenten die Lebensenergie ab.

Als Grund darf hier vornehmlich das extrem komplexe Gameplay angeführt werden. Ja, mit etwas Übung kann man seinen unkomplizierten Spaß mit „BlazBlue“ haben, bei nur vier Tasten löst selbst der ungeübteste Spieler noch ein paar wirkungsvolle Angriffe aus. Wer allerdings wirklich in die Tiefe geht, findet sich alsbald in den Fängen eines der vielschichtigsten Fighting-Games der jüngeren Zeit.

In die Königsklasse der „BlazBlue“-Profis schaffen es nämlich nur jene, die das vertrackte Spiel mit Erholungsphasen (Recovery), Gegenangriffen (Counter), Bewegungsabbrüchen (Cancel), Blocks (Barriers) und der Zerstörung derselbigen (Barrier-Break) aus dem Effeff beherrschen. Obendrein gibt es noch Rolls, Dash-Moves, Drives, Distortion-Drives, Taunts und Astral Heat. Erwähnten wir schon Clash Attacks, Throw Escapes oder Rapid Cancels?

Screenshot zu: Nackenschlag für Streetfighter: Der Beat'emUp-Geheimtipp im TestNoch ein Beispiel für die schönen Backgrounds. Zu dumm, dass man während der hektischen Kämpfe einfach nicht zum Staunen kommt.

Während echte Beat’em Up-Profis wahrscheinlich längst die Daumenschützer vorwärmen, verstehen Anfänger hier bereits nur noch Bahnhof. Und dürften möglicherweise die Flinte ins Korn werfen. Verständlich: Was sich überfrachtet und kompliziert liest, nun ja - ist es irgendwo auch. Allein die Auflistung der Standardmoves verschlingt im Handbuch geschlagene acht Seiten. Doch „BlazBlue“ kitzelt gekonnt den Ehrgeiz seiner Spieler heraus und - viel wichtiger - weiß diese Mühen geschickt zu entlohnen.

Mit jeder Runde werden die eigenen Fähigkeiten spürbar besser, bis man den Punkt erreicht, an dem eine einzelne Kombo genügt, um den Gegner direkt nach dem Matchstart aus den Latschen zu klopfen - ein ungemein befriedigendes Gefühl. Auch das gehört zu „BlazBlue“: Wer einmal das Pech hatte, gegen einen echten Könner anzutreten, weiß, dass man hier im schlechtesten Fall nicht einen einzigen Treffer landen kann.

Kommentare 11
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boing09.02.2010 10:06
habs mir vor vor einiger zeit importiert
geniales game, aber augenkrebsgefahr ^^
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Mineral4r7sMineral4r7s08.02.2010 23:03
Abgesehen davon das es eh ein Konsolenspiel ist, ist WIndows 7 scheisse. ICh zock das Game regelmäßig mit einem Freund, es macht viel mehr spass als SF4. Er hatte es schon viel früher als Import aus Japan. :>
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meh08.02.2010 18:05
Das Spiel bzw. BlazBlue: Continuum Shift gibt es auch für den PC, aber momentan nur illegal als eine geleakte Arcade-Version. Soll aber im März(?) auch fürn PC erscheinen.
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quakegottquakegott08.02.2010 17:37
"siebenmeilenstiefel" man merkt dass die gamona-crew immernoch zutiefst HOMM5 süchtig ist :D
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Nibal08.02.2010 16:25
"Wir geben’s ja zu - vorstehendes Zitat entstammt nicht unserer eigenen Euphorie, sondern ist aus den Tiefen des Internets entliehen"

Wer teilt denn da Seitenhiebe aus? ^.^
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CorellCorell08.02.2010 16:17
Ich glaub Herr OMG betreibt da einen Running Gag ;)
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ZeroCool1985ZeroCool198508.02.2010 16:02
haha @1 self pwnd!!! xD
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mithamitha08.02.2010 13:45
wow, ich bin immer wieder überrascht, wie manche Leute sich selbst ownen. Gratz #1
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HarlequinHarlequin08.02.2010 13:11
@omg:

hättest du vor lauter müllschreiben mal oben geschaut hättest du gesehen, dass es ein konsolen spiel ist. aber nur dann.
Ich weiss sowas ist sehr anspruchsvoll...
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davidsgrößterfan08.02.2010 12:41
das ist von gott persönlich geschrieben und gott irrt sich nicht
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omg08.02.2010 12:13
offentsichtlich war der urheber dieser gequirllten analauscheidung geistig umnachtet, sonst hatte er die wichtige tatsache erwähnt, dass das spiel nicht mit windows 7 kompatibel ist...
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