Ein Mehrspielershooter auf Basis der Unreal Engine 3 für nur 15 Euro als DLC – kann diese Rechnung aufgehen? Die Zombie Studios und Ignition Entertainment zeigen tatsächlich, nicht zuletzt dank einiger innovativer Ideen, dass Spielspaß nicht viel Geld kosten muss. Auf den Karten toben rasante Kämpfe, bei denen wir während des Tests kaum zum Luftholen kamen.
Die Entwickler nahmen während der Präsentationen im Vorfeld der Veröffentlichung den Mund ganz schön voll. Zum Schleuderpreis wolle man ein Spiel mit AAA-Anspruch abliefern, dabei sei der Vertriebsweg über reine Downloads der Schlüssel zum Tiefpreis. Die Feature-Liste mit Einzel- und Mehrspielermodus sowie der mächtigen Unreal Engine 3 war lang, doch hält sie auch, was uns versprochen wurde?
Die Karten bieten zahlreiche Deckungsmöglichkeiten. Diese zu erstürmen ist eine schwierige Aufgabe.Eine Hintergrundgeschichte gibt es zwar, den Spieler belästigt man damit allerdings lediglich im Hilfe-Menü. Hier erfahren wir, dass eine amerikanische Undercover-Einheit namens Blacklight Tango in einer abtrünnigen Sowjetrepublik gegen die Widerstandsgruppe The Order kämpft. Doch eine viel größere Bedrohung stellen, zumindest im Solo- und Koop-Modus die durchdrehenden Zivilisten dar, die von einer Seuche in aggressive Zombies verwandelt werden.
Bei soviel Einfallsreichtum darf man wohl von Glück reden, dass all diese Elemente im eigentlichen Spiel nur am Rande vorkommen. Die Auswahl der Spielmodi ist da schon besser gelungen. Neben Klassikern wie Deathmatch, Team Deathmatch und dem Erobern von Kommandostationen auf zwölf Karten stehen vier weitere Areale zur Verfügung, auf denen man alleine oder mit Freunden gegen computergesteuerte Gegner antritt, wobei die stark geskripteten Ereignisse meist vorhersehbar sind und die Koop-Karten schnell an Reiz verlieren.
Schwein gehabt: Die Gimmicks an den Waffen verbessern tatsächlich unsere Fähigkeiten.Die Levels, auf denen wir gegen die Mitspieler antreten, bieten hingegen reichlich Abwechslung und vor allem Engpässe und Deckungsmöglichkeiten, was hitzige Situationen provoziert. Stirbt ein Spieler, wird er wenige Sekunden später am Spawnpoint wiederbelebt, wobei diese sensible Zone von automatischen Geschützen bewacht wird.
Im Team-Deatchmatch wurde dieser Mechanismus allerdings nicht zu Ende gedacht. Schafft ein Team es rechtzeitig sich in Stellung zu bringen, können sämtliche Ausgänge aus der Spawnzone so mit Blei eingedeckt werden, dass niemand mehr lebendig heraus kommt. Ein Entrinnen aus einer derartigen Situation ist unmöglich, man kann lediglich die Zeit verstreichen lassen, bis die nächste Karte geladen wird.

Kami19.07.2010 10:56
Mason17.07.2010 22:04
Sharker00716.07.2010 21:39
ScreamoBoy16.07.2010 16:39
von Ignition, Zombie StudiosGenre: Ego ShooterPC: 3. Quartal 2010
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