Black Mirror 2 – Test

PC

Wahnsinn ist vererbbar

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von Thomas Goik, 25. September 2009 16:00 Uhr

Fotos entwickeln und Schlösser knacken

Die Rätsel im Abenteuer rund um die Gordon-Familie sind weitgehend logisch und fordernd. Einfallsreiche Kopfnüsse lockern zudem die Standard-Denkprozesse auf, so müssen wir etwa in einer Dunkelkammer Fotos entwickeln und darauf achten, dass Helligkeit und Kontrast stimmen. Oder wir sind in einem stockdunklen Raum und nur das Blitzlicht unserer Kamera erhellt für einen Bruchteil einer Sekunde die Umgebung. A pros pros Kamera: Wenn wir wichtige Orte im Spiel fotografieren, schalten wir damit Artworks und Minispiele im Hauptmenü frei. Eine optionale, doch intelligente Zusatzmotivation.

Screenshot zu: Wahnsinn ist vererbbarViele kleine Minispiele lockern das Spielgeschehen auf und regen zum Nachdenken an.

So manch verschlossene Tür oder versiegeltes Fach ist durch spezielle Mechanismen versperrt, die sich nur durch das Lösen eines Schieberätsels öffnen lassen. Beim Knacken einer Tür mit Einbruchswerkzeug müssen wir ebenfalls ein Minispiel lösen, in dem es gilt, mit einem Draht die Bolzen eines Schlosses an die richtige Position zu drücken. Oder wir müssen auf einem Polizeirechner das Phantombild eines Verdächtigen erstellen, dessen Aussehen Darren zuvor beobachtet und in seinem Tagebuch niedergeschrieben hat.

Generell findet Black Mirror 2 eine ausgezeichnete Balance aus neuen Orten oder kombinierbaren Gegenständen - überfordert ist man zu keinem Zeitpunkt. Das hohe Niveau der Rätselqualität zieht sich durch die gesamte Spiellänge. Das ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass die spannende Reise durch Biddeford und Willow Creek über 15 Stunden dauert. Alles wunderbar also? Leider nein, denn neben dem trägen Einstieg gehört auch das Ende wieder in die Kategorie "unbefriedigend". Vor allem da wir nicht nochmal fünf Jahre auf einen Nachfolger warten wollen.