




„Ich liebe BlazBlue vor allem wegen der grandiosen Finishing Moves – die fühlen sich an, als hätte man gerade eine riesige Büchse voller Arschtritte geöffnet.“ Wir geben’s ja zu - vorstehendes Zitat entstammt nicht unserer eigenen Euphorie, sondern ist aus den Tiefen des Internets entliehen, genauer: dem Mund eines glühenden Verehrers. Aber das musste jetzt einfach mal gesagt werden. Und sei es, um zu beweisen, dass wir nicht allein der „Faszination BlazBlue“ erlegen sind.
„BlazBlue: Calamity Trigger“ fährt eben sämtliche Elemente auf, die wir am 2D-Prügelgenre so lieben: fantasievolle Gestaltung, Finishing Moves, die ein wahres Feuerwerk auf dem Bildschirm entbrennen und ein exzellentes, weil hochgradig komplexes Kampfsystem, das die echten Könner von jenen trennt, die nur darüber reden. Komplex bedeutet aber auch: viel Mühe, Schweiß und Niederlagen für Anfänger – hier kann unser Rat nur lauten: Nicht verschrecken lassen, Geduld zeigen, Spaß haben!
Unterm Strich kommt dabei das wohl beste Beat’em Up seit „Streetfighter 4“ heraus – angesichts der durchaus namhaften Konkurrenz (Tekken 6, King of Fighters XII) im letzten Jahr schon eine beachtliche Leistung. Ein paar Modi mehr, der dringend nötige Kreativschub für den Story-Modus, vielleicht auch ein paar zusätzliche Kämpfer und „BlazBlue“ hätte dem Konkurrenten von Capcom sogar mit Siebenmeilenstiefeln davonziehen können. Das wäre dann aber wohl zu viel des „Arschtretens“ gewesen.
Blazblue: Calamity Trigger - Character - TrailerEin weiteres Video
Die Hintergründe sind detailliert und fantasievoll gestaltet, der Asia-Stil ist aber sicherlich Geschmackssache. Die Kämpfer bestehen aus Sprites - erreichen also nicht die optische Klasse eines "Streetfighter 4".
Die übliche Melange aus Uffs und Poffs, im Hintergrund klimpert flippiger Asiapop aus den Boxen. Qualitativ gut. Wieder gilt aber: Geschmackssache.
Das Kampfsystem entspricht im Grunde üblichen 2D-Mechanismen, verzichtet also auf Waffen oder Ausfallschritte, gestaltet sich aber nochmals komplexer als "Streetfighter 4". Für Einsteiger fast schon abschreckend.
Pures Erstaunen: So lagfrei wie hier, haben wir online selten gezockt. Für ein Beat'em Up das Nonplusultra. Eine feine Replayfunktion sorgt für Fairness, das Matchmaking könnte zugänglicher sein.
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