Black & White 2 (PC-Test)
von Sebastian Weidner

Einfach göttlich! Gegen die Macht, die Black & White 2 euch anvertraut, sind selbst die Befugnisse eines George W. Bush Kinderkram. Ihr seid das allmächtige Oberhaupt eines ganzen Volkes, das ihr mit

Zuckerbrot oder Peitsche anführt. Ob sklavenähnliche Zustände oder Paradies auf Erden: Wie ihr mit euren Untertanen umspringt, liegt ganz bei euch. Doch wisset: Die Konsequenzen eures Handelns tragt alleine ihr!

Black & White 2 - Tribes Trailer8 weitere Videos

Das Spiel des Jahrhunderts sollte es werden! Doch viel mehr als ein halbgarer Verschnitt aus Aufbausimulation und Riesentamagotchi-Pflege kam bei dem Versuch schlussendlich nicht heraus. Die Rede ist von Black & White, dem vielleicht ambitioniertesten Spieleprojekt der letzten Jahre. Die enttäuschten Erwartungen der Fans (und die dennoch fantastischen Verkaufszahlen) nahm Entwickler Lionhead zum Anlass, einen zweiten Teil zu programmieren. Mittlerweile steht der Titel im Handel. Wir klären, ob die alten Fehler wiederholt wurden oder ein wahrlich göttliches Spielvergnügen auf euch wartet.

Das gibt Rache!
Riesige Armeen fallen in das Land ein und plätten alles, was ihnen in den Weg kommt. Gigantische Vulkane überziehen die Landschaft mit Feuermassen und brechen den letzten Widerstand. Gleich nach der Geburt eurer Gottheit müsst ihr mit anschauen, wie das einst stolze Volk der Griechen von den schier übermächtigen Azteken gemeuchelt

wird. Und das Schlimme daran: Ihr seid fast machtlos, könnt den geballten Angriffen nur wenig entgegen setzen. So bleibt euch nichts anderes übrig, als eine Handvoll Bewohner mit eurer göttlichen Hand zu schnappen und per Portal in Sicherheit zu bringen. Was zurück bleibt, sind viele tote Griechen, ein völlig zerstörtes Land und das Ziel, auf einer weit entfernten Insel ganz neu anzufangen, um viele Spielstunden später als mächtigster aller Götter die Kulturen zu einen bzw. zu unterwerfen.

Wie ihr Black & White 2 spielt, entscheidet alleine ihr. Je nach Vorliebe agiert ihr bitterböse oder herzensgut. Davon abhängig ist, in welche Richtung sich das Spiel entwickelt. Gütige Herrscher erleben in erster Linie eine Aufbausimulation, Fieslinge ein Echtzeitstrategiespiel.

Lasst uns froh und munter sein!
Als guter Gott plant ihr wunderhübsche Städte mit Tempelanlagen, Grünflächen und monumentalen Statuen und tut alles, um die Bewohner glücklich zu

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machen. Sei es, beim Bau der Gebäude behilflich zu sein, den Rohstoffabbau zu unterstützen oder die Anliegen eurer treuen Anhängerschaft zufrieden zu stellen. Für jede gute Tat hagelt es Tribut. Habt ihr genügend Punkte eingesammelt, könnt ihr neue Bauten freischalten, die das Wohlbefinden eurer Untertanen weiter steigern. Macht ihr alles richtig, verändert sich das zu Beginn neutrale Land in ein Paradies auf Erden.

Packshot zu Black & White 2Black & White 2Erschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Blumen sprießen aus dem Boden, eure Städte sind sauber und die Bewohner erledigen hochmotiviert ihre Aufgaben. Dieser Idylle können sich irgendwann auch fremde Völker nicht mehr entziehen und sie laufen freiwillig zu euch über. Ganz ohne kriegerische Auseinandersetzungen oder Anfeindungen, versteht sich.

An die Waffen!
Die "Friede, Freude, Eierkuchen"-Stimmung ist euch zu langweilig und nur etwas für Weicheier? Kein Problem. Als große Neuerung zum ersten Teil macht euch Black & White 2 auf Wunsch zum Kriegsherrn. Statt fremde Völker mit der üppigen Schönheit eurer Städte zu bekehren, versklavt ihr die Fremdlinge einfach. Dann verschiebt sich der Fokus des Spiels weg vom Aufbau und hin zu knackigen Echtzeitstrategieschlachten. Zu diesem Zweck hebt ihr in euren Siedlungen Nah- und Fernkämpfer sowie Belagerungsgeräte aus

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und marschiert Richtung Feind. Allzu viel Taktik ist bei den Scharmützeln leider nicht nötig. Meist genügt es, dem Gegner mit schieren Truppenmassen die Siedlung einzurennen. Selbst auf unterschiedliche Einheitentypen könnt ihr theoretisch verzichten. Eine Vielzahl an Kriegern ist stark genug, selbst schwer befestigte Stellungen einzunehmen.

Mit der Gewalt einher geht die Änderung eures Wesens hin zur bösen Seite. Die Wiesen in eurem Einzugsgebiet verdörren. Gebäude bekommen einen dreckigen Anstrich und die Landschaft verdunkelt sich. Da schadet es auch kaum, eure Einwohner mit Folterwerkzeugen für die Arbeit zu "motivieren" oder diese einfach "just for fun" zu quälen. Menschen mit der göttlichen Hand gen Himmel pfeffern oder riesige Felsen auf die Untergebenen schmeißen mag zwar keine großen Sympathien hervor rufen, ehrfürchtiger Respekt ist euch aber sicher. Und solange ihr Respekt genießt, wächst eure göttliche Macht auch fleißig weiter.

Ob ihr euren Einfluss mit Wohltaten erhöht (guter Gott) oder durch Furcht mächtiger werdet (böser Gott), ist Geschmackssache. Fremde Städte einverleiben - bedauernswerterweise auf allen 8 Inseln das gleiche Ziel - könnt ihr auf beide Arten. Für Abwechslung in eurem Alltag alsGott sorgen zahlreiche Nebenaufgaben. Mal sollt ihr Schafe mit eurer Hand auffangen, ein andermal einen krächzenden Hahn zur Ruhe bringen oder beweisen, dass die Schwangerschaft einer Scheinheiligen keinen göttlichen Hintergrund hat. Diese Quests sind meist in wenigen Minuten zu lösen und größtenteils eher stupide, bringen dafür aber haufenweise Tribut.

Riesen-Tamagotchi
Jeder Gott braucht einen Handlanger. Eure rechte Hand ist wie schon im Vorgänger eine von vier Kreaturen. Ihr habt die Wahl zwischen Tiger, Affe, Kuh und Wolf. Besitzer der Special Edition von Black & White 2 dürfen zusätzlich einen Löwen auswählen. Spielerische Unterschiede zwischen den fünf Tieren gibt es nicht. Jedes kann prinzipiell dieselben Fähigkeiten erlernen.

Wie der Rest des Spiels ist auch die Entwicklung der Kreatur von guten oder schlechten Taten abhängig. Während unser kleines Äffchen zu Beginn noch völlig neutral die Welt

kennen lernt, formen wir seinen Charakter im Lauf des Spiels ganz nach unserem Gusto. Wollen wir etwa ein bösartiges Raubtier mit riesigen Zähnen und noch größeren Pranken heran züchten, so lassen wir den Kleinen regelmäßig Menschen verzehren. Soll er hingegen ein ganz und gar liebenswürdiges Geschöpf werden, prügeln wir direkt nach dem ersten Verzehr eines Bewohners so lange auf ihn ein, bis er das nie mehr tut und stattdessen Korn frisst.

Je nach Erziehung unterstützt euch die Kreatur als Entertainer für die Bürger (bessere Stimmung im Land), hilft als Baumeister bei der Errichtung der Gebäude, sammelt Rohstoffe oder tut sich als mächtiger Kämpfer hervor, der ganze Armeen plättet.

Stets einblendbare Anzeigen geben uns Auskunft darüber, wie das Wesen in bestimmten Situationen reagiert. Einfluss darauf nehmen wir durch Streicheleinheiten (das Tier wird bestätigt in seinen Aktionen) oder durch die bereits erwähnten Schläge. Unser Redaktionsaffe etwa hatte gleich nach seiner Geburt den

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Drang, sein Geschäft direkt auf unsere Bürger "regnen zu lassen". Aber nicht mit uns! Drei Ohrfeigen später wusste das auch unser Äffchen.

Während unsere Kreatur im Vorgänger scheinbar willkürlich Verhaltensweisen an den Tag legte und wir nie ganz genau wussten, für welche Aktion wir sie gerade bestraft oder gelobt haben, vollzieht sich die Entwicklung des Rackers in Teil 2 wesentlich transparenter. So können wir in einer extra Statistik alle bisher erlernten Fähigkeiten aufrufen und neue Anweisungen erteilen. Selbst wenn diese mehrere Spieltage zurück liegen. Das hat den Vorteil, dass wir unser Geschöpf nicht auf Schritt und Tritt beobachten müssen, um rechtzeitig zu intervenieren.

Einfach göttlich!
In die Vollen gehauen hat Lionhead bei der Grafik. Hier setzt Black & White 2 im Strategiesektor schlicht neue Maßstäbe. Vom fantastisch animierten Wasser über die wunderbar lebendigen Animationen der Kreatur bis hin zu den detaillierten Texturen der Spielwelt: Hier stimmt einfach alles. Und obwohl wir bereits im Vorgänger aus mehreren Kilometern Höhe in Sekundenschnelle auf Tuchfühlung mit unserem Volk zoomen konnten, ist die Kamerafahrt nach wie vor mehr als beeindruckend. Mit genügend Rechenpower und einer flotten Grafikkarte kommt ihr aus dem Staunen kaum mehr heraus. Schade nur, dass die Programmierer keinen Multiplayermodus implementiert haben. Nach dem mit gut 10 Stunden ebenfalls recht knapp bemessen Einzelspielervergnügen ist Schluss mit lustig. Nicht einmal ein freier "Sandkastenmodus" für ungeniertes Dahinsiedeln ist vorhanden.

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Drang, sein Geschäft direkt auf unsere Bürger "regnen zu lassen". Aber nicht mit uns! Drei Ohrfeigen später wusste das auch unser Äffchen.

Während unsere Kreatur im Vorgänger scheinbar willkürlich Verhaltensweisen an den Tag legte und wir nie ganz genau wussten, für welche Aktion wir sie gerade bestraft oder gelobt haben, vollzieht sich die Entwicklung des Rackers in Teil 2 wesentlich transparenter. So können wir in einer extra Statistik alle bisher erlernten Fähigkeiten aufrufen und neue Anweisungen erteilen. Selbst wenn diese mehrere Spieltage zurück liegen. Das hat den Vorteil, dass wir unser Geschöpf nicht auf Schritt und Tritt beobachten müssen, um rechtzeitig zu intervenieren.

Einfach göttlich!
In die Vollen gehauen hat Lionhead bei der Grafik. Hier setzt Black & White 2 im Strategiesektor schlicht neue Maßstäbe. Vom fantastisch animierten Wasser über die wunderbar lebendigen Animationen der Kreatur bis hin zu den detaillierten Texturen der Spielwelt: Hier stimmt einfach alles. Und obwohl wir bereits im Vorgänger aus mehreren Kilometern Höhe in Sekundenschnelle auf Tuchfühlung mit unserem Volk zoomen konnten, ist die Kamerafahrt nach wie vor mehr als beeindruckend. Mit genügend Rechenpower und einer flotten Grafikkarte kommt ihr aus dem Staunen kaum mehr heraus. Schade nur, dass die Programmierer keinen Multiplayermodus implementiert haben. Nach dem mit gut 10 Stunden ebenfalls recht knapp bemessen Einzelspielervergnügen ist Schluss mit lustig. Nicht einmal ein freier "Sandkastenmodus" für ungeniertes Dahinsiedeln ist vorhanden.

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Drang, sein Geschäft direkt auf unsere Bürger "regnen zu lassen". Aber nicht mit uns! Drei Ohrfeigen später wusste das auch unser Äffchen.

Während unsere Kreatur im Vorgänger scheinbar willkürlich Verhaltensweisen an den Tag legte und wir nie ganz genau wussten, für welche Aktion wir sie gerade bestraft oder gelobt haben, vollzieht sich die Entwicklung des Rackers in Teil 2 wesentlich transparenter. So können wir in einer extra Statistik alle bisher erlernten Fähigkeiten aufrufen und neue Anweisungen erteilen. Selbst wenn diese mehrere Spieltage zurück liegen. Das hat den Vorteil, dass wir unser Geschöpf nicht auf Schritt und Tritt beobachten müssen, um rechtzeitig zu intervenieren.

Einfach göttlich!
In die Vollen gehauen hat Lionhead bei der Grafik. Hier setzt Black & White 2 im Strategiesektor schlicht neue Maßstäbe. Vom fantastisch animierten Wasser über die wunderbar lebendigen Animationen der Kreatur bis hin zu den detaillierten Texturen der Spielwelt: Hier stimmt einfach alles. Und obwohl wir bereits im Vorgänger aus mehreren Kilometern Höhe in Sekundenschnelle auf Tuchfühlung mit unserem Volk zoomen konnten, ist die Kamerafahrt nach wie vor mehr als beeindruckend. Mit genügend Rechenpower und einer flotten Grafikkarte kommt ihr aus dem Staunen kaum mehr heraus. Schade nur, dass die Programmierer keinen Multiplayermodus implementiert haben. Nach dem mit gut 10 Stunden ebenfalls recht knapp bemessen Einzelspielervergnügen ist Schluss mit lustig. Nicht einmal ein freier "Sandkastenmodus" für ungeniertes Dahinsiedeln ist vorhanden.