Black Mirror 2 – Test

PC

Wahnsinn ist vererbbar

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von Thomas Goik, 25. September 2009 16:00 Uhr

Willow Creek, wir kommen!

Mit der Zeit decken wir in Biddeford Intrigen und finstere Machenschaften auf. Dass Fuller die eine oder andere Leiche im Keller hat, ist uns schon zu Beginn klar. Hinzu kommt ein mysteriöser Unfall von Darrens Mutter, die fortan im Krankenhaus liegt. Die Verbindungen von Darrens Familie und den Geschehnissen in Biddeford zum Schloss Black Mirror werden immer deutlicher, etwa durch ein Bild im Haus von Darrens Mutter, auf dem "Willow Creek" steht, aber auch durch Storyenthüllungen, die wir euch an dieser Stelle nicht verraten wollen. Eines nehmen wir aber vorweg: Im dritten Kapitel geht es zurück ins englische Dorf Willow Creek und schließlich in das unheimliche Anwesen Black Mirror. Erst dann entfaltet sich die typisch düstere Atmosphäre, die wir bereits im Vorgänger geliebt haben.

Screenshot zu: Wahnsinn ist vererbbarSo richtig Spannung kommt erst im späteren Spielverlauf auf. Dann aber richtig.

Gerade im ersten Kapitel kommt die Geschichte von Black Mirror 2 nur langsam in Fahrt. Zwar sind die Vorkommnisse interessant, aber noch wenig mitreißend, da das Spieltempo nur gemächlich vor sich hindümpelt. Doch das ändert sich im späteren Spielverlauf, denn das neu entfachte Mysterium um die Morde in Willow Creek vor zwölf Jahren und der grausamen Fluch der Familie Gordon wissen wie bereits der Vorgänger zu fesseln. Nach jedem Kapitel gibt es zudem ein stimmungsvolles Rendervideo, das verzerrte Bilder von bereits besuchten Orten und Charakteren, aber auch von noch unbekannten Geheimnissen zeigt.

Besondere Spannung wollten die Entwickler mit Szenen erzeugen, in denen wir unter Zeitdruck agieren müssen, etwa wenn wir verfolgt werden oder jemand eine Waffe auf uns richtet. Wirklich effektiv ist das nicht, denn der vermeintliche Adrenalinschub kommt oft überraschend und wir sind nicht immer in der Lage, in dem kurzen Zeitraum die richtige Lösung zu finden und erleben mindestens einmal unser Ableben. Fair: Das Spiel legt vor jedem dieser Momente automatisch einen Speicherpunkt an.